Ameisenforum - Ameisenfutter
Grundwissen zu Futterinsekten, was bietet was?



Vorwort

Futtertiere k├Ânnen durchaus auch selbst gez├╝chtet werden, je nach Art mehr oder weniger aufwendig.

Richtig lohnenswert eher nur wenn es darum geht gr├Â├čere Ameisenv├Âlker mit Insekten zu versorgen.

Zudem gilt immer, Futterinsekten sind nur so gut, wie ihr sie versorgt und f├╝ttert werden.

Weiter anzumerken, Ger├╝che, Ger├Ąusche, Platzbedarf, Temperaturen und Feuchtigkeiten sind f├╝r erfolgreiche Zuchten zu ber├╝cksichtigen.



Was an Futterinsekten ist verwendbar? 1. Heimchen, Grillen und co.

 
 
 


Heimchen, Grillen und co. sind die Klassiker f├╝r Futterinsekten und sind eigentlich in jeden Zoofachhandel zu bekommen, sie sind eigentlich recht einfach zu halten und zu vermehren.

Nun was sind eigentlich Heimchen, ich k├Ânnte jetzt einen Abschnitt aus Wikipedia hier einf├╝gen, aber das interessiert doch in Wahrheit nur die Wenigsten.

Heimchen geh├Âren zu der Familie der Grillen, das sind die die an warmen Sommern├Ąchten romantisch in der Ferne zirpen,

w├Ąhrend man selber auf der Terrasse sitzt und nach einem sch├Ânen Grillabend, sich noch bei einem Bier unterh├Ąlt.

Ob man es aber noch romantisch findet, wenn man Nachts um 2:37 Uhr den K├╝hlschrank verr├╝ckt, um das zirpende Biest endlich zum Schweigen zu bringen, nun das ist jeden selber ├╝berlassen.

Aber hier sitzt eines der zwei wesentlichen Problemen bei der Heimchen Haltung, denn wieder Name schon sagt, Heimchen f├╝hlen sich im Heim sehr wohl und einmal ausgeb├╝chst, hat man sehr viel Spa├č daran die wieder einzufangen.

Wenn es sich dann dabei auch noch im adulte Tiere handelt, hat man Wochen sp├Ąter immer noch viel Spa├č damit, denn die k├Ânnen sich durchaus vermehren und ist das einmal passiert, wird man die Plage nicht mehr ohne gro├čen Aufwand wieder los.

Hierbei sei angemerkt, das andere Arten wie Steppengrillen oder Mittelmeergrillen, zwar h├Âhere Temperaturen brauchen, um sich aktiv zu vermehren aber je nach Hausstand ist das dennoch m├Âglich,

ein Kamin oder eine Heizungsanlage geben gen├╝gend W├Ąrme ab, damit die in Stimmung kommen.

Trotz allem, sind sie als Futtertiere geeignet, da sie, Aufgrund ihrer verschiedenen Stadien, in allen Gr├Â├čen gibt und ihre Verf├╝gbarkeit ist auch ein Pluspunkt.

Wenn man also wei├č, wie man die richtig unterbringt, kann man damit eine Kolonie gut versorgen.

Denn viel zur Zucht brauchen die Kleinen nicht, man braucht einen Beh├Ąlter, am besten Hoch und mit einem Deckel der Luftdicht abschlie├čt, damit sich nirgends ein Tier rauszw├Ąngen kann.

Die Einrichtung ist ganz spartanisch, einfach ein paar Eierkartons rein zum Verstecken und h├Ąuten, das reicht schon aus.

Fressen tun die alles, was bei 3 nicht weg ist, etwas geschrotene Weizenkleie und Haferflocken reichen als Trockennahrung schon aus und kann als "Bodengrund" d├╝nn ausgestreut werden.

Als Nassfutter eignet sich alle unbehandelten Gem├╝sereste aus der K├╝che, wenn etwas Gr├╝n von einer M├Âhre ├╝brig bleibt oder ein Salatblatt, einfach rein damit und gut ist.

Nur darauf achten das es nicht zu schimmeln anf├Ąngt, denn dann muss der Zuchtbeh├Ąlter gereinigt werden.

Zur Eiablage kann man die Futterinsektendosen nehmen, diese mit Erde auff├╝llen und leicht feucht halten, damit die Eier nicht ausgegraben werden und verspeist, kann man einen Nylonstrumpf dr├╝ber ziehen.

Die Dose kann man nun immer wieder mal austauschen und separieren, damit die Eltern den Nachwuchs nicht fressen, ist aber kein muss.

Zum Schluss noch der zweite gr├Â├čere Nachteil von Heimchen und co. denn wie bereits erw├Ąhnt, die fressen alles, auch eure Ameisen und dessen Brut.

