Ameisenhaltungsbericht: Pheidole megacephala

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#9 Ameisenhaltungsbericht: Pheidole megacephala

Beitrag von Justus64 » 7. Juni 2025, 22:56

Inzwischen hat sich bei meiner Kolonie einiges getan.
Ich schätze, sie umfasst aktuell etwa 200 Arbeiterinnen. Die Zahl kann natürlich leicht abweichen, da ich momentan – wie auch zuvor – keinen genauen Einblick habe.

Das gesamte hintere Ende des Reagenzglases ist dennoch inzwischen komplett mit Brut gefĂĽllt.
Vor etwa einer Woche habe ich das Gipsnest vorerst wieder entfernt, da es aus meiner Sicht nicht wirklich angenommen wurde. Sie haben dort kaum Aktivitäten gezeigt, vermutlich weil das Reagenzglas recht groß ist und ihnen noch ausreichend Platz bietet.


Futterversorgung

Da ich die Kolonie gerne mit Heimchen füttere, bin ich dann auch gestern mal zum Dehner in meiner Nähe gefahren und habe mich bei den Futtertieren umgeschaut. Ich hatte zuvor gelesen, dass besonders kleine Drosophila-Fliegen gerne genommen werden, also habe ich direkt eine Dose mitgenommen und ihnen ein paar angeboten. Was soll ich sagen: Sie haben sich regelrecht darauf gestürzt! Es war wirklich beeindruckend zu beobachten.

Zusätzlich habe ich zwei kleine Dosen mit jeweils etwa 50 Heimchen gekauft und diese in ein Plastikbecken mit Eierkartons etc. gesetzt.

Hier seht ihr sie beim Fressen an einer Banane:
IMG_4765.jpeg
IMG_4753.jpeg
IMG_4766.jpeg

Und ein kleines Video:

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#10 Ameisenhaltungsbericht: Pheidole megacephala

Beitrag von Justus64 » 16. Juni 2025, 17:48

Neues Nest

In vielen Berichten ĂĽber Pheidole megacephala liest man ja, dass oft Acrylnester, Gipsnester oder andere kĂĽnstliche Nestformen genutzt werden.
So richtig beliebt scheinen die aber nicht bei allen Kolonien zu sein.
Oft heißt es, dass sie sich in Erdnestern deutlich besser entwickeln – teilweise regelrecht explosionsartig.
Ein paar Halter hatten wohl auch mit Gips oder Acryl Erfolg, aber meine Kolonie scheint da ziemlich wählerisch zu sein. Das Gipsnest wurde ja komplett ignoriert.

Deshalb hab ich jetzt einen neuen Versuch gestartet:

Ich hab die Ameisenfarm mit ca. 2 cm Seramis als Drainageschicht befĂĽllt und dann mit einer Mischung aus schwarzem Sand-Lehm und Waldbodengrund aufgefĂĽllt.
IMG_4819.jpeg


Die Heizmatte, von der ich berichtet habe, habe ich wieder entfernt, da ich noch zwei kleinere gefunden habe.
Seit gestern Abend ist das neue Nest angeschlossen – und siehe da, sie buddeln schon fleißig.
IMG_4811.jpeg
IMG_4814.jpeg


Hier beim Beutezug, diesmal kleine Fruchtfliegen

IMG_4820.jpeg
IMG_4795.jpeg
IMG_4822.jpeg
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#11 Ameisenhaltungsbericht: Pheidole megacephala

Beitrag von Ameisenhalter123456 » 22. Juni 2025, 17:33

Hallo Justus64,
ich habe auch eine Pheidole megacephala Kolonie versuche mal sie mit Läusen zu füttern das klappt super bei mir. Nimm einfach ein pflanzen Stängel mit Läusen und leg sie in die Arena nach kurzer zeit haben sie schon einige gepackt und ins Nest gezerrt.
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#12 Ameisenhaltungsbericht: Pheidole megacephala

Beitrag von GamerX6099 » 23. Juni 2025, 16:33

Muss man Pheidole Megacephala beheizen oder ĂĽberleben sie auch bei Zimmertemperatur?



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#13 Ameisenhaltungsbericht: Pheidole megacephala

Beitrag von Justus64 » 23. Juni 2025, 18:03

Danke fĂĽr eure Tipps! :)

Das mit den Blattläusen habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Vielleicht teste ich das ja demnächst mal.

Ich beheize mein Formikarium aktuell nicht mehr, da es in dem Raum, in dem sie stehen, ziemlich warm ist.
Wie Barristan schon richtig gesagt hat.
25 Grad, das sollte eigentlich ausreichen.

