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KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten

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Sajikii
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#12593 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Sajikii » 8. September 2024, 16:41

Danke fĂĽr die Informationen. Das FĂĽttern gestaltet sich ja dann rein theoretisch noch einfacher als gedacht.

Das Zusammenfügen von mehreren Kolonien bei gewissen Arten fand ich schon bei Pheidologeton diversus (ich weiß, heute Carebara diversa) sehr spannend. Da war das Vereinigen von Arbeiterinnenverbänden auch kein Problem. Damals war es üblich, mittels Arbeiterinnen andere Halter zu unterstützen, die irgendwie Probleme hatten.

Dann einen schönen Restsonntag noch, LG
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Justus64
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#12594 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Justus64 » 8. September 2024, 18:36

Hallo,

ich interessiere mich fĂĽr die Haltung von Carebara / Pheidologeton castanea und wĂĽrde gerne wissen, ob jemand bereits Erfahrungen mit dieser Art gemacht hat. Ich plane, mir vor dem Winter noch eine Kolonie zuzulegen. Gibt es spezielle Anforderungen oder besondere Dinge, die ich beachten sollte?

LG,
Justus



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Vlodex

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#12595 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Vlodex » 9. September 2024, 09:30

@Justus64 die von dir genannten Arten sind Treiber Ameisen sie haben einen sehr hohen Nahrungs und Platzbedarf , sehr hohes Ausbruchs Risiko und die meisten sind nicht unbedingt aus einem Schwarmflug viele der Königinnen werden in der Natur ausgegraben was bedeutet das die Königinnen dann zum Teil unterernährt werden. Zumindest habe ich das öfter mal gehört. Dazu weißt du dann meist nie wie alt die Königin wirklich ist.
Ich will es dir nicht schlecht Reden, oder irgendwie einem der Verkäufer Schuld geben, aber das sind so Dinge die man öfter hört.
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Justus64
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#12596 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Justus64 » 23. September 2024, 06:41

Hallo zusammen, könnt ihr mir sagen, um welche Art es sich hierbei handelt?
Ich war gestern in Mainz, bei etwa 26 Grad Celsius.
Ich vermute, dass es sich um Lasius fuliginosus handelt, Größe müsste denke ich passen. Falls das stimmt, welche Puppen würdet ihr hinzufügen und in welcher Menge?
IMG_2090.jpeg
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IMG_2093.jpeg
IMG_2094.jpeg








Ps: Leider kann ich die Fotos mit meinem Handy nicht besser machen …



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#12597 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Vlodex » 23. September 2024, 07:47

Ja fĂĽr mich sieht es auch aus wie eine Lasius fuliginosus, allerdings brauchst du fĂĽr sie Lasius umbratus um eine Chance auf Erfolg bei der GrĂĽndung zu haben.
@Justus64
Die Reihenfolge wer also:
Lasius niger-----> Lasius umbratus------> Lasius fuliginosus
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#12598 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Lifestyler94 » 23. September 2024, 09:56

Schattenameise, keine schwarz glänzende Holzameise.
Chthonolasius spec. / vgl Lasius umbratus und Schwesterarten

Mittlerweile bin ich mir unsicher, ob es sich einfach um verschiedene Arten handelt - oder ob es eine Strategie ist (was ich vermute)
Es existiert ein "frĂĽher" Schwarmflug, kurz vor Schwarmflug von Lasius spp, worĂĽber junge Chthonolasius Gynen bspw. L.niger Arbeiterinnen
erbeuten und in ihren Mandibeln tragen, um in die erweiterten Gänge der jeweiligen Kolonie einzudringen -

und einen späten Schwarmflug, der bei gemäßigteren Temperaturen stattfindet in der Übergangszeit zw Sommer und Herbst.
idR laufen die Gynen erst gegen Dämmerung (deswegen Schattenameise?) auf dem Terrain und suchen nach Arbeiterinnen, die
wie oben genannt zur Annahme der Geruchsstoffe genutzt werden.

Ein kleiner Auszug eines Beitrages auf Eusozial meinerseits:
Bild_2024-09-23_095316356.png
Bild_2024-09-23_095334409.png

Übrigens: Soziale Parasiten gibt es vor Allem in gemäßigten Klimazonen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialparasitismus
In Mitteleuropa sind bisher 54 Arten bekannt, die entweder temporär oder permanent sozialparasitisch auftreten. Das sind 35 % aller bekannten Arten, von denen wiederum 15 % ihren gesamten Lebenszyklus als Parasiten verbringen. Sehr erstaunlich ist, dass Sozialparasitismus in den gemäßigten Breiten viel häufiger aufzutreten scheint. Aus den Tropen sind nur halb so viele Fälle bekannt und das, obwohl dort etwa 97 % aller bekannten Ameisenarten auftreten. Als Erklärung für dieses Phänomen wurden folgende Theorien aufgestellt (nach Seifert):

Ein kĂĽhles Klima bietet gĂĽnstigere Voraussetzungen, um in eine Wirtskolonie einzudringen, da die Arbeiterinnen in ihrer Angriffslust und Bewegungsgeschwindigkeit gehemmt sind.
Die Ameisengesellschaften der Tropen sind unglaublich artenreich und sehr zerstückelt. Da Sozialparasitismus in seiner Entstehung wahrscheinlich oft an eine spezifische Art gebunden ist, bietet die artenärmere Ameisenfauna der Nordhemisphäre mit ihren zum Teil recht homogenen Beständen bessere Anpassungsvoraussetzungen für die parasitierende Art.
In den gemäßigten Breiten treten häufig polygyne Arten auf. Das erleichtert das Eindringen verwandter Arten, da die Akzeptanz von Jungköniginnen in polygynen Kolonien höher sein muss, um die Polygynie zu gewährleisten.

von Ameisen können wir so viel lernen! =)*202
Bild_2024-09-23_100430869.png
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#12599 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Justus64 » 23. September 2024, 17:52

Hallo,

mich würde interessieren, ob man sich strikt an die Reihenfolge „Lasius niger → Lasius umbratus → Lasius fuliginosus“ halten muss. Ich habe Berichte gelesen, in denen Puppen von Cautolasius hinzugegeben wurden, und das wohl auch gut funktioniert hat. Ist das also eine mögliche Alternative?

LG



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#12600 KFKA - Ameisenhaltung kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Lifestyler94 » 23. September 2024, 18:01

Grundsätzlich würde ich erst einmal anfügen wollen:

claustral gründende Königinnen mit Flügel, mag gehen, kann gut gehen.
Bei sozialparasitären kippt idR 90%+ /Schätzung/ innerhalb von 48h um.

Daumen sind gedrĂĽckt.

Generell gilt der wissenschaftliche Grundsatz bei Dendrolasius fuliginosus vom sogenannten Hyperparasitismus
Guter Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Glänzends ... Holzameise


In der Heimhaltung kann man tricksen. Meistens überschattet jedoch die Sterblichkeit der Königin innerhalb einer Woche den Erfolg eines Berichtes.
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