Formicarium für Camponotus ligniperdus

Zeigt uns euere Anlagen
Antworten
Necrofux
Einsteiger
Offline
Beiträge: 9
Registriert: 10. November 2012, 23:03
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal

#1 Formicarium für Camponotus ligniperdus

Beitrag von Necrofux » 8. März 2015, 12:28

Servus Allerseits! Mein erster Post außerhalb der „kurze Fragen“ Sektion! :)

Nach zwei Jahren Leben in einer etwa 25x25 cm Plastikbox ist meine Camponotus ligniperdus Kolonie groß genug (so um die 40) um in das 80x35 cm große Glasbecken zu ziehen. Das hab ich vor längerem schon mal hier im Wohnheim gefunden.

Formicarium Camponotus ligniperdus, Nestabdeckung links hinten
Formicarium Camponotus ligniperdus, Nestabdeckung links hinten


Ich beschreib einfach mal kurz:

Einrichtung: Als Basisschicht Bimssand, darüber Sand-Lehmgemisch gut angefeuchtet und getrocknet, als Deckschicht Sand. Deko ganz rechts Glas (mal bei einer Glashütte aus dem Abfall gefischt), Fichtennadeln ... und ein paar Steine ;) Ein schönes Stück Holz will ich auch noch finden.
Ich habe noch Korallen die sehr schön sind, ich aber ein bisschen Angst habe, dass sie sich da drin einrichten. Ich werde die mal rein tun, wenn sie in das Nest eingezogen sind.

Gipsnest, Fichtennadeln
Gipsnest, Fichtennadeln


Nest: Mit Modelliermasse habe ich Kammern als negativ in eine Plastikhalbkugel aus dem Bastelladen geklebt und mit Gips ausgegossen. Festmachen auf der Holzplatte war tricky, irgendwie habe ich es dann mit Draht hin bekommen. Damit sie es Dunkel haben, habe ich auf eine größere Plastikhalbkugel Moos geklebt.

Ausbruchsschutz: Das allerallerwichtigeste! Teflon (PTFE) Lack, Paraffinöl, und ein Deckel der in nächster Zeit noch irgendwie geendfertigt werden muss...

Formicarium von oben, Nestabdeckung wo sie sein soll ;)
Formicarium von oben, Nestabdeckung wo sie sein soll ;)


Gedanken für die Zukunft:
-die Korallen
-der Deckel (momentan nur eine Plexiglasplatte)
-ein schönes Stück Holz
-evtl. die größere Halbkugel durch Lack (?) weiter verdunkeln, durch das Moos kommt noch viel Licht
-ein Hintergrundbild
-Anregungen? :)

Danke fürs Lesen!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Necrofux für den Beitrag:
Erne

1Fourmie
Einsteiger
Offline
Beiträge: 31
Registriert: 18. Februar 2015, 16:28
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 5 Mal

#2 Re: Formicarium für Camponotus ligniperdus

Beitrag von 1Fourmie » 8. März 2015, 13:04

Hi

Ich finde dein Becken sehr cool.
Camponotus ligniperdus lebt aber eigentlich nicht auf Sand.Ist deine obere Sandschicht hart genug? Sonst rutschen die ameisen beim laufen drauf herum und vergeuden unnötig Energie.
Das Nest noch abzudunkeln wäre eine gute Idee

PhilippF.
Einsteiger
Offline
Beiträge: 143
Registriert: 9. Mai 2012, 21:10
Hat sich bedankt: 10 Mal
Danksagung erhalten: 54 Mal

#3 Re: Formicarium für Camponotus ligniperdus

Beitrag von PhilippF. » 8. März 2015, 13:51

Ligniperdus leben eigentlich an Waldränder. Um dir ein guten Eindruck vom Bode zu bekommen geh mal an Waldrändern spazieren bzw. auf Wanderwegen die leicht mit Schotter befestigt sind.
Was noch gut wäre wenn du auf lange sicht mehrere verschiedene Becken anbietest, welche die eher im Wald, am Waldrand oder direkt eine art Wiese (wie z.B. Steppen).
Ich hoffe du kannst dir vorstellen was ich meine.

Auch ist dein Bodengrund schon etwas zu hoch, Camponotus mögen es eher trocken, da braucht man wirklich maximal 1cm Bodengrund. Wenn du bei feuchteren Becken eine lebende Streuschicht einbringen willst benötigst du mehr Bodengrund.
Auch das Nest brauchst du gar nicht zu befeuchten, das machen die kleinen schon selbst. Meine haben ein großes Becken als Nest das ich nie befeuchte, das dürfen sie schön selbst tun. Da reicht eine Vogeltränke gut aus.

