Der "Was läuft bei Hummingbird falsch?"-Thread

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Hummingbird
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#1 Der "Was läuft bei Hummingbird falsch?"-Thread

Beitrag von Hummingbird » 15. Dezember 2016, 01:01

Hallo ihr Lieben.

Mit Bedauern muss ich euch mitteilen, dass auch die 3 Gynen (2 Myrmica rubra, 1 Lasius niger) die ich dieses Jahr gefangen habe gestorben sind. Ist schon eine Weile her, ich hatte nur bisher noch nicht die Zeit und Muse einen Thread dafür aufzumachen. Alle 3 Gynen sind mit einem weißen Schimmelpilz überzogen gewesen als ich irgendwann hereinschaute (hatte sie 1-2 Wochen komplett in Ruhe gelassen, bei der Lasius niger Gyne sogar Alufolie ums RG). Das ist letztes Jahr auch bei einer Gyne passiert. Die RGs die ich benutze koche ich vorher immer ab, weswegen es mich ein wenig wundert. Vielleicht kamen beim Fangen Sporen mit ins RG?

Jedenfalls habe ich eben beschlossen Ameisen nurnoch auf Fotos zu fangen und es ansonsten bleiben zu lassen. Ich liebe Tiere und möchte nicht, dass sie meinetwegen sterben müssen, aus welchen Gründen auch immer. Ich würde höchstens noch einen Versuch wagen, wenn ich dem Grund für die bisherigen Fehlversuche auf den Zahn fühlen könnte. Nicht nur deswegen hier der Thread, von dem ich mir erhoffe, dass er Licht in die Sache bringen kann.

Das Problem, kurz und prägnant: Alle Gynen die ich fange sterben bevor es Brut gibt bzw. legen Eier, welche irgendwann dann wieder weg sind und sterben anschließend. Auch bei eine Lasius niger Kolonie, die ich adoptierte hatte ich das Gefühl, dass es nicht mehr wurden und irgendwann war die Königin tot. (Nur einmal hatte es bei einer Lasius flavus Gyne geklappt, die bis zu 30 Arbeiterinnen hatte, leider nach einem Unfall dann nurnoch 2 und den zu warmen Winter hatte sie dann nicht überlebt, die 2 Arbeiterinnen waren seltsamerweise weg) Egal ob Formica cinerea, Lasius niger oder Myrmica rubra. In allen Fällen das Gleiche. In den letzten auch immer mit dem Schimmel (bei der letztes Jahr war auch schon zwischenzeitlich etwas Schimmel an ein paar Sandkörnern die beim Fangen mit ins RG kamen und an den Eiern/Larven(?) ). In der Gegend wo ich wohne sind einige Felder, jedoch wüsste ich nicht dass dort irgendetwas gesprüht wird. Die Watte in meinen RGs ist Aquarienwatte und ich nehme Leitungswasser (in Fürth wurden vor ca. 2 Jahren hohe Kontrastmittelwerte im Leitungswasser gefunden, aber da zB. bei der adoptierten Lasius niger Kolonie auch nur die Gyne starb und sich die Arbeiterinnen nach wie vor bester Gesundheit zu erfreuen scheinen vermute ich mal, dass es nicht unbedingt daran liegt, ebenso beim Futter: Honig-Zuckerlösung und gefriergetrocknete Gammarus <- davon hatten die gefangenen Gynen die verstorben sind ja auch nie was).

Sorry für die lange Einleitung, das wäre soweit alles von meiner Seite. Fragt mich was ihr wissen wollt, ich werde jede Frage ehrlich beantworten.
Ich hoffe ihr könnt mir da irgendwie helfen.

Alles Liebe euch.
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#2 Re: Der "Was läuft bei Hummingbird falsch?"-Thread

Beitrag von blackbird1 » 15. Dezember 2016, 08:07

Eine Möglichkeit währe falls du wieder eine fängst, Mineralwasser zu nehmen, sollte das Wasser irgendwie ein Problem sein.
Eventuell auch die Watte wechseln man weis ja nie.
Und vielleicht auch anderen Bodengrund solltest da immer das selbe verwenden.

