Nestübernahme einer P. rufescens Gyne

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Lifestyler94
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#9 Nestübernahme einer P. rufescens Gyne

Beitrag von Lifestyler94 » 23. Juli 2025, 00:41

Stimmt doch gar nicht - Der Nutzer hier hatte keine Vorstellung eines Preises.
Die Preise kann man über Antcheck oder entsprechende Seller-Gruppen jährlich neu einholen.
Bild_2025-07-23_004226700.png
(wer ist nicht dabei?)
Bild_2025-07-23_004319399.png
Ich biete als Interessent, den Preis, den ich als angemessen betrachte.

Meiner Einsicht nach, hat der Nutzer hier ein gutes Händchen für die Art -
Die Kolonie, welche inseriert worden war, hat sehr gut ausgesehen. Es wäre nur noch eine Zeitfrage der ersten Ei-Ablage gewesen.

Als Hinweis: P.rufescens läuft in der Regel direkt in den nächsten Waldameisenhaufen. Die Königinnen sterben in der Regel so oder so.
Der Nutzer "Boro" könnte hier vermutlich mit seinen Erfahrungen ganze Seiten füllen.

Und eins sei auch gesagt: Man stellt sich nicht freiwillig bei 38-40 Grad in die schwüle Hitze kurz vor Gewitter
um irgendwas für 100€ zu verramschen. Da steckt dann doch ein anderes Interesse hinter.



AfroIV
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#10 Nestübernahme einer P. rufescens Gyne

Beitrag von AfroIV » 23. Juli 2025, 21:42

Barristan: „Die einen töten Hunderte oder gar Tausende Kolonien für meist recht belanglose Forschung, um ihre Forscherkarriere zu fördern, die anderen verkaufen eben Ameisen.“
Vielen Dank mal wieder für Ihre treffende Beurteilung der Forscher-Gilde! Ohne die vielen Hundert Ameisenforscher seit – sagen wir – Linnés Zeiten vor ca. 250 Jahren wäre der Welt viel unnützes Wissen erspart geblieben. Und noch heute sind weltweit Hunderte von Ameisenforschern aktiv, treiben solche „meist recht belanglose“ Forschung und konkurrieren bedauerlicherweise mit den Ameisenhändlern um die Deutungshoheit, was Namen, Lebensweise, Eigenheiten und ökologische Bedeutung der Ameisen anbelangt.

Die wahren Erkenntnisse über Ameisen verdankt die Menschheit seit dem späten 20. Jh., seit Erfindung der Antfarms durch Uncle Milton’s Toys, und seit ca. 2000 durch Sammler, Händler und die minutiösen, bestens dokumentierten Erfahrungen und Beobachtungen der Ameisen durch die Ameisenhalter. Nicht umsonst wirbt die Branche mit der „education“, Lern- und Bildungsfunktion der Heimhaltung auch von Ameisen.
Da ich wohl zu der Gilde der Forscher zähle, fühle ich mich betroffen. Und bin schuldig am Verbrauch Tausender von Ameisenkolonien für meine Karriere. Das geschah im Zeitraum von ca. 1960 und bis gegen Ende meiner Berufstätigkeit, das immerhin bereits > 20 Jahre zurückliegt. In diesem Zeitraum gab es noch Insekten in Massen („windshield phenomenon“, um nur eine bekannte Info-Quelle zu nennen); Naturschutz steckte lange Zeit noch in den Kinderschuhen. Meines Wissens war meine Tätigkeit nicht gesetzlich verboten. Forschung an und über Insekten war sogar durch öffentliche Mittel (Universitäten und
z. B. DFG) gefördert, Grundlagenforschung ebenso wie angewandte (es gab und gibt schädliche und lästige Ameisen, sowie zahllose Arten, über die man wenig oder nichts wusste).