Necrofux
Einsteiger
Offline
Beiträge: 9
Registriert: 10. November 2012, 23:03
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal

#4 Re: Formicarium für Camponotus ligniperdus

Beitrag von Necrofux » 8. März 2015, 19:22

Der Sand ist wohl das meist Diskutierte Thema, das dachte ich mir schon ;)
Es ist das Wiesengrund Gemisch aus dem Antstore. Die Deckschicht ist auf jeden Fall fest, habe sie mit viel Wasser antrocknen lassen.
Aber mein neues Ziel wird wohl noch sowas wie getrocknetes Laub zum abdecken sein sein.

Was hat denn die Bodenfüllhöhe mit der Feuchtigkeit zu tun?

PhilippF.
Einsteiger
Offline
Beiträge: 143
Registriert: 9. Mai 2012, 21:10
Hat sich bedankt: 10 Mal
Danksagung erhalten: 54 Mal

#5 Re: Formicarium für Camponotus ligniperdus

Beitrag von PhilippF. » 8. März 2015, 19:46

Bei wenig Bodengrund kannst du das Bodengemisch bzw die Schichten nicht so gut festlegen und weniger Boden trocknet schneller aus, was bei einer lebenden Streuschicht nicht so gut wäre.

Und egal wie fest du den Boden andrückst / trocknenlässt, die kleinen finden einen Weg da hinein, wenn sie wollen ;) Wo meine noch nicht so Volksstark waren sind mir diese unter einen Stein bei ca 5mm Lehm, den ich Nass verdichtet hatte, gezogen. Erde bietet immer Angriffspunkte, kleine Unebenheit und das wars.
Besser etwas Bodengrund nehmen und nur so im Becken ausstreuen das der Boden bedeckt ist.

Necrofux
Einsteiger
Offline
Beiträge: 9
Registriert: 10. November 2012, 23:03
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal

#6 Re: Formicarium für Camponotus ligniperdus

Beitrag von Necrofux » 9. März 2015, 11:13

Dass sie sich eigraben können weiß ich natürlich. Ich hab die Bodenschichten eben so gewählt, jetzt ist es zu spät. Allerdings habe ich auch aus genau diesem Grund bisher nur einzelne Items rum stehen. Falls sie sich wirklich unter eins rein buddeln sollten (einfach so in den Boden ist unwarscheinlich, die Deckschicht ist doch sehr dünn, der Bimssand wohl relativ kompliziert bzw instabil um umdisponiert zu werden), bin ich zuversichtlich, dass ich sie wieder finde.

Benutzeravatar
Safiriel

User des Monats April 2018
Fortgeschrittener Halter
Offline
Beiträge: 3092
Registriert: 17. Mai 2014, 15:17
Auszeichnung: 1
Hat sich bedankt: 526 Mal
Danksagung erhalten: 1214 Mal

#7 Re: Formicarium für Camponotus ligniperdus

Beitrag von Safiriel » 9. März 2015, 20:32

Etwas offtopic, aber:
Was mich als Zahntechnikerin die ganze Zeit brennend interessiert: Wo hast Du denn den Bimssand her? Und wie fein ist dieser?
Im Zahnlabor wird mit Bimssand vorpoliert, und der den wir dort verwenden, wäre für Camponotus ligniperdus zu fein. Der würde ihnen die Tracheen verstopfen. Es ist nicht bewiesen, aber Todesfälle bei Camponotus ligniperdus und Camponotus herculeanus in Verbindung mit zu feinem Sand scheinen sich zu häufen.

Necrofux
Einsteiger
Offline
Beiträge: 9
Registriert: 10. November 2012, 23:03
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal

#8 Re: Formicarium für Camponotus ligniperdus

Beitrag von Necrofux » 10. März 2015, 01:00

Der Sand ist wohl das falsche Wort, eher Feiner Kies, etwa 2-3 mm Korngröße geschätzt. Katzenstreu ähnlich.
Auf das Phänomen wurde ich auch aufmerksam gemacht. Ich habe jetzt Großflächig noch Kiefernnadeln verteilt, ich poste morgen noch ein Foto!
Ich hatte ja gehofft mit mehr Brachfläche auch etwas mehr Überblick und Beobachtungsmöglichkeit zu behalten.

PS: Ich benutze nie wieder das Wort "Sand"
ab jetzt :)

Antworten

Zurück zu „Mein Formikarium kurz vorgestellt“