Flugmuskulatur

PincoPallino

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#1 Flugmuskulatur

Beitrag von PincoPallino » 21. Juni 2022, 22:14

Hallo zusammen,

ich habe gerade in einem Beitrag geschrieben, dass Königinnen ihre Flugmuskulatur quasi an die erste Brut verfüttern. Aber was passiert dann?

Ich meine mit dem Körper der Königin. Wie wird die "Lücke" aufgefüllt? Da sie ein Außenskelett hat, kann sie ja nicht schmaler werden. Ist sie dann einfach "weniger dicht" und damit leichter? Oder wird der Freiraum von anderen Organen, die sich ausdehnen, gefüllt?

Grüße vom Pinco
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#2 Flugmuskulatur

Beitrag von Rapunzula » 21. Juni 2022, 22:44

Hallo PincoPallino, ich habe auch schon irgendwo mal gelesen, dass die Gyne ihre nicht mehr benötigte Flugmuskulatur ihren ersten Pygmäen verfüttert! Ich denke aber, dass das eher Bildlich gemeint ist, sie verfüttert die Flugmuskulatur ja nicht direkt, die Flugmuskulatur verkümmert nur und die darin enthaltene „Energie“ wird einfach auf irgendeine Art und Weise verfüttert.
Ich weiß wie Du es denkst, dann müsste die Mukulatur schrumpfen und dann müsste es freien „Platz“ geben. Da habe ich ehrlich gesagt auch kein Plan wie das vor sich geht!
Ich denke die Gyne selbst auch nicht, aber zum Glück weiß sie es selber nicht!

Gruss Rapunzula
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#3 Flugmuskulatur

Beitrag von TheDravn » 22. Juni 2022, 10:02

Insekten besitzen an sich keine "Organe" so wie wir es kennen, bis auf einen Darmtrackt ist der Rest eine "Masse". Lunge, Herz und co. wird man nicht finden, auch Muskeln gibt es nicht, da das alles mit Hydraulik funktioniert. Deshalb krümmt sich das Insekt bei einem Tod auch zusammen, der Druck fällt weg und alles zieht sich zusammen.

Wie und ob die Flugmuskulatur benutzt wird, weiß ich nicht, aber ich denke sie wird in eine Nahrungsmasse umgewandelt, da sie ja irgendwie durch den Sozialmagen wandern muss, um von der Gyne verfüttert werden zu können.
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#4 Flugmuskulatur

Beitrag von Blabbi » 22. Juni 2022, 10:40

https://www.ameisenhaltung.de/anatomie/

Dass es gar keine Organe gibt, kann man so nicht ganz stehen lassen, finde ich. Soweit ich weiß, ist das Herz eine Pumpe, die das Blut ohne Gefäße zirkulieren lässt, aber es gibt sehr wohl eines. Ganz abgesehen von den vielen Drüsen. Wie das mit der Flugmuskulatur genau funktioniert, würde mich auch interessieren, vielleicht hat ja jemand eine Antwort mit Quelle.

Nachtrag:

Hier eine Quelle: https://ameisenwiki.de/index.php/Flugmu ... gelmuskeln
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#5 Flugmuskulatur

Beitrag von TheDravn » 22. Juni 2022, 11:55

Ja hast Recht :D
War noch nicht ganz wach, natürlich sind Organe vorhanden, aber nicht so wie bei uns Menschen oder Säugetiere. Das mit dem Herz wusste ich tatsächlich nicht, das eins existiert, weil keine Gefäße gleich kein Herz :oops:
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#6 Flugmuskulatur

Beitrag von Arthur Dent » 22. Juni 2022, 12:02

TheDravn hat geschrieben:
22. Juni 2022, 10:02
Wie und ob die Flugmuskulatur benutzt wird, weiß ich nicht, aber ich denke sie wird in eine Nahrungsmasse umgewandelt, da sie ja irgendwie durch den Sozialmagen wandern muss, um von der Gyne verfüttert werden zu können.
Könnet es auch sein, dass die Flugmuskulatur verstoffwechselt wird und dann über die Eier an die Pygmäen abgegeben wird? War jetzt nur mal raten ins Blaue...
Stichwort trophische Eier.

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#7 Flugmuskulatur

Beitrag von Blabbi » 22. Juni 2022, 12:19

Merkur hat sich im Ameisenportal unserer Frage angenommen. Er verlinkt diese Quelle. Sehr interessant.

https://www.ameisenwiki.de/index.php/K% ... aler_Kropf
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#8 Flugmuskulatur

Beitrag von PincoPallino » 22. Juni 2022, 14:30

Danke an alle und vor allem für den letzten Link.

Ich fasse das mal kurz zusammen:
Wenn die Flugmuskulatur abgebaut und zunächst durch Fettzellen ersetzt wird, schwillt der thorakale Kropf allmählich an,... Ist der thorakale Fettkörper aufgebraucht, kann der thorakale Kropf den in dem starren Thoraxskelett frei werdenden Raum fast ganz ausfüllen. Bei einem unbegatteten Jungweibchen ist der Thorax fast ausgefüllt von den mächtigen Flugmuskel-Bündeln. Der Ösophagus (Speiseröhre) ist ein dünnes Rohr, desen gefaltete Innenwand allerdings bereits die Ausdehnungsfähigkeit erkennen lässt. Bei einer älteren, fertilen und gut genährten Königin der Pharaoameise nimmt der Oesophagus mit seiner Füllung den meisten Raum im Thorax ein.
Der frei werdende Raum wird also tatsächlich durch andere Körperteile aufgefüllt.

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