Cataglyphis cf. aenescens - Diskussion zum Haltungsbericht

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#9

Beitrag von Ant's Home » 26. Mai 2006, 16:03

Hi MainMan,

ich habe von deinem Problem mi den toten Arbeiterinnen gelesen und mich an diesen Thread aus dem ANTSTORE-Forum erinnert:

Jedenfalls schrieb er in einer Veröffentlichung, dass Cataglyphis-Arbeiterinnen nach der Zeit, die sie mit Brutpflege im Nest verbringen (Ă€hnlich wie die Stockbienen bei der Honigbiene), nur fĂŒr durchschnittlich 6 Tage „Außendienst“ verrichten, also hauptsĂ€chlich nach Futter suchen. Dann sind sie „verbraucht“ und sterben, so weit sie nicht Opfer von RĂ€ubern etc. geworden sind.

Cataglyphis-Arbeiterinnen verlassen also im Normalfall das Nest erst gegen Ende ihrer Lebensspanne, und ĂŒberleben dann nur noch fĂŒr relativ kurze Zeit.
Wenn bei einem solchen Volk im Laufe eines Tages insgesamt 10 Arbeiterinnen außerhalb des Nestes tĂ€tig sind, sind diese nach 6 Tagen tot (jĂŒngere rĂŒcken nach). Das heißt natĂŒrlich, dass die Kolonie in der Zeit und mit dem Futter, das diese Ameisen ins Nest gebracht haben, mindestens 10 neue Arbeiterinnen aufgezogen haben muss (besser ein paar mehr, weil die Kolonie ja wachsen und irgendwann Geschlechtstiere aufziehen soll).


Vielleicht hilft dir das weiter.

GrĂŒĂŸe Paul


Cogito ergo sum - René Descartes

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MainMan
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#10

Beitrag von MainMan » 28. Mai 2006, 02:01

Danke AntÂŽs Home,

frage nur ob sich das auf alle Cataglyphis spec. bezieht?

Den so einiges spricht zwar dafĂŒr das es daran liegen kann aber auch einiges dagegen!

Pro:

- Es wĂŒrde erklĂ€ren warum sie erst noch außerhalb des Nestes verharren bevor sie sterben
- Es wĂŒrde erklĂ€ren warum ich trotz gleich bleibenden Bedingungen auf einmal eine Sterberate von fast 3 Arbeiterinnen pro woche habe
- Es jetzt mehr tote Tiere gab, weil auch mehr Ameisen vorhanden sind

Kontra:

- Die Entwicklung ist nicht wirklich so extrem das sich das auf dauer aufhebt geschweige den die Kolonie wÀchst
- Es mĂŒĂŸten dann ja schon frĂŒher mehr tote Arbeiterinnen vorhanden gewesen sein
- Es waren auch Tiere dabei deren sozial Magen noch sehr stark gefĂŒllt war


Also ich kann mir nur vorstellen das es vllt eine art schwĂ€chere Form der oben genannten Theorie ist. Es kann sein das die Arbeiterinnen bei mir vllt erst nach 10 -14 Tagen sterben (wĂŒrde dann fast passen) oder es ist was im argen was ich zur Zeit noch nicht sehen kann!
Ich kann natĂŒrlich nix 100% ausschließen aber Schimmel und Milben sind unwahrscheilich, austrocknung wohl auch da ich zwar keine nassen stellen im Ytong habe ich habe an 2 stellen frisches Wasser anbiete!

Das wird wohl erstmal ein RĂ€tzel bleiben ich hoffe nur das ich einigermaßen gut ĂŒber den Sommer komme! Ich rechne mit dann ca. 40 - 50 toten Ameisen wenn das in diesem Tempo weiter geht! bei ca 150 -200 neuen Tieren wĂ€hre das zwar noch OK aber irgendwie auch ein bissel wenig!

Ich Danke euch erstmal fĂŒr eure Hilfe!!

MfG MainMan



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MainMan
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#11

Beitrag von MainMan » 12. Juni 2006, 23:09

Ich glaube die neuen Fotos mit der alten Kamera sind etwas besser, was meint ihr dazu?

Ich hoffe einer kann mir sagen woher die unterschiedliche FĂ€rbung bei den Larven kommt!


