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Messor orientalis

Eure Berichte & Beobachtungen - Meinungen & Fragen [einheimische und exotische Arten]
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Wolfi91

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#161 Messor orientalis

Beitrag von Wolfi91 » 4. November 2021, 10:14

Heyhey,

AUSBRUCH! :lol: war zum Glück halb so wild. Aber irritiert war ich schon als mir beim Arbeiten plötzlich eine kleine Arbeiterin auf der Tastatur zugewunken hat. Hat sich auf den Esc-Knopf gesetzt und dann erstmal geputzt.
Ausgebüchst sind insgesamt 8 oder 9. An der Stelle wo ich mal das letzte (Nest Nummer 6 ) Nest anschließen will habe ich aktuell Stahlwolle reingestopft. Da wurde solange dran gerissen bis sich ein kleiner Durchgang geöffnet hatte. Als ich die Schwachstelle gesehen habe waren auch gerade zwei Arbeiterinnen dabei sich wieder zurück zu quetschen, Zuhause wars eben doch schöner.

Nebenbei bemerkt provoziere ich momentan auch einen Ausbruch. Das Parafinöl das ich auf die Ausbruchsschutzrahmen meiner Arenen gemacht habe ist mittlerweile 17Wochen drauf. Möchte wissen wie lange das bei einem "Trockenen Becken" hält. Was mir vermehrt auffällt, Arbeiterinnen die damit in Kontakt kommen verteilen das mit ihren Beinen. So sind z. B. In meiner 10x10x10 Müllarena nur noch die unteren 5cm Höhe begehbar, an den oberen 5cm haben sie an den Wänden mit ihren Beinen so viel Parafinöl verteilt das es so rutschig wird und sie jeglichen Grip verlieren.

Bislang habe ich die Arena noch nie gereinigt, nur mal mit dem Sauger etwas Müll rausgesaugt. Vielleicht Koppel ich die Arena mal ab und mache eine Grundreinigung. Wird halt nach 1Woche gleich wieder so aussehen :lol:
DSC_0841.JPG
DSC_0839.JPG
Im Grunde bin ich aber Froh das es hier so aussieht, dafür ist die Arena schließlich auch gedacht.

Grüße Wolfi
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#162 Messor orientalis

Beitrag von Wolfi91 » 14. November 2021, 17:18

Heyhey,

Die Kolonie lebt jetzt 1Jahr bei mir, deshalb dachte ich ich schreibe mal ein kleines Fazit.
Messor orientalis war genau das richtige, jeden Tag wird gebuddelt und gewerkelt. Rund um die Uhr ist was los. Körner werden fleißig gesammelt und ich hätte nie gedacht das Ameisen dabei so koordiniert vorgehen. Den Etappenweise Abtransport der Körner habe ich ja schon mal beschrieben. Auch das die Körner dann nach Sorten sortiert werden ist echt toll mit anzusehen.
Eine erfreulich beunruhigende Beobachtung die ich heute gemacht habe. Die Brut Berge sind wieder deutlich gewachsen. Also hatte die Kolonie jetzt über den Herbst eine Art Diapause bei der die Brutmenge um 50% reduziert wurde.
Als ich angefangen habe, hatte ich die Hoffnung das ich nach einem Jahr vielleicht die 1.000Arbeiter Grenze überschreiten :lol: Das es jetzt fast 7.000sind hat mich echt überrascht.

So hat das Ganze angefangen
DSC_0232.JPG
Und hier bin ich jetzt.
DSC_0843.JPG
Generell würde ich sagen Messor orientalis sind leicht zu halten, kommen super mit trockenen Arenen zurecht, brauchen keine beheizte oder extra beleuchtete Arena. Wer aber gerne mit Pflanzen in den Arenen arbeitet, dem würde ich von Messor orientalis abraten, Pflanzen und Inneneinrichtung generell wird verwüstet. Was nicht Nied und Nagelfest ist wird umgestaltet. Die Nester kann man auch teilweise mal fast komplett austrocknen lassen, solange man Wasser in den Arenen anbietet. Trotzdem würde ich jedem empfehlen die Nester regelmäßig zu befeuchten und eine beheizte Fläche sollte es auch im Nest geben.
Empfehlen kann ich lange Laufwege beim füttern, das Beschäftigt und mann kann selbst bei großen Kolonien noch das Rekrutierungsverhalten und die Organisation beobachten. Das sie auch extra vorgesehen Müllbecken benutzen wie es die Blattschneider in der Regel machen kann ich bestätigen. Es gibt zwar auch Schmierereien in den großen Arenen, jedoch nicht in hohem Außmas und der Müll wird zu 95% in die Müllbecken getragen. Kleine Schweine sind es aber trotzdem.

Ohne die vielen Tipps hier im Forum wäre ich oft Zweifelnd an so manches rangegangen, super das es sowas gibt.

Grüße Wolfi
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#163 Messor orientalis

Beitrag von Wolfi91 » 20. November 2021, 11:15

[youtube][/youtube]Heyhey,

Da ich die Tage immer darauf angesprochen habe chen Werde wie ich meine Nester befeuchte. Hier mal ein Beispiel.
Ich befeuchte immer Nest 1&3&5 oder Nest 2&4. Nie alle gleichzeitig. In der Regel dann mit 200-300ml Wasser (100ml pro Nest) . Also nicht sparsam, ist für die 3D Nester aber überhaupt kein Problem. Durch die längere "Trockenheit" da ich abwechselnd befeuchte trocknen die Nester auch wieder ganz aus.
Also bleibt noch die Frage wann. Hier bin ich flexibel und kann jedem nur empfehlen, lernt die Ameisen zu "lesen". An den Wasserspender in den Arenen lässt sich das bei Messor orientalis gut ablesen.
Das war letzte Woche
DSC_0846.JPG
Das ist heute
DSC_0848.JPG
In meinen Augen erkennt man hier gut das die Medels mehr Wasser brauchen. Der Wasserspender hält auch nur noch 30-35h bis er leer ist und nicht mehr 48h wie letzte Woche. Ich habe auch noch 2 weitere Wasserspender (u.a. Ein Reagenzglas) auch die sind beide mehr belaufen.

Bei anderen Arten vor allem bei Tropischen Arten wäre das vermutlich nicht so einfach, hier sollte das Nest ja eigentlich nie austrocknen.
Einer der Gründe warum ich meine das Messor orientalis gut für Anfänger geeignet ist. Man muss kein Profi sein um zu erkennen was die Medels brauchen. Wie voll das Korn Lager ist, ist sogar noch leichter abzulesen :lol: Was ich aktuell beobachte ist, daß wenn das Nest komplett ausgetrocknet ist, wird die Brut trotzdem nicht in ein feuchtes Nest umgelagert, sie wird nur auffällig mehr "gepflegt". Meine Vermutung das die Arbeiterinnen Wasser holen um die Brut "abzulenken" feucht zu halten. Das behalte ich aber mal die nächsten Wochen über längere Zeit im Auge. Der Pendelverkehr in den Spiralschläuchen zwischen Nest und Wasserspender nimmt bei Trockenen Nestern auch deutlich zu.


Grüße Wolfi
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