Camponotus nicobarensis

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HeldvomKabafeld
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#1 Camponotus nicobarensis

Beitrag von HeldvomKabafeld » 20. Juli 2026, 22:44

Hallo zusammen,

Ich bin neu hier und wende mich in leichter Verzweiflung an euch.
Bestimmt wurde das Thema hier bereits behandelt jedoch konnte ich nicht wirklich hilfreiches für mich finden.

Ich besitze nun seit fast einem Jahr die Camponotus nicobarensis. Eine schöne und tolle Art.

Leider habe ich das Problem, dass Sie sich nicht oder nur sehr langsam entwickelt.

Mein Königin legt eine Hand voll Eier die sich aber Augenscheinlich nicht entwickeln.
Ich schwanke aktuell seit fast einem Jahr um die 20 Arbeiterinnen. Was laut Recherche nicht üblich ist.

Ich habe (ich denke wie viele Einsteiger) das Equipment von Antcube.

Ich habe eine Kleine Arena welches über ein Flexschlauch mit dem Kork Nest verbunden ist.

Die Arena wird nicht beheizt und hat in der regeln eine Temperatur von ca. 20° - 23°
Das Nest wird über ein Temperatur Regler auf ca. 26°-28° gehalten. Die Temperatur überprüfe ich Täglich mit einem Laser Thermometer.

Frisches Wasser steht Logischerweise täglich zur Verfügung.
Zusätzlich gibt es Honigtau für die Arbeiterinnen und für die Protein Zufuhr gibt es alle 2 - 3 Tage eine Abgekochte Stuben Fliege / Gold Fliege.

Auffällig ist das mein Volk sehr wählerisch ist was Futter angeht.
Agavendicksaft wird kaum beachtet.
Auch Schokoschaben oder Heimchen werden sowohl im ganzen als auch Zerteilt nicht beachtet.

Kurzgesagt zu futtern gibt es nur das Obengenannte..

Ich kann mir leider keinen Reim mehr aus der Situation machen warum die Entwicklung des Volkes quasi Stillsteht.
Ist das Volk zu früh aus dem Reagenzglas ausgezogen? (Dafür haben Sie sich selbst entschieden)

Gibt es ein Paar Tipps was ich noch Versuchen könnte?
Gerne auch was das Futter Thema angeht. Ich würde Ihnen gerne mehr Abwechslung bieten wollen...

Ich hoffe unter euch gibt es Mitglieder die mir aus meiner Misere helfen können!

Vielen Dank!

Gruß

PS: Wenn ich im falschen Subforum bin... SORRY!!

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#2 Camponotus nicobarensis

Beitrag von Veiget » 20. Juli 2026, 23:12

Moin und willkommen im Forum.

Magst du mal Bilder von deinem Setup machen?

Das Nest steht hochkant?
Wie beheizt du es? (Wärmere und kältere Bereiche - Ausweichmöglichkeiten)

Ich persönlich finde so ein Setup zu groß für eine kleine Kolonie.

Hast du mal Zuckerwasser angeboten? Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass Zuckerwasser besser angenommen wird als Agavendicksaft.

Kleine Kolonien sind leider manchmal sehr wählerisch was Proteine angeht. Da hilft nur probieren.

Sind Arbeiterinnen in der Arena aktiv? Vielleicht ist der Weg einfach etwas zu weit.

Wenn kaum Brut vorhanden ist, ist der Proteinbedarf auch nicht so groß.

Gruß Veiget

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#3 Camponotus nicobarensis

Beitrag von HeldvomKabafeld » 20. Juli 2026, 23:34

Hallo Veiget,

Danke für deine schnelle Antwort!

PXL_20260720_211721449.jpg

Hier ein Foto von dem Setup.

Die Heizmatte die man sieht bedeckt auf der Rückseite gerade mal 1/3 des Nestes, damit Sie Ausweichmöglichkeiten haben.
Ich hatte leider für einen Tag das Thermostat falsch gestellt wodurch es zu warum für sie wurde.. Anschließend sind Sie mit Königin und Eier in den Flexschlau.

Den Gedanken mit der Größe hatte ich auch. Doch habe ich Sie nie dazu gezwungen aus dem Reagenzglas auszuziehen...
Ich hatte das Nest vorbereitet ähnlich wie es jetzt ist und Sie sind nach nur 1h aus dem Dunklen Reagenzglas ausgezogen direkt ins Nest.
Für mich war das Anfangs Okey, da ich der Meinung war / bin Sie suchen sich den Platz den Sie wollen.

Ich hatte die letzten Wochen auch versucht sie "zurück" in ein Reagenzglas zu siedeln. Doch das haben Sie absolut Ignoriert.

Die Aktivität ist mal hoch mal niedrig. Ich hab das immer auf "Futter suche" geschoben wenn viel Aktivität war.
Viel Aktivität ist für mich 5-6 Arbeiterinnen die in der Arena unterwegs sind.
Wenig Aktivität ist wenn Sie den "Eingang" zum Flexsschlauch bewachen und sich 2-3 Arbeiterinnen an der Wassertränke "Rumhängen"

Ich habe Angst wenn ich das Futter Direkt auf das Nest lege, dass Sie es dann in das Nestziehen wo ich es nicht mehr Reinigen kann. Wegen Schimmel Gefahr.

Das Einzige was ich aktuell nicht Kontrollieren kann und auch nicht weis wie, ist die Feuchtigkeit im Nest.
Doch hier hab ich gelesen, dass wenn genug Wasser in der Tränke ist, das Nest nicht befeuchtet werden muss.

