Haltungsphase im FrĂŒhsommer 2026
Guten Morgen, in einer Haltung von Ameisen wird es immer Hochpunkte und Tiefpunkte geben.
Wichtig ist die Beobachtung vom jeweiligen AufwÀrts- oder AbwÀrtstrend einer Entwicklung von einer bestimmten Ameisenkolonie.
Eine ansteigende Temperaturkurve im FrĂŒhsommer kann schnell fĂŒr die Kolonie oder/und dem Pilz zum VerhĂ€ngnis werden.
Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle.
Im FrĂŒhling und SpĂ€tfrĂŒhling kommt in aller Regel die Sonne noch nicht so intensiv durch. Und wenn, dann meist nur fĂŒr wenige
intensivere Stunden. WÀhrend europÀische Ameisen langsam aber sicher einen AufwÀrtstrend aufweisen,
kann es immer wieder schnell zu Komplikationen mit Atta und Acromyrmex fĂŒhren.
Was fĂŒr die einen Ameisen gut und "normal" ist, ist fĂŒr den Fungus von Attini nicht immer optimal.
Im FrĂŒhjahr wird natĂŒrlich in aller Regel mit mindestens einer Heizmatte oder einem Heizkabel die jeweilige Anlage -zusĂ€tzlich- erwĂ€rmt.
Ab 28 Grad Celsius (auch im Versand) geht in aller Regel der Fungus von Attini kaputt - es trocknet aus
oder mit Feuchtigkeit wird dieser gar matschig. Scheinbar fĂŒhrt auch der CO2 Gehalt und/oder fehlende Luftlöcher zu einem schnellen Absterben
des Pilzes und auch der Arbeiterinnen/Königin.
In der freien Natur werden aufwendig angelegte ZirkulationsschÀchte (GÀnge/Kammern) angelegt, die den Pilz optimal klimatisieren sollen.
Mit Klimatisierung ist gemeint, dass -vereinfacht gesagt- verbrauchte Luft aus dem Nest ausgeleitet wird und frische Zuluft hinzugefĂŒhrt wird.
In der Haltung stellt es sich nicht immer ganz so einfach dar. Es kann immer wieder zu Komplikationen kommen. Hier dienen beispielsweise
schwach laufende LĂŒfter eine bestimmte Rolle. Aber auch die Haube/Abdeckung ĂŒber einen Pilz sollte ein gewisses freies Volumen aufweisen
und auch mit Luftlöchern versehen werden.
Im FrĂŒhsommer oder generell gesagt in allen ĂbergĂ€ngen der Saison kommt es immer wieder zu Komplikationen wo
man als Halter bestimmte Anpassungen unternehmen muss. Ansonsten kann schnell der ganze Pilz kaputt gehen,
teilweise ĂŒber Nacht.
So Àhnlich sah es am 23.05.2026 bei mir aus. WÀhrend die Kolonie 2 und Kolonie 3 nicht betroffen waren (anderer Standort)
konnte ich heute bei Kolonie 1 den typischen Ăbergang von FrĂŒhling auf FrĂŒhsommer erkennen - es war mal wieder zu trocken.
Und eine zusÀtzliche Heizung ist bei einer Grundtemperatur von 23-24 Grad Celsius auch nicht mehr notwendig.
- eventuell zur Nacht, da zwischen 23 Uhr bis 6 Uhr geringe Temperaturen zu erwarten sind.
Hier ein aktueller Auszug vom Pilz: 23.05.2026
Hier lÀsst sich zwischen Bild 1 und Bild 2 optisch erkennen:
Minimale Unterschiede in der Struktur, keine Schneide-AktivitÀt.
Eine leicht, wie mit warmer Luft in Verbindung geratener Pilzabschluss / Pilzhaube
Das allein ist nicht schlimm - jedoch, wenn man diesen Zustand erkennt, hat man
im Schnitt zwischen 1 und 5 Tage Zeit diesen Umstand zu Àndern.
Je lĂ€nger man hier wartet, desto gefĂ€hrlicher wird es fĂŒr die Kolonie.
Meistens geht so eine Pilz-Trockenheit einher mit leichtem absterben von Arbeiterinnen.
Sollte also eine Unsicherheit bestehen, vielleicht erste Arbeiterinnen gekrĂŒmmt auf dem Boden verteilt liegen,
dann muss mit weniger WĂ€rme, mehr Feuchtigkeit und anderen Haltungsparametern gearbeitet werden.
In diesem Fall hier war es natĂŒrlich noch nicht der Fall. Wie geschrieben
wurde nun die Heizung ausgeschaltet, ggf. wird lediglich eine Heizmatte von zwei Einheiten aktiviert.
Das muss beobachtet werden und je nach Situation entsprechend geregelt werden.
Am Nachmittag sah der Pilz dann wieder "normal" aus.