PekannĂĽsse

Die Idee mit den NĂĽssen finde ich super und habe es direkt ausprobiert, da ich keine WalnĂĽsse zur Hand hatte habe ich PekanĂĽsse genommen,die funktionieren zum GlĂĽck aber auch ;)


Nach 5 Minuten:
IMG_4882.jpeg

Nach 30 Minuten:
IMG_4884.jpeg


Hier noch ein Foto von einem Teil der Brut, mit etwas MĂĽhe erkennent man sie
IMG_4918.jpeg

Ich vermute, dass sich die Kolonie in ein bis zwei Wochen verdoppeln wird. Es sind nämlich sehr viele Puppen vorhanden.
Jeden Tag fressen sie zwei kleine bis mittlere Heimchen und verwerten diese, dass nur noch ein Teil des Chitinpanzers ĂĽbrig bleibt.
Zuckerwasser biete ich ihnen momentan in einem kleinen Kronkorken an.

Ich habe auch den Eindruck, dass ein Umzug bald bevorsteht, da sich viele Arbeiterinnen in der Erde aufhalten.



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#14 Ameisenhaltungsbericht: Pheidole megacephala

Beitrag von Justus64 » 29. Juni 2025, 09:39

Sie sind jetzt in das Erdnest gezogen. Echt erstaunlich, wie viel Brut sie schon haben.

Deshalb nur ein paar Fotos:
IMG_4918.jpeg
IMG_4920.jpeg
IMG_4919.jpeg
IMG_4916.jpeg



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#15 Ameisenhaltungsbericht: Pheidole megacephala

Beitrag von Justus64 » 7. Juli 2025, 19:43

Justus64 ↑
29. Juni 2025, 09:39
Echt erstaunlich, wie viel Brut sie schon haben.
Anscheinend ist das aber bei Pheidole ein typisches Verhalten,

Hier mal eine kleine Zusammenfassung, aber wirklich nur grob geschätzt,
da ich im Schätzen nicht so gut bin:

aktueller Status:

Königinnen: 3
Arbeiterinnen: ca. 500
Und an Brut nochmal ungefähr das zwei bis dreifache der Arbeiterinnenanzahl.


Die Arena

Wie ich euch ja schon erzählt habe, war die Arena richtig schmutzig,
also hab ich sie mal neu eingerichtet.
Dabei habe ich jede einzelne Ameise aus der Arena genommen und im Anschluss gezählt, es waren insgesamt 67 Arbeiterinnen.

Das war echt eine mühselige Aufgabe, weil sie so klein sind …

Hier ist das fertige Endergebnis:

IMG_5016.jpeg
IMG_4992.jpeg
IMG_5013.jpeg
IMG_5017.jpeg
IMG_4994.jpeg
IMG_4999.jpeg
IMG_5007.jpeg
IMG_5008.jpeg
IMG_5012.jpeg


Und noch einen kleinen Einblick in das Nest:
IMG_5015.jpeg
IMG_4972.jpeg



Ansonsten gibt’s im Moment nicht viel Neues.
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#16 Ameisenhaltungsbericht: Pheidole megacephala

Beitrag von Justus64 » 4. August 2025, 16:26

Update:

Nach knapp einem Monat gibt es endlich wieder Neuigkeiten!


Ich war eine Weile im Urlaub, in dieser Zeit hat sich zum GlĂĽck jemand um meine Ameisen gekĂĽmmert, darunter natĂĽrlich auch um die Pheidole megacephala.

Jetzt denkt ihr sicher:
„Na super, dann platzt das Becken ja inzwischen vor Ameisen!“

Immerhin war im letzten Bericht deutlich zu sehen, wie schnell die Kolonie gewachsen ist.

Ehrlich gesagt, habe ich das auch erwartet.
Aber – Überraschung – es kam ganz anders.


Leider muss ich euch ein wenig enttäuschen:


Während meiner Abwesenheit gab es ein paar unerwartete Probleme, von denen ich erst im Nachhinein erfahren habe.
Die Kolonie hatte eine kleine Schwachstelle im seitlichen Drahtgitter entdeckt und ist dort ausgebrochen.

Sie hatten also mehrere Wochen lang „freien Auslauf“.
IMG_6628.jpeg


Zusätzlich fiel zeitweise die Beheizung aus, und die Temperatur sank teilweise unter 20 °C – alles andere als optimal für eine gute Entwicklung.

Zum GlĂĽck ist mittlerweile wieder alles unter Kontrolle

MaĂźnahmen:

- das beschädigte Drahtgitter wurde ersetzt
- einige Ausbrecher konnten eingefangen werden
- die Heizmatten sind jetzt richtig platziert und korrekt eingestellt.

Die drei Gynen sind wohlauf und zum GlĂĽck weiterhin im Nest.
Die Kolonie selbst hat allerdings sehr an Größe verloren:


Nach meiner Schätzung auf etwa die Hälfte des vorherigen Standes.
Sie bekommen jetzt wieder regelmäßig Futter, und frisches Zuckerwasser steht dauerhaft bereit.


Hier bekommt ihr noch ein Foto, wie sie gerade Zuckerwasser trinken:
IMG_6630.jpeg
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