Camponotus nicobarensis Haltungsbericht - 2. Versuch

Unterfamilie: Formicinae
Leander

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#9 Camponotus nicobarensis Haltungsbericht - 2. Versuch

Beitrag von Leander » 1. Juli 2022, 14:05

Herzlich willkommen zu einem weiteren Beitrag des (im Prinzip kann man es ja so sagen) preisgkrönten Haltungsberichts! Nein, aber Spaß bei Seite: Die Ernennung kam für mich schon sehr überraschend, dementsprechend freut es mich natürlich umso mehr :D

Damit aber wieder zum Alltagsgeschäft und hier muss ich die frohe Laune gleich einmal etwas trüben...Als ich gestern mal wieder einen Nesteinblick wagte, fiel mir auf, dass ich nur noch 7 Arbeiterinnen entdecken konnte. Ich habe 2 Tote gesehen, ich vermute aber, dass, wenn überhaupt davon nur 1 neu kürzlich gestorben war (Todesursache könnte hier mittlerweile schlichtweg Altersschwäche sein). Da stellt sich mir jetzt natürlich die Frage: Was ist mit den 1-2 Arbeiterinnen geschehen? Gestorben? Habe ich sie schlichtweg nicht entdecken können, oder sind sie vielleicht sogar ausgebüchst? Alles Fragen, auf die ich wahrscheinlich keine eindeutige Antwort erhalten kann...Zur Sicherheit habe ich jetzt allerdings nochmal das Paraffinöl verstärkt und werde nächste Woche dann mal beobachten, wie es sich mit der Arbeiterinnenzahl verhält, denn an einen Ausbruch glaube ich eigentlich nicht.
Ansonsten ist das eigentlich alles wie gehabt. Die Königin und die Arbeiterinnen umsorgen das kleine, aber gesunde Päckchen an Larven und Puppen und auch die Schokoschabe, sowie das Zuckerwasser (dieses Mal wieder mit Honig) wurden mit Freude angenommen, Temperatur liegt so zwischen 22-24 Grad. An sich alles okay, wäre da nicht dieses kleine Problemchen, aber ich bin sicher, dass sich das noch lösen wird!
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Soweit so gut...Nur was ist mit den Arbeiterinnen passiert?
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Fütterung (1)
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Fütterung(2)
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Leander

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#10 Camponotus nicobarensis Haltungsbericht - 2. Versuch

Beitrag von Leander » 12. Juli 2022, 15:35

Fütterung und Blick ins RG

Zuerst einmal als Erklärung, sollten sich einige gefragt haben, warum so lange (immerhin ca. 10 Tage) kein Beitrag mehr kam, das hängt damit zusammen, dass die letzte Fütterung (weil Volksfest) schon 6 Tage her war und ich dort nichts zu berichten hatte. Die reine Nahrungsaufnahme habe ich nicht mitbekommen, hätte euch nur sagen können, dass die Schabe weggetragen wurde. Das wäre so schon nicht sonderlich spannend und ohne Videomaterial noch weniger. Nun will ich euch aber nicht mehr länger auf die Folter spannen: Bei meinem heutigen Blick ins RG hatte ich natürlich viel befürchtet, vielleicht sogar weniger Arbeiterinnen als letztes Mal. Nun, das ist nicht eingetreten. Ich vermute, ein kleiner Schwung Arbeiterinnen wird neu geschlüpft sein, jedenfalls hatte ich 2-3 unausgefärbte Arbeiterinnen entdecken können, sodass wir einmal mehr bei 9 Arbeiterinnen stehen. Ein kleiner Haufen (allerdings meines Gefühls nach etwas größer als noch zu Beginn) gesunder Puppen und Larven ist natürlich ebenfalls vorhanden. Im Grunde also alles gut, vielleicht mit Ausnahme der Temperatur, die mit 20 Grad schon sehr stark an der Grenze kratzt, aber kein Drama, es wird ja wahrscheinlich in diesem Sommer auch nochmal wärmer und sonst gibt es ja Hilfsmittel (die werde ich im Winter/Herbst ja eh benötigen).
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Blick ins Reagenzglas
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Nahrungsaufnahme
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Na, was ist denn jetzt los?
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#11 Camponotus nicobarensis Haltungsbericht - 2. Versuch

Beitrag von Leander » 23. Juli 2022, 23:18

Einmal mehr grüßt die Ratlosigkeit

Aus der entspannten Fütterung wird dieses Mal wieder nichts. Beim Blick ins RG fiel mir nämlich auf, dass ich nur noch 8 Arbeiterinnen entdecken konnte (und, um es nicht zu negativ werden zu lassen, auch immernoch einen schönen keinen Haufen Puppen und Larven, aus welchen bald hoffentlich ca. 10 weitere Arbeiterinnen schlüpfen). Konsequenz daraus: Erneute Verstärkung des Paraffinöls, auch wenn ich eigentlich nicht glaube, dass die verminderte Anzahl an Ausbruchsversuchen liegt. Dafür passt das sonstige, ruhige Verhalten einfach nicht. Ich werde das jetzt weiterhin beobachten, aber ich glaube immer mehr, dass einfach die alten Arbeiterinnen eben langsam aber sicher alle sterben und jetzt von der neuen, jungen Generation ersetzt werden. Ob ich damit richtig liege und es für diese Entwicklung tatsächlich keine "schlimme" Ursachen gibt, wird aber einmal mehr nur die Zeit zeigen.
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Die Nahrung scheint zumindest nach wie vor zu schmecken.
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#12 Camponotus nicobarensis Haltungsbericht - 2. Versuch

Beitrag von Leander » 26. Juli 2022, 19:59

Entwarnung...Fragezeichen?

