Meine Formica cf. rufibarbis

Unterfamilie: Formicinae
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#1 Meine Formica cf. rufibarbis

Beitrag von Fabey93 » 31. Juli 2019, 18:53

Hallo liebes Forum,

schon vor etwas längerer Zeit - am 17.07. - fand ich diese Gyne, die ich aufgrund der markanten Färbung des Mesosomas als Formica rufibarbis bestimmte. Gefunden habe ich sie nach dem Italienischkurs auf dem Campus Bockenheim, einer kargen Betonwüste in der Frankfurter Innenstadt um 18:10 Uhr.
Die ersten Eier legte die Gute in der Nacht zum 18.07. und es waren gleich 9.
Mittlerweile, nicht mal 2 Wochen später, haben sich die ersten drei Larven verpuppt. Auf dem Artensteckbrief zu dieser Art liest man, die Entwicklung von Ei zu Arbeiterin dauere circa 2 Monate - oder sind diese Angaben nicht für Pygmäen gültig? Kann die schnelle Entwicklung auch mit dem heißen Wetter zusammenhängen?

F rufibarbis deutlich.jpg


Hier der Link zum Diskussionsthread: diskussion-zu-meiner-f-rufibarbis-t59925.html

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#2 Re: Meine Formica cf. rufibarbis

Beitrag von Fabey93 » 15. August 2019, 16:22

Hallo, liebes Forum!
Es gibt Neuigkeiten von meiner F. rufibarbis - heute, nach 1 Monat sind die ersten Arbeiterinnen aus ihren Kokons geschlüpft :)
das angehängte Foto ist um 9 Uhr entstanden - viel dunkler sehen die Arbeiterinnen jetzt aber auch noch nicht aus.
Ich habe jetzt das Talkum auf den Rand des ersten Formicariums aufgetragen und das alte, gereinigte Nest meiner Myrmica-Gyne, die vor kurzem verstarb, angeschlossen. Das RG werde ich Samstagmorgen in die Arena legen, öffnen und mich dann wieder melden.
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Die ersten Pygmäen mit Gyne
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#3 Re: Meine Formica cf. rufibarbis

Beitrag von Fabey93 » 2. Oktober 2019, 20:20

Hallo liebes Forum,

nach längerer Zeit melde ich mich wieder und habe positives zu vermelden: 12 Arbeiterinnen zählt meine kleine Kolonie bisher. Fotos reiche ich hoffentlich demnächst noch nach.
Da nun leider bald die Winterruhe ansteht, treiben mich aber Sorgen um. Der Wassertank des RGs, in dem sie leben, ist ausgetrocknet und die Watte auch fast. Vor der Winterruhe möchte ich aber, dass sie in ein RG mit gefülltem Wassertank umziehen. Um dies zu provozieren, entfernte ich die Alufolie um das RG und bot ein neues an, welches ich abdunkelte und welches länger ist einen geringeren Durchmesser hat, weil mein Gedanke dahinter war, dass durch den geringeren Durchmesser die Watte eine geringere Oberfläche hat und weniger Wasser verdunstet.
Die Ameisen scheinen sich aber herzlich wenig für ein neues Zuhause zu interessieren. Denn auch ein Gips-Nest, das an ihre Arena angeschlossen ist, wird ignoriert. Sowohl komplett befeuchtet als auch komplett ausgetrocknet.
Sollte ich eventuell noch ein zweites RG mit größerem Durchmesser anbieten? Habt ihr Tipps, wie ich meine "Kleinen" zu einem Umzug bewegen kann, wenn drohende Trockenheit und Licht keine Wirkung zeigen?
Hier der Link, zum Diskussionsthread: https://www.ameisenforum.de/diskussion-zu-meiner-f-rufibarbis-t59925.html

Danke schon mal für eure Antworten, euer

Fabey93

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#4 Meine Formica cf. rufibarbis

