Drosophila Zuchtansatz

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Lufos
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#1 Drosophila Zuchtansatz

Beitrag von Lufos » 9. April 2019, 10:15

Hallo zusammen,

wie lange kann ich denn den im Laden gekauften Drosophila-Zuchtansatz verwenden bzw. Fliegen absammeln? Er steht jetzt rund eine Woche rum. Irgendwann wird er doch sicher "oll" oder? Davon mal abgesehen, dass sich seit Tag 1 ohne Ende kleine Milben darin befinden.

Ich friere die abgesammelten Fliegen vorm Verfüttern ein. Das sollte ja auch die Milben erledigen, oder? Einen Drosophilazuchtbehälter ganz ohne Milben stelle ich mir sehr unrealistisch vor bei dem feucht-warmen Breizeugs. :-)

Gruß
Lufos

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Harry4ANT

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#2 Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitrag von Harry4ANT » 9. April 2019, 13:07

Ich hebe den Zuchtbehälter immer so lange auf bis der Futterbrei unten anfängt zu gammeln. Je nach Temperatur ca. 2 - 3 Wochen.
Wenn er vorher eintrocknet kannst du etwas Wasser (Optional etwas Hefe, Zucker, Obst usw.) nachschütten.


Waren die Milben schon drin wo du es gekauft hast? Hatte ich bei mir noch nie so gesehen.
Ich hole hin und wieder eine Dose bei Kölle ZooMarkt.
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Lufos
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#3 Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitrag von Lufos » 9. April 2019, 13:33

Danke dir.

Die Milben waren zumindestens 1-2 Tage später da. Ich sehe sie immer unten im Brei rumkrabbeln. Muss doch aber normal sein bei den Bedingungen, oder? Zumindestens nicht unüblich. Vielleicht sinds ja auch nur Futtermilben.

Ejoy
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#4 Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitrag von Ejoy » 9. April 2019, 13:50

Sicher, dass es Milben sind? Die Larven der Drosophila budeln sich in das Susbtrat ein und leben dort bis sie sich an der Oberfläche verpuppen. Nicht, dass du die verwechselst.

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Harry4ANT

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#5 Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitrag von Harry4ANT » 9. April 2019, 13:51

Verwechselst aber nicht mit den Larven der Drosophila?
Die kriechen auch in dem Brei herum.

Soweit ich weiß wird der Brei so gemacht, dass er Parasiten etwas abwehrt.
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#6 Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitrag von Lufos » 9. April 2019, 13:52

Naja, ich bin kein Experte für Milben, aber das sind super winzige, runde Teile mit vielen Beinen. Höchstens nen 1/10mm.

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#7 Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitrag von Abaton23 » 11. April 2019, 11:28

Auch ich habe eine Menge an Fragen über die Zucht Eurer Fruchtfliegen?

Ich hab vor etwa 6 Wochen angefangen, Drosophila Melanogaster zu züchten. Dabei verwendete ich die Rezeptur des Youtubekanals "Insektenliebe" https://www.youtube.com/watch?v=EKBQfxob8E8 .

Der Zuchterfolg war sehr enttäuschend. Es fand keine Vermehrung statt. Nach 5 Wochen kamen weniger Fruchtfliegen aus dem Becher raus, wie ich reingeschüttelt habe. . Auch die Art Drosophila Melanogaster kann mich nicht überzeugen. Die Tiere sind dermaßen winzig, dass man sie sehr schwer portionieren kann. Schüttelt man die Becher über der Ameisenarena, fliegt die dreifache Menge an Dreck ins Becken, anstelle der Fliegen. Diese werden auch kaum von den Ameisen beachtet. Überdies überrennen sie einfach den Auslaufschutz. Zu gut deutsch: Das einzige, was man mit den Fliegen bevölkert, ist die eigene Wohnung. .

Wie sind Eure Erfahrungen?
A - Welche Rezeptur verwendet Ihr -
B - taugt die größere Drosophila hydey mehr, wie die Drosophila Melanogaster? -
C - wie gestaltet Ihr die Fütterung? -

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#8 Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitrag von TheDravn » 11. April 2019, 11:46

Selber züchten tu ich sie nicht, da meine beiden Kolonien noch so klein sind, da reicht ein Zuchtansatz noch ewig aus.

Welche jetzt besser sind hängt davon ab, welche angenommen werden. Meine Messor barbarus Kolonie hat die kleinen Fruchtfliegen am Anfang sehr gut angenommen, aber mit der 3. Brutwelle hat das aufgehört, ab diesem Zeitpunkt sind die Fruchtfliegen direkt auf den Müllhaufen gelandet. Bei den großen Hydey, die ich seit ~1Woche anbiete ist das nicht der Fall, die werden relativ schnell ins Nest getragen und zerlegt.
Bei meiner Lasius niger werden beide gut angenommen, wobei die Hydey mehr anklang findet als die kleinen Fruchtfliegen.

Verfüttern tu ich es so, HarryAnt hat mir da eine gute Methode verraten, da ich am Anfang das gleiche Problem hatte. Ich hab in der Tiefkühltruhe eine Dose liegen, in dieser klopfe ich die Fliegen hinein und durch die Kälte bekommen die einen Schock und machen erstmal nichts mehr. Ein paar nehme ich direkt, einmal mit einem Finger draufgeklopft und sie sind ein einfachere Beute für meine beiden, noch jungen, Kolonien, der Rest kommt mit der Dose wieder in die Truhe. Ich fülle dann die gefrorenen Fliegen ein wenig später in eine kleinere Dose um, das mach ich alle paar Tage und komme so mit einem Zuchtansatz über Monate. Den ersten Ansatz hatte ich Ende Januar gekauft und die Fliegen daraus sind jetzt ungefähr zur Hälfte verbraucht, bei 2 Kolonien mit jeweils ~30-40 Arbeiterinnen
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