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Camponotus ligniperda Gyne 10 Jahre alt

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#1 Camponotus ligniperda Gyne 10 Jahre alt

Beitrag von Eskapist » 17. März 2024, 11:47

Frühjahr 2014 Eiablage
Frühjahr 2015 überwinterte Larve wird aufgezogen
Frühjahr 2016 überwinterte Jungfer schwärmt und gründet Kolo
Frühjahr 2017 überwintertet Jungkolonie mit 7 Pygmäen

Frühjahr 2017 also erwarb ich diese kleine Kolonie von "Ants Kalytta".

Jetzt, im Frühjahr 2024, die Gyne ist inzwischen 10 Jahre alt, werden das erste mal Geschlechtstiere aufgezogen.
Die hierzu auserkorenen Larven gingen letzten Herbst (in der Größe verpuppungsreifer Kleinstarbeiterinnen) in den Winter.

IMG_20240317_102052291_MFNR.jpg
Die Anlage steht ganzjährig im unbeheizten Keller.
Das Nest besteht aus 9 übereinanderliegenden Kammern, die jeweils 18 mm hoch sind.
Die Fläche der Kammern insgesamt beträgt 3000 Quadratzentimeter.
Das Nest ist aus Beton.
Der obere Glaskasten ist 60x30x30 cm groß,
der Laufweg in die untere Arena 2 Meter lang,
die untere Arena hat 30x20x20 cm.
IMG_20240317_102036133_MFNR.jpg
IMG_20240317_102111438_MFNR.jpg
Die Gyne macht einen lebhaften Eindruck, ist schon wieder in Eiablage gegangen und genießt zur zeit die Wärme der Heizfolie.
IMG_20240317_102001888_MFNR.jpg
Größenvergleich überwinterte Arbeiterinnenlarven und Königinnenlarven...
IMG_20240317_101923103_MFNR.jpg
Viele Geschlechtstiere sind es nicht, die da aufgezogen werden, vielleicht 50 oder 100, aber immerhin!
IMG_20240317_101944518_MFNR.jpg
(=99
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#2 Camponotus ligniperda Gyne 10 Jahre alt

Beitrag von Erne » 22. März 2024, 20:23

Ist es erkennbar ob Männchen oder Jungköniginnen aufgezogen werden?

Grüße Wolfgang



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#3 Camponotus ligniperda Gyne 10 Jahre alt

Beitrag von Eskapist » 5. April 2025, 18:18

War nix mit Geschlechtstieren: aus den überwinterten, großen Larven wurden wieder nur Arbeiterinnen gezogen.

Auch diesen Winter hat das Volk aufs neue "große" Larven überwintert, die jetzt weiter gepflegt werden. Ich hoffe das geben diesmal Geschlechtstiere...

Vielleicht ist die Überwinterungstemperatur im (unbeheizten) Keller doch etwas zu hoch und triggert so diese außergewöhnliche (?) Größe der Maden...

Oder/und die Temperatur, bei der ich das Nest halte im Frühjahr, ist zu niedrig, als dass daraus Geschlechtstiere sich entwickeln könnten....

Was weiß ich.



Berichtenswert ist zumindest:

Nachdem die Heizmatten nun seit 21. März wieder ca. 11 Stunden am Tag laufen, ist das Volk aktiv und mit Fressen und Brutpflege beschäftigt.

Heute endlich die ersten Eier entdeckt.

Die alte Mutter scheint also immer noch "fit" zu sein!

=)*202
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#4 Camponotus ligniperda Gyne 10 Jahre alt

Beitrag von Eskapist » 30. März 2026, 11:14

Die Königin lebt noch immer.
=)*202

Das Volk überwintert nun regelmäßig mit einigen großen Larven neben den üblichen vielen kleinen, wohl auch wegen der "warmen" Überwinterung im Keller...
Letzte Saison sind aus solchen großen überwinterten Larven männliche Geschlechtstiere aufgezogen worden.
Die wurden aber, zuerst die Flügel, häppchenweise aufgefressen, kein einziges wurde mit über den Winter genommen.

Mal sehen, wie es dieses Jahr läuft.
Ich überlege, die Heizmatten länger laufen zu lassen, bestimmt förderte mehr Wärme eine erfolgreichere Aufzucht von Geschlechtstieren.

Auf der anderen Seite ist es auch gut genau so wie es ist:

Schwärmen (raus in die sonnendurchfluteten Lüfte über das geöffnete Kellerfenster) dürften die sowieso nicht bei mir, ist mir definitiv zu gefährlich, wurde doch Fichtenholz in Zimmerdecken und Dachbalken verbaut...
Und darüber hinaus scheint das Volk sich auf die vorgegebenen Haltungsbedingungen auch leidlich gut eingestellt zu haben, die Volksstärke übersteigt ein bestimmtes Kontingent nie:
Somit werde ich auch nicht genötigt ein neues, größeres Nest bereitzustellen.
:idea:

Sind wohl so regelmäßig um die 5000 Arbeiterinnen, die über den Winter gehen.
Angabe ohne Garantie...

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#5 Camponotus ligniperda Gyne 10 Jahre alt

Beitrag von Barristan » 30. März 2026, 20:51

Beachtliches Alter. Nur dass sie noch keine Geschlechtstiere (bis auf Männchen hervorgebracht haben) wundert mich etwas. Wenn dann müssten die Jungköniginnen auch schon im Vorjahr vorhanden sein, die überwintern dann im Nest und schwärmen im nächsten Jahr. Aber die Art hat auch eine sehr langsame Entwicklungszeit, evtl. brauchen sie auch recht lange dafür?




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