Hallo zusammen,
Freitag haben sie mal wieder lebende Beute bekommen. Ich habe ihnen eine ganze Box mit 70 kleinen Grillen ins Becken gegeben. Die meisten waren nur ein wenig größer als die Schnappis und in meinen Augen die perfekte Beute.
In ihren Augen offensichtlich auch 
Ich konnte sie zum ersten Mal nicht nur beim Jagen, sondern auch beim erfolgreichen Jagen beobachten 
Es hat nicht mehr als 30 Minuten gedauert, bis sie gemerkt haben, dass sich etwas verändert hat. Und dann war ihr Jagdtrieb geweckt. Die ersten Versuche waren noch etwas ungestüm und erfolglos, aber dann hat es besser geklappt.
Sobald die Kiefer zugeschnappt sind, gab es kein Entkommen mehr. Sie lassen nicht mehr los und sobald sie die Chance dazu bekommen, setzen sie ihren Stachel ein. Dann mĂĽssen sie nur noch warten, bis die Beute sich nicht mehr wehrt und schleppen sie dann ein Stockwerk tiefer.
Manchmal haben sie dabei auch zu zweit zusammengearbeitet.
Innerhalb einer Stunde habe ich sie mindestens fünfmal Beute machen sehen. Die Grillen haben dann zwar irgendwann bemerkt, dass ihnen der Eierkarton keinen Schutz bietet und haben sich verteilt. Doch die Nacht muss ein Blutbad gebracht haben. Am nächsten Tag und nicht mal 12 Stunden später habe ich die letzte Grille gesehen. Falls noch welche leben, haben sie gelernt, sich gut zu verstecken. Ich fürchte nur, es gibt keine so guten Verstecke.
Sie haben 70 Grillen in einer Nacht gekillt. Wow! Ich habe sie zwar nicht gezählt und vielleicht waren es auch nur 50, aber sie haben damit bewiesen, dass sie sehr erfolgreiche Jäger sind. Sonst bekommen sie meist ausgewachsene Heimchen, die haben viel mehr Masse und dürften vier dieser kleinen Grillen entsprechen. Damit hätten sie tatsächlich nur ungefähr das Drei- bis Vierfache einer Tagesportion bekommen. Die letzten beiden Tage haben sie natürlich nichts bekommen.
Das sind richtige Killer und ich glaube, sie jagen auch, wenn sie eigentlich schon genug haben. Irgendwie bezweifle ich, dass sie wirklich alle gefressen haben. Aber wer weiß. Vielleicht unterschätze ich auch ihre Population und sie hatten mächtigen Hunger. Das bezweifle ich allerdings, da sie regelmäßig und sehr zur Freude der weißen Asseln angebotenes Futter liegen lassen.
GrĂĽĂźe vom Pinco
PS: Ich habe sie jetzt schon ziemlich lange, habe mich aber immr noch nicht getraut, sie mal auf die Hand zu nehmen oder meine Hand ins Becken zu halten. Ich musss endlich mal rausfinden, wie schmerzhaft ihr Biss und Stich sind.