[Pheidole megacephala] Ein All in one Erdnest Formicarium.

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oLKlint
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#1 [Pheidole megacephala] Ein All in one Erdnest Formicarium.

Beitrag von oLKlint » 18. April 2020, 16:20

Hey Leute,

als totaler Anfänger würde mich eure Meinung dazu freuen!


Wie ihr unten seht handelt es sich um ein All in one Erdnest Formicarium.
[image]https://imgur.com/NPrvJqz[/image]

Die Sedimentschichten bestehen aus: groben Steinen, einem alten kartoffelsack (mein erster Fehler, die Maschen sind zu grob & ließen etwas Erde durch :I ), kokoskohle und einem abgekochten Mix aus Gartenerde und Aqauriensand

Als clean up crew beschäftigte ich einige tropische Springschwänze (tropical springtails auf englisch, falls ihr auch welche sucht) von myants. Die brauchen bekanntlich viel Feuchtigkeit. Aus Angst das Nest zu stark zu bewässern & die umgezogene Brut zu ertränken, bewässer ich nur die hintere Seite gründlich, während die andere hälfte mit einem Sprühnebler fein benetzt wird.

Wie man sieht lege ich nicht großen Wert auf Dekoration. Der große Holzblock, sollte als Nestoption dienen, mögen es ja unter Festobjekten zu buddeln. Selbes Prinzip mit den Steinen am Fensterrand

Rechts, kaum erkennbar, ist eine infrarot Heizfolie befestigt. Die Ameisen fingen an Tag 2 direkt an ihre Brut möglichst nah an der Glasscheibe ins Erdinnere zu befördern & machen das auch schon seit 3 Tagen.
Hab euch das neue Nest mal rot eingekreist.
[image]https://imgur.com/Hk1Ss1k[/image]
Nun hab ich heute allerdings nen kleinen Schrecken bekommen, ca 40 tote Arbeiterinnen, welche innerhalb der grünen Umkreisung abgelegt wurden. Finde es schon mal komisch, dass überhaupt tote Arbeiterinnen so nahe am alten Nest abgelegt werden. Die Frage ist nun, ob etwas an meinem setup nicht stimmt, oder ob das weitere Transportleichen waren, die erst jetzt rausgebracht wurden? Als die Ameisen ankamen, waren an der Stahlwolle bereits ca 25 tote Arbeiterinnen.

Heute konnte ich zumindest beobachten, dass 2 tote Arbeiterinnen aus dem Reagenzglas inneren kamen und nicht aus dem neuen Nest, denn das würde ja heißen, dass die Ameisen definitiv noch lebten zur Ankunft.

Habe mich bestens bemüht gute Lebensbedingungen herzustellen. Temperatur fällt Nachts auf 20° Celsius, ansonsten sind es immer ca 23-24°. Sollte das tatsächlich zu kalt werden nachts, ist ja immer noch die Heizfolie im Dauerbetrieb.
Da das Formicarium dermaßen groß für eine so kleine Kolonie ist, habe ich gleich an mehreren Stellen Honig auf Blätter & Steine angebracht (2 verschiedene Sorten). Gelegentlich sehe ich eine Arbeiterin daran naschen.
Proteine in Form einer zerschnittenen Fliege, eines Tausendfüßlers & das Antstore trocken Insekt Futter, wurden alle kurz begutachtet und liegen gelassen.
An der Stelle sollte ich erwähnen, dass ich das Futter relativ nah an der Ameisenstraße zum neuen Nest hingelegt habe & lediglich Arbeiterinnen, die beschäftigt mit Brut umziehen, das Futter gesehen haben.
Kann es sein, dass die einzelnen Arbeiterinnen & Soldaten, die ich selten in entfernten Ecken des Formicariums sehe, für die Rekrutierung zuständig sind? bzw würden Arbeiterinnen, die beschäftigt sind mit Brut, diese Arbeit pausieren und das Futter einholen?

Bin mir nicht sicher, ob ich zu fürsorglich bin & die einfach keinen Hunger haben, oder ich etwas falsch mache.
Aber wenn ich bedenke, dass man seit Tagen ständig 1-3 Eier und Larven auf Transportwegen sieht, muss es doch einen Proteinbedarf geben, oder?

Naja, das wars erst mal von mir. Besonders da ich diesen Text 2 mal schreiben musste xD (etwas speichern wollen & stattdessen ausgeloggt werden, ist nicht so cool :D)

Danke fürs lesen, hoffe ihr könnt mir etwas helfen.

Wer mehr von dem Nest sehen möchte, soll Bescheid geben. Bei Bedarf mach ich gerne wöchentliche Berichterstattung.

LG Mattes

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#2 [Pheidole megacephala] Ein All in one Erdnest Formicarium.

Beitrag von Harry4ANT » 18. April 2020, 18:42

Ich hatte meine P. megacephala auch in zwei Erdnestern, allerdings mit heller Sand/Lehm Mischung. Hätte ich dir zwecks Sichtbarkeit / Kontrast auch empfohlen.
Der Lehmanteil gibt dem ganzen auch Stabilität & soll das spätere Einstürzen der Gänge & Kammern verhindern.

Hier sieht man das linke Erdnest - per Heizmatte etwas beheizt und über ein Drainageröhren (unten eine Granulatschicht) hin und wieder befeuchtet, manchmal auch etwas von oben besprüht.


Die Arena in der Mitte:

1.JPG
2.JPG
3.JPG
4.JPG
5.JPG

Wie groß war den die Kolonie bei Ankunft am Donnerstag?
Vom Zeitraum her können die Toten noch gut Auswirkungen des Transportes sein, sollte sich aber jetzt dann stabilisieren.

Einen Deckel würde ich dir mittelfristig empfehlen - die werden wirklich recht wuselig und laufen später ständig alles ab, da wird jeder Ausbruchschutz mit der Zeit nutzlos :lol:
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#3 [Pheidole megacephala] Ein All in one Erdnest Formicarium.

Beitrag von oLKlint » 18. April 2020, 19:28

@Harry4Ant

Hab mir bereits alle deine P. megacephala Videos angeschaut, sehr nices Setup!

Hast recht, ein hellerer Boden wäre klug geweßen. Ich hatte eher die Befürchtung unsere Gartenerde wäre zu lehmig, weswegen ich noch Sand reingemischt hab :lol:


Laut Verkäufer sollen es 4 Königinnen und 80-120 Arbeiterinnen geweßen sein. Leider konnte ich das nicht nachprüfen, da MyAnts ihre Reagenzgläser mit Moos befüllt.
Denke es waren aber deutlich mehr Arbeiterinnen + ein Haufen an Brut

Hatte mir ebenfalls auf Myants 2 Edelstahl Gitter gekauft, zum oben drauflegen. Bin davon ausgegangen die wären etwas fester von der Strukter und würden sich nicht ständig aufrollen :roll:

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#4 [Pheidole megacephala] Ein All in one Erdnest Formicarium.

Beitrag von Harry4ANT » 18. April 2020, 19:45

Du könntest vielleicht jegliches Futter , also die Tränke mit Wasser, die Kohlehydrate (habe auch diese in RGs mit Watte angeboten) und die Insekten auf dem großen Holzstück anbieten.
Dann siehst du etwas mehr von Ihnen beim furagieren.

Ich könnte mir auch gut eine Art Podest vorstellen, verschraubt auf dem Holz, welches sie erst hochklettern müssen um ans Futter zu kommen.
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