MfG MainMan



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Darius
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#12

Beitrag von Darius » 13. Juni 2006, 08:50

Also ich finde die neuen Fotos wesentlich besser, als die alten.
Was die Larven betrifft könnte das vielleicht etwas mit der Art des Futters zu tun haben, das sie zu sich genommen haben und je nach Futterart ist ihr Darm eben unterschiedlich gefĂ€rbt. Möglicherweise hĂ€ngt das aber auch mit dem Alter bzw. der Entwicklungsstufe der Larven zusammen. So viel ich weiß haben alle Larven bis zur vollstĂ€ndigen entwicklung einen Teil, in dem der Kot gelagert wird. Bei Ă€lteren Larven ist also mehr Kot vorhanden, wodurch er natĂŒrlich auch besser erkennbar ist und scheinbar eine andere Farbe hat. ?: Das ist jetzt aber nur eine Theorie von mir.

GrĂŒsse, Darius



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MainMan
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#13

Beitrag von MainMan » 13. Juni 2006, 20:58

Hallo Darius!

Auch wenn es nur eine vermutung ist hört sie sich doch sehr plausibel an! Den du hast recht es sind immer nur die jungen Larven braun gefÀrbt!

Ja das mit den bildern ist echt so ne sache da hat man ne Canon EOS 300D und die alte Konica Minolta Z2 macht bessere aufnahmen, aber das liegt wohl am Canon Objektiv!



Danke fĂŒr deine Antwort

Gruß MainMan



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#14

Beitrag von Stefan » 15. Juni 2006, 20:55

Hallo MainMan,
na deinen kleinen geht es ja prima. Sind echt wunderschöne Cataglyphis.

Du musst dich aber nicht wundern, wenn ab und an mal ein paar Arbeiter sterben. Durch die lebhaftigkeit der kleinen werden sie auch nicht besonders alt. Das heißt, wenn du die Kolonie aus der Natur hast, sind sehr viele alte Burschen noch unter den Neuen. Allte Arbeiterinnen sterben, neue kommen hinzu.
Je grĂ¶ĂŸer deine Kolonie wird, je mehr Leichen wirst du auch tagtĂ€glich finden.

Ich hatte damals eine große Cata-Kolonie mit einigen tausend Tieren. Da gab es jeden Tag sogar mehrere tote.
Cataglyphis leben meist nicht so lange, 1-2 Jahre die Arbeiterinnen, im Gegensatz z.B. zu vielen Camponotus Arten, die sogar 5 Jahre lang leben können.

Dein Becken haste fein eingerichtet. Was mir nicht gefÀllt ist dieses unschöne Talkum oder was das ist am oberen Rand. Mach doch den KÀse ab, die Catas können doch das Glas sowieso nicht besteigen bzw versuchen es nicht.



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MainMan
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#15

Beitrag von MainMan » 15. Juni 2006, 22:57

Hallo Stefan!

Schön von dir zu hören!

Das Becken was du meinst ist das Große das bekommen sie wohl erst nĂ€chstes Jahr sie sind zur Zeit in einem Etwas kleinerem Becken, wenn ich es morgen sauber gemacht habe mach ich davon mal ein Bild!
Leider muss ich fast jeden 3. Tag ein "flĂŒchtling" fangen weil sie doch nicht so schlechte kletterer sind wie man denkt ;) obwohl ich vermute sie kommen irgendwie anders raus ?: aber ich habe kein Plan wo!
Bei dem großen Becken haben sie es nur ein paar mal versucht und dann nicht wieder dort werde ich das Talkum auch wieder ab machen ;)

Ja so langsam komm ich damit klar das hin und wieder mal eine tote Arbeiterin im becken liegt.

Mal ne frage zur spec, wer könnte mir diese Cataglyphis bestimmen?


Schönen Gruß aus Verden!



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Darius
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#16

Beitrag von Darius » 16. Juni 2006, 10:05

Nicht einheimische Ameisen genau zu bestimmen ist meist sogar fĂŒr Profis auf diesem Gebiet sehr schwer. Entweder du googelst mal und gugckst, ob du dort Informationen findest oder du fragst einen Spezialisten wie zum Beispiel Herrn Buschinger, ob er die Art fĂŒr dich bestimmen kann.

Gruß, Darius



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