Sollte ich unwissentlich gegen irgendwelche gesetzlichen Vorgaben verstoßen haben, so tut mir das aufrichtig Leid. Sie, Herr „Barristan“, sind aufgrund Ihrer ja oft hervorgekehrten juristische Bildung gewiss in der Lage zu beurteilen, ob ich mit der Annahme einer Verjährung dieser Taten richtig liege. Im übrigen soll es ja vorkommen, dass sich ein Saulus zum Paulus wandelt. Daher:
Für die Gegenwart und nähere Zukunft ist zu fordern, dass nennenswerte Teile der Forschungsförderung für die Weiterentwicklung der Haltungsbedingungen für Ameisen und generell wild lebende Kleintiere, fortschrittliche Fang- und Transportverfahren, geeignete Ernährung und Unterbringung etc. aufgewendet werden.

Die rapide wachsende Zahl von antshops und antfans kann sich so zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickeln. Steuereinnahmen und Beitragsaufkommen für Kranken- und Pflegeversicherung etc. sind nicht zu vernachlässigen. Durch den Rückgang der natürlichen Fauna wird viel Forschungs-Personal in der Grundlagenforschung ohnehin überflüssig und kann für Ameisen- und Kleintierforschung zu Hobby-Zwecken umgeschult werden. An Universitäten und sonstigen Forschungsinstituten sind entsprechende Personalstellen dafür umzuwidmen. (Herr Trump hat wohl doch Recht mit den Einsparungen im Bildungssystem der USA!)

Noch ein „Barristan“-Zitat: „Wir leben übrigens im Kapitalismus, da bekommt man für alles Geld und mit was man Geld verdient, kann jeder selbst entscheiden.“ – Damit bin ich trotz meines offensichtlichen Sinneswandels nicht ganz einverstanden. Vor allem, wenn es für andere Mitmenschen und/oder für die Natur nachteilig ist; die Schätze der Natur sind doch unser aller „Eigentum“, das nicht nach Gutdünken privatisiert und verscherbelt werden sollte, oder?

MfG Afro – (pensionierter Ameisenforscher, der von seinem „erdienten Ruhegehalt“ lebt und hofft, dass dieses auch weiterhin aus dem Steuer-und Sozialversicherungs-Aufkommen der Spiel-und Spaß-Industrie anteilig mitfinanziert wird).



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Joachim

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#11 Nestübernahme einer P. rufescens Gyne

Beitrag von Joachim » 24. Juli 2025, 08:15

Afro hat sein Gehalt nicht für "Ameisen" bekommen, sondern für die Ausbildung vieler tausend Studenten und heutiger Biologen. Jemand, der nur für sich selbst und seinen eigenen Vorteil lebt, mag natürlich keinen Wert in der Wissenschaft und Lehre sehen. Das ist jedem selbst überlassen. Genau wie Menschen, die der Medizin misstrauen und ihre Kinder nicht impfen lassen. Karma ist am Ende immer die natürliche Auslese.
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#12 Nestübernahme einer P. rufescens Gyne

Beitrag von di4per » 24. Juli 2025, 09:59

Ja, kann man alles doof finden. Oder auch nicht. Genau wie das Video. Kann man es nicht dabei belassen?



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#13 Nestübernahme einer P. rufescens Gyne

Beitrag von Lifestyler94 » 24. Juli 2025, 11:21

Joachim ↑
24. Juli 2025, 08:15
Afro hat sein Gehalt nicht für "Ameisen" bekommen, sondern für die Ausbildung vieler tausend Studenten und heutiger Biologen. Jemand, der nur für sich selbst und seinen eigenen Vorteil lebt, mag natürlich keinen Wert in der Wissenschaft und Lehre sehen. Das ist jedem selbst überlassen. Genau wie Menschen, die der Medizin misstrauen und ihre Kinder nicht impfen lassen. Karma ist am Ende immer die natürliche Auslese.
Gut, ganz eigenes Thema und merkwürdige Einbringung als wäre die Impfung das göttliche Instrument der Medizin alles heilen zu können -Im Gegenteil:
Gibt auch viele Impfgeschädigte durch Mehrfachimpfung (3,4-fach) oder der Corona (Booster) Impfung. Anschließende Neurodermitis wird dann ggf ein Lebenlang mit Kortison behandelt.
Allein die Aussage von Karl Lauterbach "Hat keine Nebenwirkung" ist stark umstritten. Soviel zum dem Thema.
Leider findet politisch keine transparente Aufarbeitung statt - man muss die Mehrkosten nur als Einzahlender tragen. :?