Beitrag von Fabey93 » 6. April 2020, 22:36

Hallo ihr Lieben!
Also meine Sorgen waren unberechtigt, die Kleinen waren einfach nur schüchtern und haben dann doch noch das RG gewechselt vor der Winterruhe.
Während dieser zogen sie dann mit mir um und sind jetzt in meinem Wohnzimmer aus der Ruhe erwacht. Ausgewintert habe ich sie vor etwa 2 Wochen in denen sich erstmal wenig tat. Doch am Wochenende sah ich eine und heute sogar zwei Arbeiterinnen am Honig fressen und eine Fischfutterflocke wurde eingetragen und scheinbar direkt vernichtet - zumindest ist sie auch nicht mehr im Reagenzglas. Eine angebotene Fliege wurde vor das RG gebracht, aber nicht eingetragen, was auch an ihrer Größe liegen könnte.
Alles in allem scheinen sie aber im Frühling angekommen zu sein! Und das ohne Verluste! Heute habe ich auch ein Eipaket von bis zu 10 Eiern entdeckt.
Im Anhang findet ihr ein Foto schlechtester Qualität direkt nach dem Auswintern.
Achja: weiterhin ist ein großes, schönes Terrarium in Planung, da aber die Uni wieder anfing, sich Werkzeug zu leihen derzeit ja bekanntermaßen etwas schwer ist, wird es wohl erst im nächsten Winter fertiggestellt werden.
Fragen, Anregungen und Kommentare unter:
https://www.ameisenforum.de/diskussion- ... 59925.html
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Meine F. rufinarbis noch in Traube
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#5 Meine Formica cf. rufibarbis

Beitrag von Fabey93 » 17. April 2020, 15:55

Hallo liebes Forum!

Es gibt Neuigkeiten! Die Gyne legte mittlerweile ca. 20 Eier (eigentlich 25-30, da schon 5 relativ dicke Larven im Reagenzglas sind).
Außerdem zog ich die Kolonie dann doch in eine "richtige" Arena um, die ich bei meinem Umzug bzw. dem verspäteten Kartonausräumen wiederfand. Bei der Umsiedelungsaktion bemerkte ich, dass 7 der 12 Arbeiterinnen in das Ytong-Nest, das an die Tupper-Arena angeschlossen war, gezogen sind, aber die Gyne samt Brut und mit den verbliebenen 5 Arbeiterinnen noch im Reagenzglas saß. Nun frage ich mich, ob, ich das RG, das ich mit seinem Eingang nahe des anderen Nesteingangs legte, vom Lichtschutz befreien sollte, wenn ich einen kompletten Umzug ins neue Nest beschleunigen möchte, oder ob es besser ist, die Ameisen das selbst machen zu lassen.
Das neue Zuhause =)
Das neue Zuhause =)
Weiterhin frage ich mich, ob es schlimm ist, dass ich die Wurzel und den Stein in der Arena nicht mit heißem Wasser gewaschen habe? Das ehemalige Aquarium fand ich auf dem Sperrmüll und seitdem stand es locker sechs Monate, wenn nicht noch mehr rum. Könnten noch Keime vorhanden sein?
Und, weil aller guten Dinge drei sind, kommt noch eine letzte Frage: ich habe gebackenen, gewaschenen Sand als Bodengrund genutzt und mit etwas Sand-Lehm-Mischung aus dem Ameisenshop meines Vertrauens vermischt. Scheinbar war diese Mischung aber nicht trocken - jedenfalls riecht die so. Ist das schlimm, für F. rufibarbis, die es ja eher trocken mögen? Aber der Bodengrund sollte ja nachtrocknen, wenn ich einen Deckel mit Gitter nutze, oder?

Antworten gerne unter diesem Link: diskussion-zu-meiner-f-rufibarbis-t59925.html
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#6 Meine Formica cf. rufibarbis

Beitrag von Fabey93 » 7. Mai 2020, 17:06

Hallo ihr Lieben!

