Kleines Formicarium beheizen

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Colophonius
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#1 Kleines Formicarium beheizen

Beitrag von Colophonius » 1. Februar 2014, 17:01

Hallo

Für meine zukünftige Messor-Art (vermutlich Messor minor hesperius), brauch ich ein Licht um das Formicarium zu erwärmen.

Da es leider keinen vernünftigen Terraristikladen bei mir in der Nähe gibt (oder kennt von euch jemand einen, der in Münster mit dem Fahrrad erreichbar ist?) und ich leider wenig Ahnung von der Kraft der Lampen und den Anforderungen habe, muss ich hier fragen.

Ist diese Lampe in der 40 (watt?) Fassung geeignet? Und was für eine Lampenfassung sollte ich da nehmen? Ich würde die Lampe gerne an die Wand über dem Formicarium schrauben und durch den Deckel (in der Mitte offen und durch Gaze gesichert) scheinen lassen.

Das ganze soll dann über eine Zeitschaltuhr abends aus- und morgens angehen.

DermitderMeise
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#2 AW: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von DermitderMeise » 2. Februar 2014, 23:26

Hallo Colophonius!
Eine für uns interessante Größe wäre die des Beckens. :)
40 W können für ein kleines Formikarium schon ziemlich viel sein, zumal die meisten Messorarten sich lieber zwischen ~ 25 und 30 °C aufhalten. Sicher sagen kann man es dir wg. diverser Variablen leider nicht, letztendlich wirst du herumprobieren müssen; günstiger auf Dauer wäre aber eine Infrarot-Heizungslösung, die tw. das Nest und tw. das Becken erwärmt; da reichen dann u. U. auch schon einstellige Wattzahlen, je nach Beckengröße u. -gestaltung.

PS: Die dort angegebene Lampenfassung E27 ist wenn ich mich nicht irre die für "normale" große Wohnraum-Leuchtmittel, du könntest also eine beliebige dieser Lampenfassungen verwenden, z. B. auch eine Stehlampe aus dem Möbelhaus.

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Colophonius
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#3 AW: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Colophonius » 4. Februar 2014, 10:40

DermitderMeise hat geschrieben:Hallo Colophonius!
Eine für uns interessante Größe wäre die des Beckens. :)
40 W können für ein kleines Formikarium schon ziemlich viel sein, zumal die meisten Messorarten sich lieber zwischen ~ 25 und 30 °C aufhalten. Sicher sagen kann man es dir wg. diverser Variablen leider nicht, letztendlich wirst du herumprobieren müssen; günstiger auf Dauer wäre aber eine Infrarot-Heizungslösung, die tw. das Nest und tw. das Becken erwärmt; da reichen dann u. U. auch schon einstellige Wattzahlen, je nach Beckengröße u. -gestaltung.

PS: Die dort angegebene Lampenfassung E27 ist wenn ich mich nicht irre die für "normale" große Wohnraum-Leuchtmittel, du könntest also eine beliebige dieser Lampenfassungen verwenden, z. B. auch eine Stehlampe aus dem Möbelhaus.


Hey

Das Formicarium ist etwa 25x15x15 cm groß. Was genau versteht man unter einer "Infrarot-Heizungslösung"? Ich würde ansich eine Lösung mit Licht bevorzugen, da ich gerade im Sommer oft die Rollläden runter habe und die Ameisen sonst doch recht wenig Licht abbekommen.

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#4 AW: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von DermitderMeise » 4. Februar 2014, 11:51

Ui,
Colophonius hat geschrieben:Das Formicarium ist etwa 25x15x15 cm groß.

das ist schon recht klein. :)

Was genau versteht man unter einer "Infrarot-Heizungslösung"?

Eine Infrarot-Heizmatte, von der Größe her würde ich da eine der kleinsten (bis 10 Watt) nehmen. Die kannst du so positionieren, dass die gewünschten Teile vom Becken/Nest beheizt werden. IR-Matten werden selbst nicht besonders warm, sondern erwärmen andere Oberflächen.

Ich würde ansich eine Lösung mit Licht bevorzugen, da ich gerade im Sommer oft die Rollläden runter habe und die Ameisen sonst doch recht wenig Licht abbekommen.

Dann kannst du dir zur Heizmatte noch eine Lichtquelle (Energiesparlampe, Leuchtstoffröhre oder LED um die 10 Watt) holen, bist strommäßig immer noch günstiger dabei und deutlich flexibler als mit einer Glühlampe bei der das meiste an Wärme ungenutzt verpufft. :)

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Colophonius
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#5 AW: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Colophonius » 4. Februar 2014, 12:07

Danke für die Erklärung :)
Dem Verständnis halber (sorry, bin da echt recht ahnungslos)
So eine Heizmatte kaufen und dann z.b. an die (äußere) Rückseite des Formicariums kleben und mit Zeitschaltuhr ausstatten, um Tag-Nacht-Rhythmus zu gewährleisten.
Machen die Lärm? Reicht die Größe (die nächst größere wäre vermutlich mit 13x28cm zu groß)?
Da die ja die Luft nicht erwärmt, sondern Objekte (die dann doch ansich auch an die Luft Wärme abgeben müssten), klappen da auch normale Thermometer?

