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Camponotus cruentatus sehr langsame Brutentwicklunt

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John123
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#1 Camponotus cruentatus sehr langsame Brutentwicklunt

Beitrag von John123 » 9. Mai 2024, 09:22

Ich habe am 19. April eine Kolonie Camponotus cruentatus bekommen. Bestellt waren 5-10 Arbeiterinnen mit Gyne, angekommen sind fĂŒnf mit so gut wie keiner Brut und von einer Arbeiterin lief sich eine gleich am ersten Tag tot, fing also schon gut an. Die restlichen drei Wochen hatte ich zum GlĂŒck keine weiteren TodesfĂ€lle und der Gyne scheint es gut zu gehen, aber es gibt kaum eine Brutentwicklung. Ich bin kein totaler AnfĂ€nger und habe drei Jahre lang Camponotus ligniperda gehalten und angefangen mit einer Gyne, einem kleinen Eierpaket und null Arbeiterinnen und diese auf 300 gebracht in drei Jahren.

Ich halte die Camponotus cruentatus genauso wie die Camponotus ligniperda nur halt mit etwas höherer Temperatur (Nachts 23, tagsĂŒber ca 25-26°C) Luftfeuchtigkeit 55-60%. Sind wie meine Camponotus ligniperda im ersten Jahr, in dem Reagenzglas in dem sie angekommen sind, abgedeckt liegend in einer 30x20 Arena. Wasser, Honigwasser haben sie jederzeit Zugang, jeden zweiten Tag eine Goldfliege als Protein fĂŒr die Brut. Haben auch schon kleine junge Grillen und ein kleines StĂŒck Mehlwurm angeboten bekommen.

Drei Wochen spĂ€ter bei tagsĂŒber konstant 25-26 Grad ist alles was an Brut da ist ein kleines Eierpaket. Meine grĂŒndende Camponotus ligniperda Gyne hatte nach drei Wochen schon fette Larven und nach vier Wochen die ersten Puppen und das war eine Claustrale GrĂŒndung bei 20-21 Grad.
Ich finde es einfach komisch dass Camponotus cruentatus langsamer in der Brutentwicklung scheint als Camponotus ligniperda bei höheren Temperaturen und reichlichem Angebot an Proteinen.

Was sagt ihr dazu? Grund zum Sorgen machen?
DateianhÀnge
So sind die angekommen. Scheint als klebe eine kleine Larve am Reagenzglas, ansonsten weder grĂ¶ĂŸere Larven noch Eier noch Puppen. Transport dauerte einen Tag, war also nicht lang.
So sind die angekommen. Scheint als klebe eine kleine Larve am Reagenzglas, ansonsten weder grĂ¶ĂŸere Larven noch Eier noch Puppen. Transport dauerte einen Tag, war also nicht lang.
Knapp 3 Wochen spÀter ist das alles was an Brut da ist, ein kleines Eierpaket
Knapp 3 Wochen spÀter ist das alles was an Brut da ist, ein kleines Eierpaket



pavcc
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#2 Camponotus cruentatus sehr langsame Brutentwicklunt

Beitrag von pavcc » 3. Juni 2024, 14:42

hallo,
bin zwar sicher kein Profi, aber das mit dem Eipaket sieht doch gut aus...kann ja sein, dass sie nach der Reise noch ein wenig Ruhe brauchen. Ich wĂŒrde es abwarten und mir keine Sorgen machen. Meine camponotus haben erst dieses Jahr 3 neue Arbeiter hervorgebrcacht



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Joschi

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#3 Camponotus cruentatus sehr langsame Brutentwicklunt

Beitrag von Joschi » 3. Juni 2024, 15:23

Königinnen sind leider nicht gleich fruchtbar, besonders in der GrĂŒndung gibt es da immer Abweichungen. Bei Ameisen von einem GroßhĂ€ndler wird auch mehrmals das GrĂŒndungsprogramm gestört, das die Ameisen durchlaufen. Die Kolonien werden in Massen gehalten, oft nicht ganz optimal und mit Störungen, dann folgt auch noch der stressige Versand.

Ameisen sind robuste Tiere und die GrĂŒndung geht oft trotzdem gut. Gerade Camponotus kann aber sehr empfindlich reagieren, was Störungen in der GrĂŒndungsphase angeht. Bei dieser Gattung hört man oft von Brutfraß in Stress-Situationen, und kleine Kolonien können mit Ausfall einer Brutphase reagieren oder sogar einer Monate dauernden Pause. Ich habe ein dutzend Königinnen verschiedener Camponotus Arten aus Afrika mitgebracht vor zwei Monaten. Die meisten haben nun 5-15 Arbeiterinnen und gesunde Brut, zwei Kolonien jedoch haben nach der Aufzucht der ersten Arbeiterinnen eine komplette Brutphase ĂŒbersprungen und haben erst jetzt wieder Eier, und eine Königin ist noch ganz ohne Arbeiterinnen.

Wenn sie wieder ein Eipaket haben, ist das erstmal gut. Zwei, drei Wochen darf es bis zu den ersten Larven auch manchmal dauern bei grĂ¶ĂŸeren Camponotus. Du musst jetzt Geduld aufbringen und der Kolonie Zeit lassen, wieder in ihren Rhythmus zu finden. Es wird sich sehr wahrscheinlich in den nĂ€chsten zwei, drei Monaten da nicht viel tun.
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