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#4 Camponotus nicobarensis

Beitrag von PincoPallino » 21. Juli 2026, 00:27

Hallo Held,

ich schätze, ich kann einige deiner Fragen klären, da ich selber eine solche Kolonie hatte. Auch mein Anfangs-Setup war wie deins, nur ein wenig größer und ich habe mit 4 Arbeiterinnen gestartet. Nach kurzer Zeit sind sie in das große Korknest umgezogen und haben sich trotz "zu großem" Setup prächtig entwickelt.

Ich schwanke aktuell seit fast einem Jahr um die 20 Arbeiterinnen. Was laut Recherche nicht üblich ist.
...
Zusätzlich gibt es Honigtau für die Arbeiterinnen und für die Protein Zufuhr gibt es alle 2 - 3 Tage eine Abgekochte Stuben Fliege / Gold Fliege.

Ich habe täglich gefüttert. Wie viel sie davon genommen haben, war schwer zu sagen. Aber es hat gereicht :) Meine Theorie: Wenn sie merken, dass sie regelmäßig mehr bekommen können, als sie brauchen, regt das die Familienplanung an. Wählerisch waren meine allerdings nur bei Süßem. Proteine haben sie in jeder Form genommen. Anfangs aber gerne die erprobten und "sicheren" Heimchen. Versuchs mal mit Spinnen oder anderen "Wildtieren". Aber vor allem mit mehr und öfter. Hast du schon Mehlwürmer oder deren Larven getestet? Fliegenlarven... Der Terraristikbereich bietet so einiges an Futtertieren.

Ich habe Angst wenn ich das Futter Direkt auf das Nest lege, dass Sie es dann in das Nestziehen wo ich es nicht mehr Reinigen kann. Wegen Schimmel Gefahr.

Ich habs damals gemacht, um ihnen den Weg zu verkürzen und die Reste der Viecher sind nur vertrocknet. Ich habe das Nest aber auch nie befeuchtet.

Das Einzige was ich aktuell nicht Kontrollieren kann und auch nicht weis wie, ist die Feuchtigkeit im Nest.
Doch hier hab ich gelesen, dass wenn genug Wasser in der Tränke ist, das Nest nicht befeuchtet werden muss.

Das gilt für größere Kolonien. Kleinere befeuchten noch nicht. Zumindest nicht so ein großes Nest. Das ist aber trotzdem ok. Sie kommen auch mit normaler Zimmer-LF zurecht. Da sie in ihrer Heimat weit verbreitet sind, müssen sie mit vielen Klimen (?) klar kommen.

Deine Temperaturen passen auch. Eigentlich machst du alles richtig, soweit ich das beurteilen kann. Eigentlich sind auch die Proteinmengen ok, aber das ist mein einziger Ansatz und Unterschied zu meinen Nicos damals. Nach einem Jahr hatte ich schon eine vierstellige Zahl Arbeiterinnen.

Was passiert denn mit der Brut? Legt die Königin nur sehr wenige Eier oder entwickeln sie sich nicht richtig? Wird die Brut evtl. gefressen? Eigentlich müssten da Berge an Larven und Puppen liegen und das Nest überquellen.

Grüße vom Pinco

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#5 Camponotus nicobarensis

Beitrag von HeldvomKabafeld » 21. Juli 2026, 00:39

Hallo PincoPallino,

PXL_20260715_182918228.jpg

Hier ein Foto vor wenigen Monaten.

Seit dem hat sich nicht viel getan. Mann kann unter Ihnen ein paar Eier erkennen aber das ist auch alles.

Ich bin mir nicht sicher ob Sie die Brut fressen. Muss allerdings fast so sein da es ja nicht mehr Eier werden.

Von diesen Eiern Entwickeln sich nur wenige.

Der Tipp mit jeden Tag Füttern werde ich auf jeden fall Testen!

Mehlwürmer hatte ich versucht, leider auch hier kein Interesse.
Larven sind ebenfalls ein klasse Tipp daran hatte ich noch nicht gedacht.

Das steht auf jeden fall auf der nächsten Einkaufsliste.

Zu den Larven gibt es hier dinge die zu Beachten sind? (Abkochen, etc.?)

Ich schätze ich kann die Larven wie alle Futtertiere einfach einfrieren und Portionsweise rausholen?

Vielen dank für deine Unterstützung!!




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#6 Camponotus nicobarensis

Beitrag von PincoPallino » 21. Juli 2026, 00:55

Mehlwürmer hatte ich versucht, leider auch hier kein Interesse.
Larven sind ebenfalls ein klasse Tipp daran hatte ich noch nicht gedacht.

Ich kaufe mir mittlerweile eine Packung Mehlwürmer und verfüttere fast nur noch die Larven, sorry, Fehler von mir, PUPPEN. Die Mehlwürmer selbst die Larven. Manche verfüttere ich frisch getötet, die Überschüsse friere ich ein. Mehlwürmer sind leicht zu halten. Man braucht nur eine Plastikbox, wenn man sie nicht züchten will.

Es gehen natürlich auch andere Larven/Puppen und natürlich auch gefroren. In meiner Vorstellung sind die ideal. Die Proteine sind größtenteils bis komplett flüssig und die Hülle meist leicht zu knacken. Am besten sind sie kurz nach dem Verpuppen.

Zu den Larven gibt es hier dinge die zu Beachten sind? (Abkochen, etc.?)

Ich hatte es nie mit Abkochen. Das ist mir zu "unnatürlich". Ich hatte aber auch schon mal Milbenprobleme und aktuell wieder. Ob die von den Futtertieren kamen, ist aber natürlich nicht ganz klar.

Einfrieren habe ichs chon immer gemacht. Irgendwie hat man ja doch immer mehr Tiere als man wirklich braucht. Zu den besten Zeiten meiner Nicos hatte ich über ein Dutzend verschiedener Insekten im Gefrierfach.

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