Gestaltung eines Formicariums

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Janus
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#1 Gestaltung eines Formicariums

Beitrag von Janus » 16. Juli 2005, 12:15

Hallo,
ich blutiger Anfänger auf dem Gebiet der Ameisenhaltung, bin aber durch Fernsehbeiträge und durch das Durchstöbern mehrerer Foren so sehr von diesen Tieren fasziniert, dass ich plane in kürze auch mal mein Glück mit diesen kleinen Krabblern zu versuchen.
Was mich bei meinen Planungen am meisten beschäftigt ist die Gestaltung des Formicariums. Eigentlich hatte ich geplant den Lebensraum für die Ameisen so natürlich wie möglich zu gestalten. Das heißt im Detail, dass ich vorhabe, ein Aquarium mit Erde aufzufüllen, überall kleine Zweige, Tannennadeln, Steinchen usw. und einen kleines Stück eines Baumstamms hineinzulegen. Vielleicht finden sich auch noch ein paar kleinere Pflanzen, die sich für das Formicarium eigenen. Was mir bei einer solchen Zusammenstellung Sorge macht ist das Nest. Ich will natürlich Einblick in den Bau der Tiere haben. Zumindest zu einem gewissen Teil. Meine Frage wäre nun, wie ich dies realisieren könnte. Außerdem würde ich gerne wissen, wie man verhindert, dass die Ameisen sich irgendwo in einem solchen Formicarium ein Loch graben, um dort ihren Bau einzurichten.
Über hilfreiche Tipps von euch würde ich mich sehr freuen.

Euer Jan

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#2

Beitrag von Cookie » 16. Juli 2005, 12:51

Das ist sehr schwer.
Ich habe von vielen Gemeinschaftsbecken gesehen, die so eingerichtet waren, dass nur eine dünne Erdschicht aufgetragen war und das gesamte Becken nach Vern'scher Bauweise gestaltet war.
So gibt es nur ein Loch, und das führt zum Ytongstein unter dem Becken.

Ich habe damit keine Erfahrng, aber glaube das müsste funktionieren.

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Roland
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#3

Beitrag von Roland » 16. Juli 2005, 13:25

Hallo Janus,

ich habe über 1 1/2 Jahre eine M.r. Kollonie in einem Terrarium gehalten. Dabei habe ich darauf geachtet, das keine organischen Materialien verwendung fanden um Schimmel vorzubeugen! Ich hatte das Terrarium etwa mit 3 cm Serames gefüllt und anschließend noch einmal 10 cm feine Aquarienkies darüber geschüttet. In diesen Bodenaufbau habe ich noch ein Ytong - Nest integriert. Leider haben die Ameisen diesen lieber als Müllkippe verwendet und sich ihr Nest selbst in den Kies gegraben. Als die Kollonie aber größer war, haben sie mit vorliebe ihre Gänge auch an der Scheibe entlang gebaut, wo man sie beobachten konnte. Ach ja die Oberfläche des Terrariums habe ich mit flachen Steinen und Kunststoffpflanzen (die man in jedem Zoogeschäft bekommt) dekoriert. --> Das nur als kleine Anregung ;-)

Viel Spaß beim neuen Hobby!

Janus
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#4

Beitrag von Janus » 16. Juli 2005, 13:31

Also aus deiner Antwort schließe ich, dass "normale" Erde als Untergrund für die Arena ungeeignet ist. Wie ist das denn überhaupt mit dem Nest, würde ein Erdhügel an Stelle eines Ytong-Nestes die Tiere dazu bewegen sich niederzulassen und eigene Gänge zu graben? Oder brauchen die Ameisen in jedem Fall "Starthilfe" in Form eines fertigen Baus?

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Roland
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#5

Beitrag von Roland » 16. Juli 2005, 14:02

Das würde ich nicht in jedem Fall sagen. Die Erde könntet du ja im Backofen "desinfizieren" . Auf jedenfall würde ich bei einfacher Gartenerde vorsichtig sein, da du dir damit auch viele unerwünschte Lebewesen ins Terrarium holen kannst ! Was den Bau eines Terrariums für Ameisen betrifft, gibt es viele Möglichkeiten. Die Variante von mir ist nur eine von vielen. Schau dich hierfür auch mal bei Ameisenhaltung.de bez. im Fototeil des Forums um ;-).

Im allgemein können Ameisen sich ihr Heim selber graben, nehmen aber auch fertige Nester an.

PS: Mal ein Bild von meinen Terrarium aus der Anfangszeit. Wo das Serames fehlt, stand vorher der Ytong Stein.
Bild

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