Camponotus compositor im 200l Becken

Unterfamilie: Formicinae
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Zitrus

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#25 Camponotus compositor im 200l Becken

Beitrag von Zitrus » 22. April 2021, 19:46

Die ersten Geschlechtstiere sind da

In den letzten Wochen beschlich mich so ein merkwürdiges Gefühl, dass ich bald die ersten Alate zu Gesicht bekomme, da unter den
Puppen einige ungewöhnlich geformte, fast schon kegelförmige dabei sind und als ich heute früh einen Blick ins Nest warf, bekam ich
tatsächlich die ersten männlichen Geschlechtstiere zu Gesicht. Die Kolonie ist nun kein reiner Frauenverein mehr. ;)

20210422_185326.jpg

Es sind bis jetzt nur etwa fünf Stück an der Zahl und ich hoffe, dass es sich in Grenzen hält, aber interessant finde ich es ohne Frage.
Bis die ersten Jungköniginnen auftauchen, dürfte wohl noch etwas Zeit vergehen. Es sind auch keine entsprechend großen Puppen dabei
und zumindest bei Arten dieser Gattung soll es ja üblich sein, dass die ersten Generationen von Geschlechtstieren größtenteils oder
gänzlich aus Männchen bestehen.

Drüben in der Farm steigt langsam aber sicher die Zahl der Larven und Puppen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass im Hauptnest
aus Platzmangel bereits Brut nahe des Eingangsbereiches gelagert wird, was bisher nie der Fall war.

P1000331.JPG
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#26 Camponotus compositor im 200l Becken

Beitrag von Zitrus » 28. April 2021, 23:50

Heute gab es ein Schaben-Buffet auf dem Sandstein.



Die sind vom letzten Sommer, scheinen aber noch zu schmecken. Langsam gehen sie mir aus und ich muss bald neue einfrieren. :?
Dummerweise habe ich bereits eine Bindung zu den Schaben aufgebaut. :lol:

Nachdem ich ein paar Wochen wieder auf Honig umgestiegen war, von welchem sie ja zuerst gar nicht genug bekamen, ist das gute alte
Zuckerwasser nun wieder ihr Favorit. Scheint fast, als wäre irgendwas im Honig gewesen, das ihnen fehlte und als sie davon genug hatten,
verloren sie das Interesse. Der restliche Honig ist dann eben für mich. :mrgreen:

P1000505.JPG
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#27 Camponotus compositor im 200l Becken

Beitrag von Zitrus » 4. Mai 2021, 23:58

8 Monate nach dem Umzug vom Reagenzglas ins Ytong-Nest habe ich mich endlich mal überwunden, die rote Folie zu entfernen.
Ich befürchtete ja, dass sie sich vielleicht nicht mehr wohl fühlen würden, aber da das Becken nicht gerade im hellsten Raum steht
und ich noch die Heizmatte davor habe, war es mir den Versuch wert.
Tatsächlich war ihre Reaktion auf das Entfernen der Folie ziemlich gleichgültig, fast schon ignorant. :lol: Helles Licht mögen sie
immer noch nicht im Nest, aber ich wollte mir unbedingt die Männchen mal genauer anschauen und ein paar Bilder schießen.

Die Männchen erscheinen mehr matt und grau, als die Arbeiterinnen und die Gyne. Ihr Körper ist fürs Fliegen wie geschaffen;
schlanker, stromlinienförmiger Gaster, kräftige Flugmuskulatur und eher klein bemessenes Cockpit. ;) Es gibt von denen inzwischen
so um die 20-30 Stück, vielleicht auch mehr.

P1000597.JPG

Königin Leila war ganz schön fleißig in letzter Zeit...

P1000601.JPG
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Emsige Brutpflegerinnen kümmern sich um die Larven.

P1000602.JPG

Die Männchen haben sich hier und da in kleinen Grüppchen unters Volk gemischt. Ich frage mich, ob und wann sie aus dem Nest kommen werden.
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