Wenn eure Kolonie also noch klein ist, solltet ihr aufpassen, dass die Heimchen nicht ins Nest krabbeln und dort Schaden anrichten.

Wenn man jetzt keine aggressiven J├Ąger hat, empfiehlt es sich die Heimchen vorher zu zerteilen oder anzuquetschen, das erleichtert einmal die Jagd und ihr k├Ânnt sicher sein, das die Gejagten nicht zum J├Ąger werden.



Ca. N├Ąhrwerte

Heimchen:         --> Rohprotein: 20% / Rohfett: 3,9%

Zweifleckgrille:   --> Rohprotein: 20% / Rohfett: 6,6%

Steppengrillen:   --> Rohprotein: 21,4% / Rohfett: 7,2%

Kurzfl├╝gelgrillen:--> Rohprotein: 24,4% / Rohfett: 6,1%



Fazit:

Heimchen eignen sich gut als Futter, sind aber mit einem Risiko verbunden, das nie 0 sein wird.



2. Fruchtfliegen



Fruchtfliegen kennt jeder, K├Âche hassen sie, Terraristiker lieben sie, zumindest die Flugunf├Ąhigen aus der Dose.

Fruchtfliegen kennt wahrlich jeder, im Sommer schwirren sie gerne bei der Obstschale rum und sind einfach nur l├Ąstig, aber warum sind sie bei Terraristiker geliebt?

Erstmal muss man wissen, es gibt zwei Arten als Futterinsekten, einmal die kleinen Drosophila melanogaster und die gr├Â├čeren Drosophila hydai,

Beide Arten wurden im Labor flugunf├Ąhig gez├╝chtet mutiert, wie man es auch nennen mag.

Daher hat man nicht gleich eine Plage, sobald man die Zuchtdosen ├Âffnet und eure Tiere brauchen sich keine Fl├╝gel wachsen zu lassen um sie zu jagen.

Jedoch ist zu beachten, dass wenn man die aktiv z├╝chtet, man immer wieder mal eine neue fremde Generation mit reinbringen muss, da sonst die Mutation sich zur├╝ckbildet und die Fruchtfliegen die F├Ąhigkeit zu fliegen, wieder erlangen k├Ânnen.

Was machen die Fruchtfliegen nun f├╝r uns Ameisenhalter interessant, es ist die Gr├Â├če und ihre Zahl,

die meisten Kolonien werden nur einen Zuchtbecher brauchen, denn das was sie interessant macht, ist zugleich ihr Nachteil.

Fruchtfliegen sind f├╝r kleinbleibende Kolonien und f├╝r Gr├╝nderkolonien ideal, da sie klein sind, wehrlos und leicht zu verarbeiten.

Zudem ist ihre schlicht kleine Gr├Â├če ideal um wenig M├╝ll zu produzieren und m├Âgliche Schimmelbildung ist sehr gering, aber das ist leider auch ihr Nachteil.

Denn dadurch das Fruchtfliegen so klein sind, haben diese kaum einen N├Ąhrwert.

Sobald eine Kolonie richtig in Fahrt kommt, was die Brut angeht, reichen die Fruchtfliegen nicht mehr aus um den Hunger zu stillen,

einzig und allein der Besch├Ąftigung und zum Beobachten eignen sie sich dann noch.

Trotzdem sind Fruchtfliegen keine schlechten Futterinsekten, zumal sich ihre Zucht mit am einfachsten gestaltet.

Die einzige Arbeit die man da hat, ist den Zuchtbrei anzur├╝hren und den gibt es in vielen verschiedenen Varianten und jeder schw├Ârt auf das eine Rezept.

Ich selber hab diverse Breie ausprobiert und alle haben funktioniert, das wohl einfachste war Haferflocken, Äpfel und Hefe pürieren

und so lange angleichen, bis ein z├Ąher dickfl├╝ssiger Brei entsteht und fertig ist es.

Ich pers├Ânlich bin auf eine fertige Mischung umgestiegen, die ich nur noch abmessen und Wasser beigeben muss.

Hat man nun einen Brei anger├╝hrt, f├╝llt man diesen in den Zuchtbeh├Ąlter, meistens sind es die 500ml Feinkostbecher vom Metzger,

auf den Brei packt man nun locker verteilt feine Papierstreifen oder Holzwolle, Nylonstrumpf oder Probiers├Âckchen aus dem Schuhladen noch dr├╝ber und fertig ist das Ganze auch schon.

Fehlen nur noch die Fliegen und nach ungef├Ąhr 2 Wochen ist der Becher voll und kann als Futter verwendet werden.

Der einzige Nachteil bei der ganzen Sache ist, nicht jeder Laden hat Fruchtfliegen und zudem kann so ein Becher doch recht gut stinken, da Hefe gebraucht wird f├╝r die Zucht.



