Temnothorax unifasciatus - Haltungserfahrungen

Unterfamilie: Myrmicinae
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chris1994
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#1 Temnothorax unifasciatus - Haltungserfahrungen

Beitrag von chris1994 » 16. Juli 2011, 21:26

[font=Rockwell][font=Rockwell]Temnothorax unifasciatus[/font][/font]



[font=Rockwell][font=Calibri][font=Calibri]Bild[/font][/font]


[font=Calibri]Taxonomie[/font]


[font=Calibri]-Familia: Formicidae (Ameisen)[/font]
[font=Calibri]--Subfamilia: Myrmicinae (Knotenameisen)[/font]
[font=Calibri]---Tribus: Formicoxenini[/font]
[font=Calibri]----Genus: Temnothorax Mayr, 1861[/font]
[font=Calibri]-----Subgenus: -[/font]
[font=Calibri]------Species: Temnothorax unifasciatus (Latreille, 1798)[/font]
[font=Calibri]-------Subspecies: Temnothorax unifasciatus obenbergeri (Sadil, 1939); Temnotorax unifasciatus rougeti (Bondroit, 1918); Temnothorax unifasciatus staegeri (Bondroit, 1918); Temnothorax unifasciatus unifasciatonigriceps (Novak & Sadil, 1941); Temnothorax unifasciatus unifasciatus (Latreille, 1798)[/font]



[font=Calibri]Allgemeines[/font]


[font=Calibri]Heimat: Europa südlich des 52. Breitengrades bis zum Kaukasus. Planar bis collin, in Südeuropa bis ins Mittelgebirge. Verbreitet.[/font]
[font=Calibri]Habitat:[/font][font=Calibri] Xerotherme, offene Landschaften mit Busch- und Baumgruppen, Waldränder. Auch in der randurbanen Zone.[/font]
[font=Calibri]Kolonie: streng monogyn[/font]
[font=Calibri]Koloniegröße: volkarme Populationen[/font]
[font=Calibri]Koloniealter: ?[/font]
[font=Calibri]Gründung: claustrale Gründung[/font]
[font=Calibri]Arbeiterinnen: Monomorph, furagieren eifrig am Boden, in der Bewegung relativ langsam.[/font]
[font=Calibri]Nestbau: Zwischen oder unter gut besonnten Steinen und Felsen, auch in Steinmauern. Seltener unter der Borke oder im Totholz der untersten Stammbereiche von Bäumen. [/font]
[font=Calibri]Nahrung: Zoophag, jagt Kleinstlebewesen. Nimmt auch gerne den von Läusen abgespritzten Honigtau von Blättern auf. [/font]
[font=Calibri]Winterruhe: Oktober-März.[/font]
[font=Calibri]Fortpflanzung: Schwärmt vor allem im Juli am frühen Morgen. [/font]



[font=Calibri][font=Calibri]Aussehen/Färbung[/font][/font]


[font=Calibri]Arbeiterinnen: Ziemlich einheitlich gefärbt, Kopf und Thorax der Ameisen. Der Begriff ist von den Spinnen entliehen, jedoch bei Ameisen eher fraglich, da es hier kein Prosoma gibt. Der Begriff Mesosoma soll auf die Umkonstruktion des Thorax aufmerksam machen, der ja ein zusätzliches Segment vom Abdomen dazu bekommen hat.">Mesosoma hellrot-orange, Gaster gelb-orange mit einem von der Umgebung gut abgegrenzten dunklen Querstreifen. [/font]
[font=Calibri]Königinnen: Deutlich dunkler gefärbt, Kopf und Thorax der Ameisen. Der Begriff ist von den Spinnen entliehen, jedoch bei Ameisen eher fraglich, da es hier kein Prosoma gibt. Der Begriff Mesosoma soll auf die Umkonstruktion des Thorax aufmerksam machen, der ja ein zusätzliches Segment vom Abdomen dazu bekommen hat.">Mesosoma rotbraun.[/font]
[font=Calibri]Männchen: ?[/font]



[font=Calibri][font=Calibri]Größe[/font][/font]


[font=Calibri]Arbeiterinnen: ca. 2-3mm[/font]
[font=Calibri]Königinnen: ca. 3,6-4,8mm[/font]
[font=Calibri]Männchen: ca. 2,5-3,5mm[/font]


[font=Calibri](Quelle: Artbeschreibung Temnothorax unifasciatus,[/font][font=Calibri] Boro)[/font]



[font=Calibri]Einleitung[/font]



