KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten
- Sajikii
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#12585 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten
Hallo Leute,
gibt es denn schon Erfahrungen zu den alternativen Körner-Vorlieben bei Acanthomyrmex thailandensis?
Feigensamen sind ja leider schwer zu bekommen, angeblich soll Chiasamen gut gehen? Kann das wer bestätigen?
Lieben Dank!
gibt es denn schon Erfahrungen zu den alternativen Körner-Vorlieben bei Acanthomyrmex thailandensis?
Feigensamen sind ja leider schwer zu bekommen, angeblich soll Chiasamen gut gehen? Kann das wer bestätigen?
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Sabrina
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#12586 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten
Chia hab ich schon gelesen, dass es gut geht. In einem Bericht auf dem "Ameisen an die Macht " Discord hab ich auch gelesen, dass die Kolonie eines erfahrenen Halters die getrockneten Bio- Feigen vom Rewe angenommen hat.
Die sollte man noch ein wenig nachtrocknen, weil die Ameisen sonst die Samen nicht allzu gut aus dem Fruchtfleisch entfernen können.
Die sollte man noch ein wenig nachtrocknen, weil die Ameisen sonst die Samen nicht allzu gut aus dem Fruchtfleisch entfernen können.
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AfroIV
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#12587 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten
Acanthomyrmex und Feigensamen
Dazu gehört z. B. auch der bekannte Gummibaum (Ficus elastica), von dem man im Zimmer wohl keine Früchte bekommt.
Ferner gehören dazu die Würgfeigen. Ein Beispiel aus dem tropischen Nordosten von Australien: Unter den Bäumen, die massenhaft Früchte tragen, kann man Nestchen der Acanthomyrmex-Arten finden.
Wie weit die im Handel angebotenen Arten auf Samen bestimmter Feigenarten spezialisiert sind, kann ich nicht sagen. Die Früchte werden von Säugern (u.a. Affen, Flughunde) und Vögeln verzehrt. Deren Kot enthält dann unverdaute, aber von dem klebrigen Fruchtfleisch befreite Samen, die von den Ameisen gesammelt werden können.
Vielleicht sollte sich mal jemand die Mühe machen, etwas in der Literatur zu stöbern, ob es zu Beziehungen zwischen bestimmte Feigenarten und Acanthomyrmex-Arten Erkenntnisse gibt.
LG Afro
Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/FeigenDie Feigen (Ficus) sind die einzige Gattung der Tribus Ficeae innerhalb der Pflanzenfamilie der Maulbeergewächse (Moraceae). Die wohl bekannteste Art ist die Echte Feige (Ficus carica), deren Früchte als Feigen bekannt sind. Die große Gattung („Großgattung“) besteht aus 750 bis 1000 Arten immergrüner und laubabwerfender Bäume, Sträucher oder Kletterpflanzen, die weltweit in den tropischen und subtropischen Regionen beheimatet sind.
Dazu gehört z. B. auch der bekannte Gummibaum (Ficus elastica), von dem man im Zimmer wohl keine Früchte bekommt.
Ferner gehören dazu die Würgfeigen. Ein Beispiel aus dem tropischen Nordosten von Australien: Unter den Bäumen, die massenhaft Früchte tragen, kann man Nestchen der Acanthomyrmex-Arten finden.
Wie weit die im Handel angebotenen Arten auf Samen bestimmter Feigenarten spezialisiert sind, kann ich nicht sagen. Die Früchte werden von Säugern (u.a. Affen, Flughunde) und Vögeln verzehrt. Deren Kot enthält dann unverdaute, aber von dem klebrigen Fruchtfleisch befreite Samen, die von den Ameisen gesammelt werden können.
Vielleicht sollte sich mal jemand die Mühe machen, etwas in der Literatur zu stöbern, ob es zu Beziehungen zwischen bestimmte Feigenarten und Acanthomyrmex-Arten Erkenntnisse gibt.
LG Afro
- Sajikii
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#12588 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten
Dankeschön für die Antworten.
Tatsächlich hab ich von Anfang an vermutet, dass das nicht so pauschal beantwortet werden kann. Alleine die Bezeichung "Feigensamen" ist ja ohnehin, wo deutsche Namen sowieso meistens in der Biologie/Botanik wenig hilfreich sind, sehr schwammig. Was ich mir vorstellen kann, dass diese Ameisen sicher bestimmte Körner bevorzugen, doch sicher auch flexibel sein müssen, weil sich auf eine Pflanze zu verlassen, hohe Risiken birgt (auch wenn bei so einem riesigen Baum wohl genug Samengut lange nach dem Fruchtabwurf zu finden sein wird - ein Ausbleiben der Fruchtbildung wäre allerdings tödlich für die örtlich abhängigen Kolonien).