Also in Kurz, alles ändern, wenn man nicht sagen kann was es ist :)

Und falls du an dem Ort wo du sie hast Schimmel Probleme hast, ein Hygrometer ins Formicarium und niemals über 70% kommen lassen.
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#3 Re: Der "Was läuft bei Hummingbird falsch?"-Thread

Beitrag von trailandstreet » 15. Dezember 2016, 09:35

Das hab ich mich auch schon lange gefragt, warum es gerade bei Dr nicht hinhaut. Du kümmerst Dich ja doch sehr aufopfernd um Deine Pfleglinge.
Einerseits kann man ja nur Vermutungen anstellen, andererseits sollte man vielleicht wirklich mal einiges am Equipement austauschen.

Dem Schimmel würde ich jetzt keine so große Bedeutung zumessen. Schimmelsporen gibt es überall und wenn etwas schon tot ist und aus organischen Stoffen besteht, dann verschimmelt es ach einfach recht schnell. Eine gesunde Ameise bringt Schimmel nicht um.

Ich weiß ja nicht, wie die Trinkwasserversorgung sonst so aussieht, Kontrastmittel ist ja eigentlich eher neutral, aber falls doch etwas "gefährliches" zugesetzt sein sollte, würde ich auch auf stilles Mineralwasser umsteigen. Das kann ja das billigste sein und man kann so eine Flasche ja auch geöffnet lange trotzdem weiterverwenden, weil das den Ameisen am wenigsten tut.

Die Aquarienwatte, die Du verwendest, ist wahrscheinlich Filterwatte, nehm ich an. Das ist normalerweise ein feines Kunststoffmaterial. Gut, das schimmelt nicht, aber ist doch auch für diese Zwecke relativ grob und vor allem auch reißfest. Eine Kapillarwirkung hat diese aber auch nicht.
Ich verwende ganz normale Kosmetikwatte, unbehandelt natürlich. Diese lässt sich eben sehr gut hierfür verwenden, saugt sich gut voll und bildet mit der Zeit so einen dauerfeuchten Pfropfen im RG. Dieser nimmt zwar mit der Zeit auch sämtliche Farben an, wird auch oft von den Ameisen angenagt usw, aber er ist auch dauernd relativ gleichmäßig feucht, solange noch etwas Wasser dahinter ist.

Mehr fällt mir dazu jetzt auch grad nicht ein, aber da wir ja oft über die Gründung gar nicht rausgekommen sind, kann es ja fast nicht mehr sein.

Ich hoffe ja, es wird doch noch mal was und drück Dir die Daumen.
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#4 Re: Der "Was läuft bei Hummingbird falsch?"-Thread

Beitrag von Hummingbird » 15. Dezember 2016, 11:51

Danke für die schnellen Antworten :)

Jau ich würde auch fast vermuten, dass es wenn dann die Watte ist. Weil ich nehme immer Leitungswasser und die Arbeiterinnen, wenn vorhanden sterben ja auch nicht weg. Bodengrund vom Formicarium bzw. das Formicarium an sich sind denke ich ok, also die Königinnen starben mir immer in RGs weg deswegen würde ichs zumindest nicht damit in Verbindung bringen. Meine Hauptsorge war eben auch immer, dass ich die Watte am Ende nicht tief genug im Wassertank (waren immer 2/3 angefeuchtet) hatte oder so etwas, dass die Gyne eben quasi verdurstet ist. Ich weiß nicht ob man das der Gyne ansähe, also "verschrumpelt" oder "vertrocknet" sah davon keine aus. Das mit der Kosmetikwatte wäre vielleicht eine Option. Wobei ich schon viel von Leuten las, die Aquarienfilterwatte benutzen und diese sogar empfehlen.