[font=Calibri]Ich möchte hier mal etwas über meine Haltung von Temnothorax unifasciatus berichten. Für mich hat diese Art eben wegen ihrer Winzigkeit einen besonderen Reiz. Auch im Freien beobachte ich gerne Temnothorax und bin jedes Mal wieder begeistert von ihnen. Auch bewundere ich ihre Anpassungsfähigkeit und ihre unglaubliche Hartnäckigkeit auch in den noch so widrigsten Habitaten, so überlebt unter einem kleinen Stein von ca. 5cm Grösse eine ganze Kolonie den harten Winter auf 1600müM. [/font]


[font=Calibri]Wie alles begann[/font]



[font=Calibri]Heute ist es dann soweit, ich fand eine entflügelte Königin und habe die Chance und die Gyne sofort ergriffen und sie aus ihrer alpinen Heimat entführt und in ein Mini-Reagenzglas einquartiert.[/font]

[font=Calibri]Da bekannt ist, dass sich Temnothorax in engen Räumen wohlfühlen, habe ich kein normales RG verwendet sondern ein gut ausgewaschenes Gewürzröhrchen mit 1cm Durchmesser (Abb.1).[/font]


[font=Calibri]Nach anfänglicher Panik beruhigte sich die Gyne schnell und bekam, nach den Strapazen der Reise in meinem Rucksack, einen Schluck Zuckerwasser den sie nicht ablehnte (Abb. 2).[/font]


[font=Calibri]Bis jetzt habe ich noch nie eine Temnothorax gründen lassen, sondern immer schon bestehende Kolonien eingefangen und ich bin mal gespannt was mich so alles erwartet.[/font]



[font=Calibri]Abb1: Gewürzröhrchen im Vergleich zu normalem Reagenzglas [/font]
[font=Calibri]Abb2: Königin im Röhrchen[/font]


[font=Calibri]1)
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2)
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[/font]
[font=Calibri][/font]
[font=Calibri][/font]
[font=Calibri][/font]
[font=Calibri][/font]
[font=Calibri]Diskussionsthread: http://www.ameisenforum.de/meinungen-fragen-zu-den-haltungsberichten/44126-diskussionsthread-zu-temnothorax-unifasciatus.html#post295988[/font]




[/font]

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#2 AW: Temnothorax unifasciatus - Haltungserfahrungen

Beitrag von chris1994 » 21. Juli 2011, 21:00

Die Gründung beginnt ...

Vor zwei Tagen (19.07), hat die Königin ihr erstes Ei gelegt. Damit ist sie von allen meinen Königinnen die Schnellste. Bei Lasius legte die Gyne ihre ersten Eier nach 3-4 Tagen.

Heute am 21.07. konnte ich das zweite Ei entdecken (Abb1.)
Die Gyne sieht noch immer gesund aus, und ist ruhiger geworden, sie läuft also nicht mehr gestresst im Röhrchen herum.


1)
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#3 AW: Temnothorax unifasciatus - Haltungserfahrungen

Beitrag von chris1994 » 22. September 2011, 20:51

30.08 Die Brut gedeiht

Nach und nach hat die Königin ein Ei nach dem anderen gelegt, bis es am Ende fünf waren. Die Eier sind nach ca. 5 Tagen geschlüpft und ein winziges Larvenpacket lag im Röhrchen. Nach ca. zwei Wochen hat sich die erste Larve verpuppt (Nacktpuppe).

Abb. 1: Königin mit einer grossen und mehreren kleinen Larven


1)
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17.09 Die erste Arbeiterin

Nach genau 18 Tagen ist nun die erste Pygmäe geschlüpft. Die ersten Stunden nach dem Schlupf sass sie ganz ruhig neben der Gyne. Erst nach und nach begann sie sich zu berappeln und half der Gyne mit der Brut.

Um ihnen in diesem Jahr noch kein Becken zu geben, habe ich die Aufteilung im Röhrchen geändert. Anselle der Watte habe ich ein Stück Erde zum verschliessen der Brutkammer eingesetzt. Mit der Watte wurde der Eingang zum Röhrchen verschlossen. So behält die Kolonie ihre enge Kammer und kann gleichzeitig im vorderen Bereich Futter sammeln.

Nach diesem kurzen Umbau wurde sofort gefüttert und oh Wunder, die kleine Arbeiterin machte sich sofort an Werk eine Fliege anzuknabbern und Honig zu trinken.

Abb. 2: Ganzes Röhrchen mit neuer Kammereinteilung
Abb. 3: Arbeiterin im vorderen Teil des Röhrchens
Abb. 4: Gyne mit Arbeiterin und Brut


2)
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3)
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4)
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