Tatsächlich hab ich von Anfang an vermutet, dass das nicht so pauschal beantwortet werden kann. Alleine die Bezeichung "Feigensamen" ist ja ohnehin, wo deutsche Namen sowieso meistens in der Biologie/Botanik wenig hilfreich sind, sehr schwammig. Was ich mir vorstellen kann, dass diese Ameisen sicher bestimmte Körner bevorzugen, doch sicher auch flexibel sein müssen, weil sich auf eine Pflanze zu verlassen, hohe Risiken birgt (auch wenn bei so einem riesigen Baum wohl genug Samengut lange nach dem Fruchtabwurf zu finden sein wird - ein Ausbleiben der Fruchtbildung wäre allerdings tödlich für die örtlich abhängigen Kolonien).
- Lifestyler94
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#12589 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten
Diese 2 Jahre alte Kolonie mit 120-150 Arbeiterinnen und 4 Königinnen (relativ stabil) hat nicht auf Feigen und Feigenstückchen, Feigensamen (typische Handelsware) reagiert und diese gemieden.
Mirabelle und Pflaume aus dem eigenem Garten wurde angenommen. / hier wurde von der Frucht genascht. Es wurde natĂĽrlich im Vorwege in gerechte Portionen geschnitten.
Allerdings: Auch andere Arten aus derGattung Lasius, Camponotus, Cataglyphis, (u.v.m.) wären naturgemäß da ran gegangen.
Mirabelle und Pflaume aus dem eigenem Garten wurde angenommen. / hier wurde von der Frucht genascht. Es wurde natĂĽrlich im Vorwege in gerechte Portionen geschnitten.
Allerdings: Auch andere Arten aus der
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- Denis
- Sajikii
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#12590 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten
Ja gut, welche Ameisen gehen nicht an FrĂĽchte und Beeren?
Willst du damit sagen, dass diese Ameisen eher wie manch Tetramoriumsp . oder Pheidole sp . quasi Allesfresser sind? Dass man diese Art grundsätzlich ganz regulär füttern kann aber man sie durch die Feigensamen-Thematik übertrieben hervorheben möchte? ^^
Willst du damit sagen, dass diese Ameisen eher wie manch Tetramorium
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AfroIV
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#12591 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten
@ Lifestyler94:
Das ist natürlich interessant zu lesen, dass die Ameisen am Fruchtfleisch von Mirabelle und Pflaume aus dem Garten genascht haben; kann ich im Moment auch bei meinen Tetramoriumsp . beobachten. Leider gibt es so etwas bei mir nur immer über kurze Zeit im Herbst. Womit wurden deine Acanthomyrmex also über den Rest des Jahres ernährt? (Hier, #12643 KFKA war ja von dem klebrigen, zähen Fruchtfleisch der getrockneten Feigen die Rede).
Ich hätte es mit dem Inhalt der Kerne versucht, oder mit anderen Pflanzensamen, natürlich nur kleinen und/oder zerquetschten.
Wobei viele Kerne von Obstarten Amygdalin enthalten, das Blausäure freisetzt und für Ameisen wahrscheinlich giftig ist. Wikipedia: „Bittere Aprikosenkerne, Apfelkerne, Bittermandeln und Samen von anderen Steinfrüchten wie z. B. Zwetschgen enthalten Amygdalin in hohen Konzentrationen“.
Die Tatsache, dass man in Acanthomyrmex-Nestern Vorräte von Feigensamen findet, und dass eine eigene, hoch spezialisierte „Soldaten“-Kaste existiert, eigens zum Knacken der Feigensamen, hat ja wohl doch eine gewisse Bedeutung.
LG Afro
Das ist natĂĽrlich interessant zu lesen, dass die Ameisen am Fruchtfleisch von Mirabelle und Pflaume aus dem Garten genascht haben; kann ich im Moment auch bei meinen Tetramorium
Ich hätte es mit dem Inhalt der Kerne versucht, oder mit anderen Pflanzensamen, natürlich nur kleinen und/oder zerquetschten.