Ich melde mich mal wieder um von meiner F. rufibarbis zu berichten!
Leidet sind es insgesamt nur noch 14 Damen, da von den 14 Arbeiterinnen eine verstarb, als ich statt dickflüssigem Honig Honigwasser anbot. Keine 5min nach Reichen der Kost schwamm sie tot darin - abwaschen mit einer Pipette brachte leider nichts. Auch zwei Tage später lag sie noch zusammengekugelt in der Arena.
Mittlerweile zeigt sich, dass ein internes, bzw. in der Arena liegendes Nest aus zweierlei Gründen sehr unpraktisch ist.
1. wenn ich den Deckel der Arena öffne, werden die Ameisen sehr unruhig bis panisch und rennen durch das Nest - auch die Gyne ist davon betroffen.
2. ich habe keine gute Einsicht, denn die Farbfilterfolie filtert nicht nur das Licht, sie streut es auch ein wenig. Das hat zur Folge, dass man die Ameisen nur verschwommen sieht und aufgrund des wohl zu geringen Kontrastes zwischen hellgrauem Gips und heller Brut diese förmlich nicht zu erkennen ist.
Interaktionen zwischen Gyne und Arbeiterinnen sowie Arbeiterinnen untereinander, z.B. Trophallaxis, sind aber auch zu erkennen. Das finde ich jedes Mal aufs Neue putzig anzusehen!
Schlechte Qualität, ich weiß. Dazu noch die Folie... aber die Gyne erkennt man!
Schlechte Qualität, ich weiß. Dazu noch die Folie... aber die Gyne erkennt man!
Wenn Panik aufgrund eines geöffneten Deckels aufkommt, haben manche der Arbeiterinnen auch etwas, das entfernt an Eipakete oder Larven erinnert, zwischen den Mandibeln - jedoch müssten doch eigentlich schon größere Larven oder sogar Puppen vorhanden sein, nach ca. 4 Wochen seit der Eiablage. Wobei es theoretisch auch möglich wäre, dass sie diese in den noch teilweise mit Sand verfüllten Kammern lagern und sie somit "getarnt sind". Anfangs, als sie neu in der Arena waren, fühlten sie sich auch durch Schattenschlag des Baumes vor dem Haus gestört - das haben sie aber nun als Teil ihres Alltags angenommen.

Gegen die Störungen durch ein Anheben des Deckels werde ich vorgehen, indem ich an einem festen Wochentag, an dem wir auch putzen und saugen, was tendenziell ja auch Vibrationen verursacht, Futter und Wasser wechsle und das Nest befeuchte. (Sie mögen es ja eher trocken, reicht es da, ein mal den Befeuchtungsgraben des Nestes voll zu machen pro Woche? Kann das sooo schwer einschätzen.)
Hier nochmal das Setup.
Hier nochmal das Setup.
Ich frage mich aber, ob es nun sinnvoll wäre, das Nest ein mal krass zu stören - es herauszunehmen und die mit Tesa befestigte Folie zu entfernen, um sie dann wieder auf die Scheibe zu legen und mit Münzen o.ä. zu beschweren, um Einsicht zu haben, wenn ich es möchte. Oder ob ich darauf vertrauen soll, dass die Brut nicht gefressen wurde und mich in Geduld üben.

Antworten auf meine Fragen, Kritik und Hinweise wie immer im verlinkten Diskussionsthread: diskussion-zu-meiner-f-rufibarbis-t59925.html

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#7 Meine Formica cf. rufibarbis

Beitrag von Fabey93 » 15. Mai 2020, 14:13

Hallo!

Also, meine Sorgen, dass eventuell keine Brut vorhanden ist, waren unberechtigt - ich habe beim ins Nest leuchten gesehen, dass eine große Larve und ein großer Haufen Eier vorhanden ist.
Nachdem ich das letzte mal befeuchtete, räumten sie sämtliche Sandkörner aus den mit diesen verschlossenen Kammern. Heißt das, es war ihnen zu feucht im Nest? Wie finde ich denn raus, wie oft und wie viel Wasser ich nutzen sollte?
Weiterhin habe ich festgestellt, dass die Gyne nicht ruhig in einer Kammer verharrt, sondern immer zwischen zwei kammern hin und her wechselt. Ist das ok, oder zeigt mir das an, dass sie sich nicht wohlfühlt?
Und sollten nach 4 Wochen nicht schon erste Arbeiterinnen geschlüpft sein? Futter bekommen sie regelmäßig. Liegt es vll. an der Zimmertemperatur von nur ca. 20 Grad?
Würde es denn Sinn machen, die rote Folie locker aufzulegen, um bessere Einsicht ins Nest zu haben?
Liebe Grüße,

Fabi

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