Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Berichte, Erfahrungen in der Haltung exotischer Ameisen.
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Rapunzula

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#97 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von Rapunzula » 14. Juni 2026, 17:40

Hallo PincoPallino, wir hatten vor (ich glaube) zwei Jahren in unserer Küche Motten, die hatten wir uns wahrscheinlich mit Reis eingeschleppt und die Motten haben sich während unserer dreiwöchigen Urlaubszeit schön vermehren können!

Wir haben die dann mit Schlupfwespen beseitigen können, und das war da auch ganz komisch, man erhielt einfach mehrere Male kleine Kartonschachtel die aussahen wie eine Streichholzschachteln und die mussten wir an den Vermuteten Mottenherden hinstellen!
In den Schächtelchen hat man überhaupt nix gesehen, auch Schlupfwespen habe ich nie welche gesehen, aber es hat geholfen!
Ich denke mal, dass das mit deinen Raubmilben ähnlich sein wird, Du musst das ganze Blatt in Deine Quarantänestation stellen!

Gruss Rapunzula

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#98 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von PincoPallino » 14. Juni 2026, 18:44

Du musst das ganze Blatt in Deine Quarantänestation stellen!

ich versteh nicht, was du damit meinst. Die Milben waren in einem Substrat, das ich komplett verteilt habe.

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#99 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von Rapunzula » 14. Juni 2026, 21:10

Ich habe das so verstanden, dass die „Eier“ im Format-A4 Umschlag (oder eben Blatt) waren!

Gruss Rapunzula

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#100 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von PincoPallino » 14. Juni 2026, 22:02

ok, aber wie gesagt, ich habe den Umschlag komplett geleert. Danach habe ich ihn noch zwei Tage im Becken gelassen, damit alle rauskömmen, die noch drin waren. Ich habe ihn sogar noch ein wenig mit Wasser ausgespült. Mehr kann ich nicht tun.

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#101 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von PincoPallino » 17. Juni 2026, 23:52

Hallo zusammen,

der Milbenverkäufer hat bisher nicht geantwortet, aber er hat gehandelt. Heute kam ganz unerwartet noch einmal ein Umschlag mit 25.000 Raubmilben an. Der äußere Eindruck war erstmal wieder der selbe. Umschlag auf, reinschauen, das große Krabbeln erwarten und keins sehen. Der zweite Blick war dann aber doch wenigstens ein bisschen anders. Kurz danach war schon die erste auf dem Tisch zu sehen. In dem Umschlag war zumindest ein bisschen was los. Von 25.000 zwar keine Spur, aber die sind auch echt klein und im Substrat kaum zu erkennen. Die Quarantäne habe ich mit einem Löffel nachbefüllt und darauf krabbelten dann doch ein paar herum.

Diesmal werde ich mich also nicht beschweren. Beide Becken haben jetzt defintiv Raubmilben. Ob es wirklich so viele sind, kann ich nicht einschätzen, Ich hoffe nur, es reicht.

Die Prozedur war natüräich die selbe wie letzte Woche.

GrĂĽĂźe vom Pinco

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#102 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von Joachim » 18. Juni 2026, 11:42

25.000 klingt natürlich für den Verkauf nach einer tollen Zahl, es verkauft sich natürlich besser aber nachzählen kann ein Händler schlecht. Die frühen Stadien sind aber tatsächlich sehr klein und kaum mit dem Auge zu erkennen, ein Bruchteil eines Milimeters. Nur adulte Tiere sind ohne Binokular eindeutig zu sehen.

Die adulten Milben, die deine Ameisen befallen, könnte man theoretisch auch einzeln zählen, sie sind klar als Individuen erkennbar. 25.000 adulte Raubmilben waren da also nicht drin, ich denke aber, da ist eine große Dunkelziffer an frühen Stadien. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es etwas bringt.

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#103 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von PincoPallino » 23. Juni 2026, 21:58

Hallo zusammen,

ich musste jetzt schon mindestens eine Woche lang keine Neuzugänge in die Quarantäne einweisen. Alle Ameisen, die ich beobachte, sind milbenfrei oder nicht erkennbar befallen. Ich habe auch schon lange keine mehr gesehen, die sich ständigt "putzt". Aber ich sehe sie regelmäßig Leichen herumtragen, die ich nach Möglichkeit direkt entferne. Der Punkt ist nur, sie haben auch vorher schon ständig und ausgiebig Leichen herumgetragen. Ich schätze, dass sie das ähnlich wie meine Piraten tagelang tun. Bis die Asseln übernehmen...

Es ist also zumindest nicht erkennbar schlimmer geworden. Eigentlich sogar besser :)

Die Quarantäne-Station habe ich heute mehrfach genauer und wortwörtlich unter die Lupe genommen. Dort dürften noch sechs oder sieben Arbeiterinnen leben. Verluste gab es leider auch schon. Da sie mittlerweile Substrat in die RG gegeben haben, fehlt mir der komplette Einblick. Ich konnte aber immer einige gleichzeitig beobachten. Vielleicht immer die selben, vielleicht hatte ich beim dritten Mal allse einmal gesehen.

Das Ergebnis ist aber sehr erfreulich. Drei von vier waren nicht mehr erkennbar von MIlben befallen. Eine hatte nur einzelne Exemplare am Hinterleib. Solche Horrorbilder wie bei der Entdeckung konnte ich nicht mehr machen. Zum GlĂĽck...

Warum auch immer, es scheint sich gut zu entwickeln. Ob es die Raubmilben waren oder ihre gegenseitigen Putzversuche. Der Befall lässt zumindest im sichtbaren Bereich deutlich nach. Wie es unter der Erde aussieht, vermag ich nicht mal zu schätzen. Ich glaube aber, dass es dort nicht viel anders aussehen wird. Das Verhalten der befallenen Ameisen, die ich bisher entnommen habe, spricht dagegen. In so einem Fall scheinen sie sich von der Kolonie entfernen zu wollen. Das können sie in meinem Setup natürlich nicht, so dass ich diese Funktion nach Möglichkeit übernehmen muss. Im Moment glaube ich, dass ich das nicht schlecht gemacht habe.

Ich erlaube mir ein bisschen Optimismus :)

GrĂĽĂźe vom Pinco




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#104 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von PincoPallino » 29. Juni 2026, 00:21

Hallo zusammen,

die Schnappis graben wieder. Und zwar kräftig und an einigen Stellen. Daher gibt es auch wieder eine Pflanze, die ich regelmäßig, also mindestens einmal täglich, von Erde befreien muss, damit sie nicht einfach zu einem Haufen Erde wird.

vorher
vorher
IMG_20260628_174506.jpg
und nachher
und nachher
IMG_20260628_175623.jpg

Heute Abend, ca. sechs Stunden später, sind schon wieder ein paar Blätter bedeckt. Auch am Baumstumpf wird der Hügel immer höher. Da sind aber glücklicherweise keine Pflanzen betroffen.

Am meisten nerven mich aber gerade die Fruchtfliegen, die ich einfach nicht loswerde. Heute Nachmittag habe ich alle weggesaugt, die ich sehen konnte. Bis der Akku leer war. Heute Abend sitzen da wieder mehrere Dutzend. Da hilft wohl nur ausgiebiges und wiederholtes Saugen. Letztes Jahr hatte ich diese Plage auch mehrere Monate, aber seit Februar war es vorbei. Bis letzte Woche. Seitdem ist es wieder schlimm. Aber besser Fruchtfliegen als Milben :)

GrĂĽĂźe vom Pinco

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