Wie funktioniert die Erwärmung von externen Ytong-Nestern mit Heizmatten?


EDIT:
Welche Seite der Heizmatten ist überhaupt "selbstklebend"?

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Reber
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#6 AW: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Reber » 4. Februar 2014, 16:06

Colophonius hat geschrieben:
Wie funktioniert die Erwärmung von externen Ytong-Nestern mit Heizmatten?


Hallo Colophonius

Einfach eine kleine Matte unter einen Teil (!) des externen Ytongnestes legen.

Ich habe keine Erfahrung mit Infrarotheizmatten, dafür einige mit den herkömmlichen Gummimatten: Die finde ich ganz tauglich in der Haustierhaltung, weil man die Oberflächentemperatur genau messen kann und sie praktisch ewig halten, einfach zu reinigen und recht robust sind. Zudem gibt es wasserdichte Modelle, die direkt in Terrarien (oder eben unter dem Ytong) eingesetzt werden können, ohne dass man einen Elektrounfall riskiert.

Die Matten haben zwar den Nachteil, dass sie etwas mehr Energie brauchen. Andererseits kannst du sie mühelos umplatzieren, die Gummimatten lassen sich, wenn gewünscht auch mit etwas Silikon ankleben oder eben einklemmen (man muss nur darauf achten, dass auf einer Seite Luft dazu kommt).

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#7 AW: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von DermitderMeise » 4. Februar 2014, 20:44

Colophonius hat geschrieben:So eine Heizmatte kaufen

Jop, oder etwas größer dimensioniert, ~ 6 W dürfte auch gut passen; 3 W ist schon recht wenig. Empfehlung: Auch bei anderen Herstellern gucken (eBucht), ich habe für meine vor wenigen Jahren 10-15 € für ~ die doppelte Heizstärke auf ca. 20x20 cm bezahlt.

und dann z.b. an die (äußere) Rückseite des Formicariums kleben

KLEBEN würde ich so etwas NIE (genauso wie rote Folie), und zwar aus dem einfachen Grund dass man sich damit jegliche Flexibilität nimmt - man kann die Matte nicht mehr einfach umstellen, verschieben, Abstand schaffen... Ist somit reichlich sinnfrei.

und mit Zeitschaltuhr ausstatten, um Tag-Nacht-Rhythmus zu gewährleisten.

Ja.

Machen die Lärm?

Nein. (jedenfalls meine alle nicht, irgendjemand in letzter Zeit schrieb dass sein Modell pfeift; weiß aber nicht mehr ob das eine herkömmliche oder IR war)

Da die ja die Luft nicht erwärmt, sondern Objekte (die dann doch ansich auch an die Luft Wärme abgeben müssten), klappen da auch normale Thermometer?

Solange du an der richtigen Stelle misst - sicher! :) (Weswegen ich das viele Gemesse auch für +- unnötig halte; die Ameisen zeigen einem wo es ihnen gefällt, denn dort gehen sie hin!)

Wie funktioniert die Erwärmung von externen Ytong-Nestern mit Heizmatten?

Hm... ähm... genauso wie die von internen?
Noch etwas zur Funktionsweise: Die Dinger "leuchten" mit Infrarotstrahlen und wo die ankommen wird es warm, deswegen kannst du sie auch einfach teilweise vor die Beobachtungsscheibe vom Nest stellen (ausgehend von einem senkrechten Nestblock); unterlegen wie Reber es beschreibt funktioniert natürlich genauso (dann mit ein wenig Abstand wg. Wärmestau), man muss aber im Hinterkopf haben dass nur die nächste Oberfläche erwärmt wird, bei einem stehenden Nest wäre das also nicht sinnvoll. Je nach Abstand kann man so auch die Effektivität regeln.

edit: Soll ich's doch eher in ein eigenes Thema verschieben? ;)

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Colophonius
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#8 AW: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Colophonius » 4. Februar 2014, 22:08

Danke für die lange Antwort. Ein eigenes Thema wäre vielleicht doch nicht verkehrt, es sind noch ein paar Fragen offen.

(Weswegen ich das viele Gemesse auch für +- unnötig halte; die Ameisen zeigen einem wo es ihnen gefällt, denn dort gehen sie hin!)


Habe aber Angst sie zu "grillen" ;)

Noch etwas zur Funktionsweise: Die Dinger "leuchten" mit Infrarotstrahlen und wo die ankommen wird es warm, deswegen kannst du sie auch einfach teilweise vor die Beobachtungsscheibe vom Nest stellen (ausgehend von einem senkrechten Nestblock); unterlegen wie Reber es beschreibt funktioniert natürlich genauso (dann mit ein wenig Abstand wg. Wärmestau), man muss aber im Hinterkopf haben dass nur die nächste Oberfläche erwärmt wird, bei einem stehenden Nest wäre das also nicht sinnvoll. Je nach Abstand kann man so auch die Effektivität regeln.


Ich wollte ansich ein stehendes Nest. Die finde ich sehr viel schicker und - stelle ich mir so vor - auch einfacher in der Bewässerung.

Wäre da nicht eine "einfache" Wärmematte besser?

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