Zuerst tut´s mir fast schon ein bisschen leid...Ich würde euch auch gerne mit spannenderen Beiträgen unterhalten, aber aktuell ist das Hauptthema nunmal Fütterung und vor allem die (mehr oder minder) sinkende Anzahl an Arbeiterinnen. Beim heutigen Kontrollblick war ich allerdings mal wieder positiv. Es scheint keine weitere Arbeiterin "verloren" gegangen sein, im Gegenteil konnte ich sogar insgesamt 9 entdecken. Wir näher uns also einmal mehr der Zweistelligkeit! Die Fütterung war heute eher unspektakulät, in der Zeit, in der ich zugesehen habe, war nur eine Arbeiterin beim Futter, aber das ist ja auch okay
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Blick ins RG
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Alleine, aber zielstrebig^^
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Fütterung
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#13 Camponotus nicobarensis Haltungsbericht - 2. Versuch

Beitrag von Leander » 1. September 2022, 16:11

Es geht voran. Endlich!

Manchmal ist es eben doch am Besten, den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen. Nachdem ich heute, im Rahmen der Fütterung mal wieder ins RG geblickt habe, war ich tatsächlich glücklich. Zwischenzeitlich, als wir so bei 9 Arbeiterinnen stehen geblieben sind, hatte ich natürlich irgendwie die Angst, dass doch etwas in der Entwicklung irreparabel schiefgegangen ist, sodass die Kolonie eigentlich keine Zukunft mehr haben kann. Das wurde heute vollumfänglich widerlegt. Neben dem (ja quasi immer vorhandenen) kleinen Bruthaufen habe ich nämlich im RG mindestens 15 Arbeiterinnen entdecken können - und damit ungefähr genauso viele wie beim ursprünglichen Kauf vor fast 3 Jahren.
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#14 Camponotus nicobarensis Haltungsbericht - 2. Versuch

Beitrag von Leander » 5. Dezember 2022, 00:03

So, auch hier melde ich mich einmal mehr zurück. Die Energiekrise hat auch bei den Ameisen ihren Tribut gefordert. Mein Zimmer hatte über die letzte Zeit nie mehr als 15 Grad, was bei den Raptiformica sanguinea aufgrund der anstehenden Winterruhe vielleicht sogar ganz gut war, allerdings natürlich gerade für die Camponotus nicobarensis nicht wirklich hilfreich war. Das Problem ist nun aber behoben bzw. sollte es das sein, insofern wird es nun hoffentlich auch wieder aktiver. Ist ja klar, dass die Damen bei derartiger Kälte nicht wirklich enthusiastisch waren, irgendetwas zu tun. Um der alten Zeiten Willen, darf ich auch heute wieder ein paar Bilder der Fütterung präsentieren:
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#15 Camponotus nicobarensis Haltungsbericht - 2. Versuch

Beitrag von Erne » 5. Dezember 2022, 16:37

Camponotus nicobarensis zeitweise bei etwa 15°C zu halten, wird interessant sein wie sie sich jetzt bei höherer Temperatur verhalten.
Welche Temperatur haben sie jetzt?

Phasen wo sie deutlich weniger Nachwuchs aufgezogen haben, ja, richtige Ruhephasen habe ich bei meinen Camponotus nicobarensis Völkern nie beobachten können.
Daraus könnte abgeleitet werden, sie können durchgehend mit höheren Temperaturen gehalten werden.
Tiefere Temperaturen nicht gewöhnt sind und ob sie mit solchen Schaden nehmen.
Hast Du nachgeschaut ob noch was an Brut vorhanden ist?

Grüße Wolfgang
Ameisenwissen – Hilfe für Einsteiger =)*202

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#16 Camponotus nicobarensis Haltungsbericht - 2. Versuch

Beitrag von Leander » 5. Dezember 2022, 19:54

Abend,
ja, Brut ist nach wie vor vorhanden. Die Puppe sieht zwar ein bisschen mitgenommen aus, aber einige sehr gesunde Larven haben wir. Ist generell so, dass ich nur sehr selten Eier sehe, allerdings dadurch, dass ich eben Larven sehe und es ja auch mehr Arbeiterinnen werden, mache ich mir darüber keine Sorgen. Das Zimmer hat aktuell knapp 21°C, ich habe aber auch noch eine Heizmatte am Formicarium, sodass es jetzt passen sollte. In den 3 Jahren, die ich sie jetzt aber schon habe (die Geschichten kennt ihr ja) gab es aber auch lange Phasen von 15°C, von denen sie sich aber ja sehr gut erholt hatten. Dementsprechend ist es sicherlich nicht optimal und sollte vermieden werden, aber ich glaube nicht, dass sie davon jetzt großen Schaden nehmen werden

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