Aber immerhin gilt: Das darf jeder für sich individuell entscheiden, ob er/sie sich impfen lassen möchte - oder eben nicht. Und das ist auch gut so.
Forscher-Gilde!
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#14 Nestübernahme einer P. rufescens Gyne

Beitrag von AfroIV » 24. Juli 2025, 12:14

Barristan ↑
24. Juli 2025, 08:45
Joachim ↑
24. Juli 2025, 08:15
Afro hat sein Gehalt nicht für "Ameisen" bekommen, sondern für die Ausbildung vieler tausend Studenten und heutiger Biologen. Jemand, der nur für sich selbst und seinen eigenen Vorteil lebt, mag natürlich keinen Wert in der Wissenschaft und Lehre sehen. Das ist jedem selbst überlassen. Genau wie Menschen, die der Medizin misstrauen und ihre Kinder nicht impfen lassen. Karma ist am Ende immer die natürliche Auslese.
Korrekt wäre, dass er einen Teil des Geldes für die Lehrtätigkeit bekommen hat, einen anderen Teil hat er für Forschung und einen geringen Teil für Verwaltungstätigkeiten bekommen. Wie viel Stunden genau er für die Lehre in der Woche aufbringen musste, kann nur AfroIV selbst beantworten. Es ist aber deutlich weniger als bei einem Lehrer.
Ergänzung: Laut https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrdeputat:
Ein planmäßiger Universitätsprofessor (W2 oder W3) hat in der Regel ein Lehrdeputat von 8 oder 9 SWS
Ein Lehrer in Hessen hat durchschnittlich etwa 28,5 Pflichtstunden in der Woche. Also hat ein Universitätsprofessor nicht mal ein Drittel der Semesterwochenstunden, die ein Lehrer Pflichtstunden in der Woche hat.
Um noch etwas zu klären, was in the humble opinion of „Barristan“ noch nicht geklärt ist:
In dem Lehrdeputat nicht enthalten ist die „Anleitung zu wiss. Arbeiten“ (so hieß das früher), das ist die Betreuung von Kandidaten bei Staatsexamens-, Diplom- und Doktorarbeiten.
Dazu ist es erforderlich, große Mengen an wiss. Literatur selbst zu lesen, durchzuarbeiten, für solche (zeitlich befristeten) Arbeiten geeignete Themen zu entwickeln, für die Bereitstellung von geeignetem Untersuchungsmaterial zu sorgen (lebende Versuchstiere, wo die Kandidaten Verhalten untersuchen möchten), Anträge und Berichte zu schreiben um Forschungsmittel zu bekommen, u.a. Stpendien oder Gehälter für die Doktoranden einzuwerben, sowie für notwendige Geräte. Schließlich bearbeitet man die Entwürfe für die einzureichende Arbeit (u.a. auch sprachlich, wo man leider oft auf Defizite stößt), weist auf Lücken in der Literatur-Aufarbeitung hin, korrigiert Denk- und Interpretationsfehler usw..
Offenbar meint der Kritiker, dass man seine 8-9 Stunden pro Woche im Hörsaal abreißt und sich dann einen schönen Lenz macht. - Aber letztlich geht die Gestaltung meiner beruflichen Tätigkeit den Herrn „Barristan“ einen feuchten Kehricht an.
Seine Lehrer waren wohl zu sehr überlastet um ihm auch nur die in Deutschland normale höfliche Form der Anrede beizubringen. Der im Internet übliche Brauch, alle zu duzen, kann auch zum Missbrauch geraten.

Zurück zum Thema: Das fragwürdige Video kann leider andere dazu verführen, Ähnliches mit derselben, oder anderen seltenen und bedrohten Arten zu versuchen. In Zeiten von Tik-Tok, X und anderen „sozialen“ Medien gerät leider vieles zum „challenge“: Wie kann man noch mehr klicks erzielen? – Für so etwas sollten lebende Tiere wirklich zu schade sein!

Für mich ist dieses Thema abgeschlossen, im Sinne von di4pr. - Es gibt Entwicklungen, die ich nicht mehr beeinflussen kann. Was den Umgang mit der Natur angeht, sind die jüngeren Generationen in der Pflicht.

