Ectatomma opaciventre - Gründungsschwierigkeiten

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Paul4711
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#1 Ectatomma opaciventre - Gründungsschwierigkeiten

Beitrag von Paul4711 » 18. Juli 2026, 14:18

Hallo zusammen,

ich habe etwas Schwierigkeiten mit meiner gründenden Ectatomma opaciventre. Seit Februar verliert sie immer wieder Larven.

Die aktuellen Rahmenbedingungen sind wie folgt

  • horizontales/flaches Ytong Nest mit aufgelegte Scheibe von antstore(40x20x5 cm)
  • Arena (20x20x20 cm) fürn Anfang
  • der Großteil der Gänge ist verschlossen. Erstmal sind nur 4-5 Kammern offen
  • Ich habe eine zuverlässige Automatisierung der Heizung, wobei diese seit dem Sommer aus ist
  • ausreichend Wasser und Honigwasser
  • Drosophila und aufgeschnittene Heimchen gibt's im Wechsel. Alle 2-3 Tage gibt's frische. Ist alles vorher mindestens 24 h eingefroren
  • die Nestgänge wurden mit 1-2 cm Sand-Lehm-Mischung ausgelegt. Wobei dieser nach dem trocknen sehr hart wurde
  • Hygrometer direkt im Raum der Kammern

Die Königin hat die Larven in diversen Stadien verloren. Sowohl etwas jüngere, die vermeintlich gefressen wurden, als auch mal eine ältere Larve die schon eine Art Chitinpanzer hatte, also vermutlich kurz vor der Verpuppung stand.

Ich habe zwei Vermutungen, wieso die Königin bisher erfolglos ist. Die erste ist, dass die Sand-Lehm-Mischung viel zu hart für die Verpuppung ist. Daher habe ich jetzt Kokos Humus besorgt und lege diesen vors Nest. Ich kann die Königin ja schlecht rausnehmen. Meine zweite Vermutung, und die beschäftigt mich viel mehr, ist die korrekte Befruchtung. Ich habe in den Gängen ein Hygrometer eingebaut. Jedoch zeigt dieses durchgehend 100% an wenn ich den ytong etwas feuchter halte. Wenn ich den ytong trocknen lasse bis das Hygrometer 80% anzeigt, wirkt der ytong nicht richtig feucht. Grundsätzlich würde ich aber subjektiv sagen, dass die Königin aktiver ist, wenn der ytong deutlich feuchter ist. Auch wenn sich dadurch bei kühlerer Raumtemperatur Kondensat bildet. Die Larven sind jedoch sowohl in trockeneren Phasen, als auch in feuchteren Phasen gestorben. Daher bin ich inzwischen etwas ratlos.

Meine nächste Strategie ist Kokos-Humus vors Nest zu legen und den Ytong in eine Wanne zu stellen, sodass immer etwa 5 mm Wasser drin sind. Damit sollte die notwendige Feuchtigkeit für die Gründung da sein. Ich fürchte aber auch, dass das zu feucht wird.

Also, soll ich dem Hygrometer vertrauen? Ist Sand-Lehm-Mischung im Nest für die Art ungeeignet? Ytong in Wasser stellen?

Ich danke euch schonmal vielmals für eure Unterstützung!

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Insektenjack
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#2 Ectatomma opaciventre - Gründungsschwierigkeiten

Beitrag von Insektenjack » 18. Juli 2026, 14:59

Ferndiagnose ist immer schwierig.

Ich würde die Wärmematte unter dem Nest entfernen und diese eher oben auflegen und dann auch nur auf eine Seite, damit eine Thermoregulation möglich ist.

Auch scheint es als ob man das Nest mittig befeuchtet - heißt es gibt mit der Heizung drunter wahrscheinlich keinen Unterschied in den „Feuchtegraden“.

Dann kann es aber auch an Erschütterungen, Lichteinfall etc. liegen.

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Paul4711
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#3 Ectatomma opaciventre - Gründungsschwierigkeiten

Beitrag von Paul4711 » 18. Juli 2026, 17:41

Ja, das mit der Ferndiagnose dacht ich mir. Dennoch vielen Dank für deine Rückmeldung 😊

Ich werd die Wärmematte oben auf legen. Hab mir für den Herbst sowieso vorgenommen einen Heizdraht zu kaufen. Das Nest befeuchte ich in der Regel von unten. Der ytong saugt das in der Regel gut auf.

Für die Erschütterung ist die graue Schicht Akustikschaum unter dem Nest. Für den Lichteinfall die rote Folie.




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