Liebe Alle
Ich habe mich, wie ich bereits in einem älteren Bericht erwähnt habe, dem Thema „Zeitverschiebung“ bei der Ameisenhaltung verschrieben.
Damit meine ich Folgendes:
Da wir auf der Nordhalbkugel leben, ist es im Sommer deutlich einfacher, an lebendes Futter zu kommen. Gleichzeitig benötigen die Ameisen in ihrer aktiven Phase besonders viele Proteine. Durch das Reiten und die Zeit im Stall finde ich im Sommer regelmässig geeignete Futterinsekten für meine Kolonie. Auch auf den Wiesen gibt es in dieser Jahreszeit viele Heuschrecken, und Fliegen verirren sich ebenfalls häufig in die Wohnung.
Zusätzlich lassen sich hohe Temperaturen im Sommer viel natürlicher erreichen. Umgekehrt sind kühle Nachttemperaturen im Winter einfacher zu simulieren, beispielsweise durch leicht geöffnete Fenster. Genau solche Temperaturschwankungen gehören in der Natur ebenfalls zum Jahresverlauf. Im Sommer wäre eine echte nächtliche Abkühlung dagegen nur mit künstlicher Kühlung möglich.
Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, die Jahreszeiten für meine Ameisen um sechs Monate zu verschieben.
Meine Camponotus fulvopilosus erleben somit während unseres europäischen Sommers ihre „Sommerphase“, obwohl in Südafrika aktuell eher Winter herrscht.
Im vergangenen November habe ich bewusst:
-die Proteinzufuhr stark reduziert,
-die Nachttemperaturen deutlich abgesenkt,
-und die Kolonie in eine Ruhephase geführt.
Die Folge war, dass die
Ab März begann ich dann langsam wieder:
-die Temperaturen zu erhöhen,
-mehr zu füttern,
-und längere Aktivitätsphasen zuzulassen.
Daraufhin begann die
Nun würde mich interessieren:
Bin ich der Einzige, der diesen Versuch mit verschobenen Jahreszeiten bei südhemisphärischen Arten ausprobiert hat, oder arbeiten auch andere Halter bewusst mit angepassten Jahreszyklen?
Mich würden eure Erfahrungen sehr interessieren.
Zeitenverschiebung
- Fulvo1964
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