Wobei viele Kerne von Obstarten Amygdalin enthalten, das Blausäure freisetzt und für Ameisen wahrscheinlich giftig ist. Wikipedia: „Bittere Aprikosenkerne, Apfelkerne, Bittermandeln und Samen von anderen Steinfrüchten wie z. B. Zwetschgen enthalten Amygdalin in hohen Konzentrationen“.
Die Tatsache, dass man in Acanthomyrmex-Nestern Vorräte von Feigensamen findet, und dass eine eigene, hoch spezialisierte „Soldaten“-
- Lifestyler94
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#12592 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten
Hallo in die Runde und einen schönen Sonntag.
Die Acanthomyrmex thailandensis sind meistens aus der Natur entnommene Kolonien,
die ähnlich wie Polyrhachis dives massiv geteilt werden.
Im Handel findet man verschiedene Angebote -meist jedoch, wie bei Polyrhachis dives, mit nur einerKönigin .
Meine Kolonie mit vierKöniginnen wurde zusammen gesetzt (1:1 im Discord live gezeigt)
es gab kein aggressives Verhalten, keine toten Arbeiterinnen - die haben sich geordnet
und schon war es eine größere Kolonie mit vierKöniginnen .
Nach 2-3 Chargen Arbeiterinnen sind es nun stabil um 150 Arbeiterinnen. Wirklich darĂĽber hinaus scheint
momentan zumindest keine Ambition da zu sein. Warum, wird sich zeigen mĂĽssen.
Das erst mal zu Acanthomyrmex thailandensis.
Man kann das (mit geringem Restrisiko) auch selbst versuchen.
Es sollte jedoch der selbe Händler sein und am besten fragt man, ob es der gleiche Seller im Hintergrund ist.
Die Asiaten sind da weniger zimperlich als wir Europäer was das angeht.
Barristan hatte darĂĽber mMn auch schon berichtet im Fall von Polyrhachis dives.
Grundsätzlich ist also eine Kolonie mit mehr als einerKönigin zu empfehlen.
Meistens zeichnet sich das Brutbild bei beiden Arten ab mindestens 3Königinnen ganz klar ab.
(es ist teilweise wirklich ein extremer Unterschied, Faktor 5 (und darĂĽber hinaus)
Zur FĂĽtterung:
Ich fĂĽttere, wie fast immer, abgekochte Fliegenmade / Fliege / Terfly und Zuckerwasser in verschiedenen Formen (mit Salz).
Das funktioniert problemlos und die Acanthomyrmex entwickelt sich insbesondere durch Zuckerwasser sichtbar gut (Ei-Ablage, verteilte Individuen im Nest, mehr Aktivität).
Die Acanthomyrmex thailandensis sind meistens aus der Natur entnommene Kolonien,
die ähnlich wie Polyrhachis dives massiv geteilt werden.
Im Handel findet man verschiedene Angebote -meist jedoch, wie bei Polyrhachis dives, mit nur einer
Meine Kolonie mit vier
es gab kein aggressives Verhalten, keine toten Arbeiterinnen - die haben sich geordnet
und schon war es eine größere Kolonie mit vier
Nach 2-3 Chargen Arbeiterinnen sind es nun stabil um 150 Arbeiterinnen. Wirklich darĂĽber hinaus scheint
momentan zumindest keine Ambition da zu sein. Warum, wird sich zeigen mĂĽssen.
Das erst mal zu Acanthomyrmex thailandensis.
Man kann das (mit geringem Restrisiko) auch selbst versuchen.
Es sollte jedoch der selbe Händler sein und am besten fragt man, ob es der gleiche Seller im Hintergrund ist.
Die Asiaten sind da weniger zimperlich als wir Europäer was das angeht.
Barristan hatte darĂĽber mMn auch schon berichtet im Fall von Polyrhachis dives.
Grundsätzlich ist also eine Kolonie mit mehr als einer
Meistens zeichnet sich das Brutbild bei beiden Arten ab mindestens 3
(es ist teilweise wirklich ein extremer Unterschied, Faktor 5 (und darĂĽber hinaus)
Zur FĂĽtterung:
Ich fĂĽttere, wie fast immer, abgekochte Fliegenmade / Fliege / Terfly und Zuckerwasser in verschiedenen Formen (mit Salz).
Das funktioniert problemlos und die Acanthomyrmex entwickelt sich insbesondere durch Zuckerwasser sichtbar gut (Ei-Ablage, verteilte Individuen im Nest, mehr Aktivität).
- Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lifestyler94 fĂĽr den Beitrag (Insgesamt 3):
- Sajikii • Barristan • Denis