Afro



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#15 Nestübernahme einer P. rufescens Gyne

Beitrag von AfroIV » 25. Juli 2025, 21:31

Zitat Barristan: „Ich kritisiere auch in keinster weise, dass Du während deiner Tätigkeits als Forscher sehr viele Ameisenkolonien getötet, oder wie Du so schön sagst "abgemetzelt" hast. Ich will nur hervorheben, dass auch Du sehr viel Geld auf indirekte Art und Weise mit dem Ausbeuten der Natur und dem Töten vieler Ameisenkolonien verdient hast.“

Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich als Forscher absolut nicht Ameisenvölker „abgemetzelt“ habe und das auch nirgends so formuliert habe.
In Post # 4 schrieb ich: „Es ist unsäglich, wie hier zwei Königinnen …. sich zum zweifelhaften "Vergnügen" eines Halters abmetzeln sollen.“

Die Unterstellung des „Abmetzelns“ von Versuchstieren, die dann auf alle Forscher zutreffen würde, die im Rahmen von Grundlagen- und angewandter Forschung (Schädlingsbekämpfung, medizinische Forschung zugunsten von Mensch und Tier, Genetik und Tierzucht, etc.) Tiere töten müssen, ist eine unsägliche Beleidigung eines ganzen Berufsstandes. Die korrekte Bezeichnung, die ich (in Post # 11) gebraucht habe, ist „Verbrauch“ von Ameisenkolonien.
Es ist bedauerlich, dass Herr „Barristan“ den Unterschied nicht zu kennen scheint, aber auch, dass ein Forum derartige Unterstellungen durchgehen lässt!.

Zitat Barristan:„Ich will nur hervorheben, dass auch Du sehr viel Geld auf indirekte Art und Weise mit dem Ausbeuten der Natur und dem Töten vieler Ameisenkolonien verdient hast.“ Ein Vorwurf, den Herr „Barristan“ hoffentlich nicht auf das Töten von Tieren durch Metzger, Tierzüchter (Selektion ungeeigneter Individuen) und Schädlingsbekämpfer sowie Landwirte (Pflanzenschutzmittel!) ausdehnen möchte. Sie alle müssen Tiere töten; keinem möchte man unterstellen, dass er das zum Vergnügen tut. Alle verdienen Geld mit ihrer Berufstätigkeit, was ihnen auch ein Herr „Barristan“ nicht vorzuhalten hat; seine diesbezüglichen, an Neid erinnernden Äußerungen kann er sich sparen.
Ameisenköniginnen und -völker zu Tausenden verenden bei Fang und Transport bzw. in der Haltung, sind jedenfalls ihrer Fortpflanzungsmöglichkeiten beraubt, werden verbraucht zum Vergnügen der Käufer. Wenn Herr „Barristan“ selbst mit seinem gescheiterten „Crazy Ants Shop“ anscheinend nicht genügend verdient hat, wird er das mir und Anderen schwerlich anlasten können.

MfG Afro



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#16 Nestübernahme einer P. rufescens Gyne

Beitrag von Joachim » 25. Juli 2025, 22:50

Barristan ↑
25. Juli 2025, 21:59
AfroIV ↑
25. Juli 2025, 21:31
Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich als Forscher absolut nicht Ameisenvölker „abgemetzelt“ habe und das auch nirgends so formuliert habe.
In Post # 4 schrieb ich: „Es ist unsäglich, wie hier zwei Königinnen …. sich zum zweifelhaften "Vergnügen" eines Halters abmetzeln sollen.“
Du verwendest solche provokanten Begriffe wie "abmetzeln" "abschlachten" immer nur bei Anderen das stimmt, dabei hast Du nichts anderes 1000 fach getan. Und genau deshalb verwende ich diesen Begriff bei Dir.

Oder wie starben denn die Kolonien genau? Friedlich an Altersschwäche oder qualvoll im Alkohol?

Bei Ureaplasma war es also völlig ok, dass Du von "abmetzeln" sprichst, bei Dir soll man das also nicht machen? Ok :?
Du machst dich hier vollkommen lächerlich. Hast selbst nicht das Geringste geleistet, versteckst dich hinter Anonymität, und meinst hier über andere urteilen und ihre Erfolge schlechtreden zu können.
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