Alles Liebe :)

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#5 Re: Der "Was läuft bei Hummingbird falsch?"-Thread

Beitrag von blackbird1 » 15. Dezember 2016, 13:38

Die Watte kann beim ersten mal zusammenbauen ruhig richtig nass sein vorne.
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#6 Re: Der "Was läuft bei Hummingbird falsch?"-Thread

Beitrag von Hummingbird » 15. Dezember 2016, 15:15

Hmmm, das hatte ich aus Sorge vor Schimmel bisher vermieden. Wobei ich mich erinnere, bei der Gyne letztes Jahr (Lasius cf niger, wenn ich mich recht erinnere), bei der die schimmligen Sandkörner drin waren, dass die Schimmel an der Gaster hatte als sie noch gelebt hatte. Kurz darauf war sie dann aber tot. Ich hab halt die RGs immer 10-20 Minuten kopfüber stehen lassen um zu gucken, dass der Tank nicht ausläuft. Da das mit dem Setting aber tatsächlich auch nur einmal geklappt hat, wäre das wohl durchaus mal in Frage zu stellen.

Alles Liebe

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#7 Re: Der "Was läuft bei Hummingbird falsch?"-Thread

Beitrag von Kalinova » 15. Dezember 2016, 15:54

Also ich nehme Wattebällchen aus 100% reiner Baumwolle (irgend ne Hausmarke einer bekannten Supermarktkette), davon mache ich auch immer etwas in den Schnabel des Wasserspenders (damit keine Ameise eingesogen wird). Also nix besonderes oder teures, meine Ameisen nehmen ihr Wasser nur durch diese Watte auf und haben nach inzwischen fast 4 Monaten keinerlei Probleme.

Bei den RG's habe ich die Watte immer Komplett in den Wassertank getunkt, so dass auch etwas Wasser auf der anderen Seite ausgetreten ist. Dann umgedreht und das übrige Wasser ablaufen und trocknen lassen. Am besten fand ich den Tipp (irgendwo gelesen damals): die RG's so ein paar Stunden auf Küchenpapier stehen zu lassen. Als ich dies einmal nich tat, hatte das beinahe unschöne Folgen weil nachträglich noch Wasser ausgetreten ist, davon abgesehen hat sich dies auch bei der Gründung einer Lasius bewährt.

Ich drücke dir die Daumen, dass es mit deiner Haltung doch noch klappt. Vielleicht auch eine Überlegung die Gründungsphase zu überspringen und eine Kolonie anzuschaffen die aus dem Gröbsten raus ist.
Ich denke auch das der Schimmel nicht die Ursache ist sondern irgendetwas anderes.
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#8 Re: Der "Was läuft bei Hummingbird falsch?"-Thread

Beitrag von Unkerich » 15. Dezember 2016, 16:18

Hi,
Also ich denke auch nicht, dass das Problem der Schimmel war. Der war wohl eher die Folge. Wie schon gesagt wurde, befinden sich die Sporen fast überall, und beginnen dann nur bei guten Bedingungen auf toten organischen Substanzen zu wachsen. Ich glaube eigentlich nicht, dass der Schimmel auf einer noch lebenden Ameise los wuchert.
Ich verwende für meine Reagenzgläser immer Wattepads aus der Drogerie (100% Baumwolle) die ich zu einer Art Stopfen Falte, und schiebe sie auch bis ins Wasser hinein. Dann schütte ich das vorne wieder herausgekommene Wasser weg, und lass das RG ca. 24 Stunden verkehrt herum stehen. Hat bis jetzt immer geklappt ;)
Ich würde an deiner Stelle bei der nächsten Gründung auch einfach mal so viele Dinge wie irgend möglich verändern. Dann ist der eigentliche Fehler hoffentlich auch weg.

Viele Grüße und viel Glück ;)
Unkerich
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