Myrmecia pavida - Haltungserfahrungen

Unterfamilie: Myrmeciinae
Marco Ricciardi
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#9

Beitrag von Marco Ricciardi » 28. Juli 2006, 14:51

28.07.06


Gestern abend habe ich mal verschiedenes an Futter ausprobiert...

Wassermelone, Apfel, purer Honig, Haferflocken/Zuckerwasser-Gemisch.

Die Früchte wurden ziemlich ignoriert. Das Haferflocken/Zuckerwasser-Gemisch kurz probiert. Der pure Honig wurde gierig angenommen und beinah sofort an die zweite Arbeiterin, die sich im Nest befindet, weitergegeben. An tierischer Kost hab ich nichts verfüttert, da ein angefressenes Stück Heimchen entsorgt wurde.

Seltsamerweise, finde ich den meisten "Müll" nicht wieder, weil er regelrecht versteckt wird! Also gibt also keinen offenen Müllplatz.

Viele Halter haben berichtet, dass keine tote Nahrung angenommen, sondern viel lieber erjagt wird. Das konnte ich bis jetzt nicht beobachten. Tote Heimchen oder Fliegen werden sofort erkannt und ins Nest geschleppt. Die lebendigen Heimchen nur verjagt. Vielleicht sollte ich die kleinen nicht so sehr verwöhnen und auch mal was hungern lasssen, damit aktiv gejagt wird!? Nur zur Eingewöhnung wolte ich erst mal kein Risiko eingehen!

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Scooby
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#10

Beitrag von Scooby » 28. Juli 2006, 15:44

Hallo Marco!

Sorry, wenn ich kurz in Deinen Erfahrungsthread einbreche!
Ich möchte Dir nur ans Herz legen, noch nicht mit der Jungkolonie zu "experimentieren" hier: In Sachen Futter
Lass die Tiere sich in Ruhe eingewöhnen, beobachte aber tunlichst die Eiablage.

Scooby

Marco Ricciardi
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#11

Beitrag von Marco Ricciardi » 28. Juli 2006, 17:46

@scooby ich dachte eigentlich ihnen so viel auswahl wie möglich zu bieten... eier verschwinden leider ziemlich schnell wieder...

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Scooby
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#12

Beitrag von Scooby » 28. Juli 2006, 17:55

Hm... soll jetzt kein Vorwurf sein u. ich will auch keine Diskussion in Deinem Thread hier lostreten, aber Du hast weiter oben geschrieben, daß es nix werden könne, wenn die Kolonie ihr Nest in einem Reagenzglas hat.
Das stimmt (leider) nicht. Eine Kolonie kann im Reagenzglas gut aufwachsen, um dann später, wenn sie stärker ist, ins eigentliche Nest umzuziehen.
Wären die Tiere noch im Reagenzglas hättest Du besser überwachen können, wo die Eier hin verschwinden.

Jetzt wo Nahrung verabreicht wird, sollten eigentlich keine Eier mehr produziert werden, die rein zur Nahrung dienen. *Grübel*
Wie gesagt: Beobachte, füttere mit Bedacht und sag und bitte weiter, wie sich alles entwickelt.

Alles Gute Deinen Tieren!!

Scooby :matrix:

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Darius
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#13

Beitrag von Darius » 28. Juli 2006, 18:00

Marco ist das Nest von deinen Myrmecia abgedunkelt? Myrmecia sind in der Gründungsphase sehr nervös und fressen manchmal vor Aufregung ihre Eier (ich erinnere mich ja noch an das letzte Treffen bei Frank, als wir alle seine Myrmecia angeguckt haben und die daraufhin eine Puppe wieder ausgewickelt haben). :rolleyes: Auch die Temperatur sollte über der Zimmertemperatur liegen. Evtl. könntest du das Nest mit einer Rotlichtlampe beleuchten. Eine kleine Myrmeciakolonie würde ich nicht mit völlig unversehrtem Lebendfutter füttern, weil die Arbeiterinnen leicht von den Insekten verletzt werden können. Ich habe die Heimchen, die ich immer an meine Kolonie verfüttert habe, vorher angedrückt, so das sie wehrlos waren und sich trotzdem noch bewegt haben.

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#14

Beitrag von Sajikii » 28. Juli 2006, 18:22

>Darius< @ Und die Problematik mit der Milbengefahr? Wie hast du diese umgangen? Ignoriert? :D
Ich frag mich überhaupst, was man dann Myrmecia so an lebende Futterinsekten füttern soll, wenn man Milbenfrei bleiben will ...
Bremsen? Spinnen? Was im Winter? ^^
LG

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#15

Beitrag von heldgop » 28. Juli 2006, 19:23

hi,

ich hab gute erfahrungen (zumindestens was das fressen angeht :rolleyes:) mit flugunfähigen fleigen gemacht, also die dinger die sich aus pinkies entwickeln.

die kann man ohne probleme lebend verfüttern, die überleben auch ne zeitlang im formicarium.

mit milben hatte ich noch nie ein problem, ich habe auch noch nie milben an futtertieren gesehen oder davon gelesen.

glaube das ist eine alte gruselgeschichte, die züchter verdienen ihr täglich brot mit den tieren, ich glaube die tuen alles um milben zu verhindern. schließlich würden die sich unter den bedingungen bei denen heimchen zb gezüchtet ebenfalls wunderbar vermehren. und so schwer ist es ja nicht zu verhindern das milben oder sonstige parasiten in die "produktion" gelangen.

das das vor ein paar jahren anders aussah, oder auch bei manchen kleinen züchtern mal vorkommt kann gut sein.

mfg

ps: mit der aussage "Auch die Temperatur sollte über der Zimmertemperatur liegen" würde ich bei diesen temperaturen vorsichtig sein *schwitz* :evil: :rolleyes: ;(

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Darius
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#16

Beitrag von Darius » 29. Juli 2006, 10:15

Na gut seine Ameisen kochen sollte man nicht gerade, da hast du schon recht. :D Ich bin von duchschnittlicher Zimmertemperatur ausgegangen und die ist zumindest in den meisten Büchern bei 23°C angesetzt.

Mit den Milben ist das so eine Sache. Was soll man machen, wenn Myrmecia lebende Tiere verlangt? Ich habe jedes mal vor dem Verfüttern geguckt, ob das Futtertier Milben hat.
Ich glaube schon, dass Futtertiere aus der Zoohandlung leicht Milben haben können. Die werden da schließlich nur auf Masse gezüchtet, ohne Rücksicht auf Verluste. Nichtmal genug zum fressen bekommen die da. Bei kleinen Züchtern ist das noch was anderes. Die sind ja, wie heldgop schon gesagt hat, von der Qualität der Tiere abhängig.

Darius

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