Da die Hoffnungen, die wir in das zuletzt angefertigte Ytongnest setzten, sich in Schall und Rauch auflösten und der Klotz nichteinmal betreten wurde, lag jetzt eine sehr lange Spanne zwischen dem letzten Bericht und diesem hier. Es hat sich wirklich _nichts_ getan, immernoch wird ohne Unterlass Gammarus gefressen, die Tiere dachten nicht daran umzuziehen und weder Puppenhüllen noch tote Arbeiterrinnen wurden aus dem Nest getragen. Die Kolonie wurde somit in der ganzen Zeit weder größer noch kleiner.
In den letzten Tagen machten wir dann aber öfter die Beobachtung, dass Tiere versuchten, sich unter Steine und Wurzeln zu quetschen. Da dies sehr häufig auftritt, schließen wir daraus, dass die Kolonie einen neuen Nistplatz sucht. Da unser bisheriges Ytongnest aber (wie seine beiden Vorläufer schon) verschmäht wird, dachten wir erneut über eine neue Nestvariante nach. Dieses mal soll es ein liegendes Nest sein, wenige große Kammern und keine Gänge sind das Grundprinzip. Es ist leider nichts weiter als ein erneuter verzweifelter Versuch, die Kolonie zum Verlassen der Blumenerde zu bewegen - so langsam wollen wir wirklich mal sehen, was sich im Nest tut.

Das neue Nest (Fotos folgen unten) hat 2 große Kammern, die direkt aneinander angrenzen, ein schmaler Durchgang führt zur zweiten Kammer, die nur über die erste zu erreichen ist. Die erste (am Nesteingang) ist eher wärmer, da sie weiter im Bereich des Strahlers liegt, die zweite (direkt am Wassertank) ist eher feucht und geringfügig kühler. Beide Kammern haben wir erst sehr dünn mit Sand befüllt, sodass die Poren größtenteils aufgefüllt sind, dann mit einer dünnen leicht feuchten Schicht Erde bedeckt und zu guter Letzt mit Korkschnipseln (als weiteres Baumaterial) aufgefüllt. Wir hoffen, dass dies die Sache naturnäher macht und somit mehr Reiz auf die Ameisen ausübt.
Während sich über die Ameisen selbst nichts berichten lässt (selbst Dinge wie relative Außenaktivität oder sonstiges weisen keinerlei Veränderung auf), ist zu erwähnen, dass wir wieder auf das Füttern per Futterschälchen umsteigen. Die Springschwänze haben eine recht ansehnliche Populationsgröße erreicht und fressen meist schon Futter weg, bevor die Ameisen eine Chance haben, dieses zu entdecken. Sie werden von den Ameisen schon regelrecht verscheucht: bildet sich eine Traube von Springschwänzen um ein Futtertier herum und bemerkt dies eine Ameise, so wirft sie sich mit geöffneten
Ein Eindämmen des Springschwanzvorkommens ist also ebenfalls jetzt anzustreben.
Hier nochmals der Link zum Diskussionsthread: http://www.ameisenforum.de/meinungen-fragen-zu-den-haltungsberichten/42157-diskussionen-zum-haltungsbericht-diacamma-rugosum-ameisenhonsel.html
Fotos vom (bereits vierten...) Nest:

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Allerdings (wie könnte es anders sein) ist dies wieder mit Ungereimtheiten verbunden. Die Arbeiterinnen kamen jeweils aus dem Nest, spazierten mit der 