Ca. N├Ąhrwerte

Fruchtfliege: --> Rohprotein: 19,6% / Rohfett: 3,0%

Fazit:

F├╝r kleine Kolonien/Gr├╝nderkolonien sind Fruchtfliegen ideal, aber als dauerhaftes Futterinsekt (f├╝r gr├Â├čere V├Âlker) sind sie ungeeignet.



3. Fliegen/Fliegenmaden

Kommen wir zu den Fliegen und dessen Maden, jeder kennt sie und ist von sie genervt, besonders diese dicken Schmei├čfliegen die gef├╝hlt durch jede Ritze reinfinden, aber das offene Fenster nie treffen.

Zuerst die Maden, Maden sind Fett und Eiwei├č pur, also richtige kleine Energiebomben, g├Ąbe es da nicht diesen kleinen Haken.

Sobald eine Made verletzt ist und ihre Innereien offen sind, beginnen die Verdauungsenzyme die Made selber zu zersetzen.

Dies macht dann die Made unappetitlich f├╝r unsere Ameisen, zumindest in den meisten F├Ąllen.

Wird die Made also nicht schnell zerlegt und gefressen, haben unsere Kleinen nicht mehr viel von den Energiebomben.

Um das zu umgehen, m├╝sste man die Maden abbr├╝hen, dadurch wird das Enzym zerst├Ârt,

jedoch stockt dadurch auch das Eiwei├č und das Fett, was wiederrum auch nicht wirklich von allen Kolonien angenommen wird.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass zwar Interesse da ist, aber verwertet wurde da nichts.

Das n├Ąchste Stadium w├Ąren die Puppen, durch den harten Panzer kommen nicht viele Arten und der Inhalt ist auch nicht wirklich befriedigend.

W├Ąre aber eine M├Âglichkeit um gezielt ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum die Kolonie mit Insekten zu versorgen,

indem man unterschiedliche alte Puppen ins Formicarium wirft und w├Ąhrend man im Urlaub ist oder sonst wie verhindert, schl├╝pfen in unterschiedlichen Abst├Ąnden die Fliegen.

Tja und die Fliegen sind recht N├Ąhrstoffarm, man findet zwar in Tabellen und Aufzeichnungen das sie in etwa gleich viel besitzen wie Heimchen,

jedoch habt ihr mal eine Fliege aufgeschnitten, da ist einfach nicht viel drin, in so einer Fliege, bei den weiblichen Vertretern findet man zwar noch Eier, aber das war es auch schon.

Bis auf den Verdauungstrakt und dem Geschlechtsorganen gibt es da nicht viel zu finden.

Unsere Ameisen werden dennoch was zum Verwerten finden und f├╝r kleine Kolonien oder wenn die nervende Schmei├čfliege die Fliegenklatsche kennen gelernt hat, sind die dennoch gut.

Aber als dauerhaftes Futter sind sie eher nicht geeignet und zudem, bis auf die flugunf├Ąhigen Terflys, fliegt der Rest,

da kann das Handling schon knifflig werden und jede Fliege m├╝sste man zerdr├╝cken.

Zu der Zucht muss ich nicht viel sagen, kauft euch lieber Maden im Angelshop, z├╝chtet nicht selber, warum?

Es reicht wohl aus wenn ich sage, das man sich eine kleine Biotonne im Sommer ins Haus holen m├╝sste.



Ca. N├Ąhrwerte

Stummelfliege:       --> Rohprotein: 19,6% / Rohfett: 3,8%

Stubenfliegenpuppe: --> Rohprotein: 23,9% / Rohfett: 3,6%

Stubenfliege:          --> Rohprotein: 19,6% / Rohfett: 3,8%

Pinkies:               --> Rohprotein: 15,4% / Rohfett: 11,3%



Fazit:

Viel Potential aber nicht genutzt.



4. Heuschrecken

 
 
 


Heuschrecken, hier gibt es gar nicht so viel zu sagen, die die man regul├Ąr kaufen kann sind die W├╝stenheuschrecken und die Wanderheuschrecken.

F├╝r unsere Ameisen kommen die in Frage, wenn man sehr hungrige Gesellen hat, da Heuschrecken, im Vergleich zu den anderen Futterinsekten, sehr gro├č werden.

Vom N├Ąhrwert her haben sie mehr Inhalt als Heimchen und sind hinter den Schokoschaben.

Vom Handhaben her sind sie aber mit am angenehmsten, da man sie sehr leicht einfangen kann und sich auch nicht so leicht von der Pinzette befreien k├Ânnen.

Gehalten werden sie wie die Heimchen, mit einem Unterschied das man statt Eierkartons lieber Äste nimmt, um mehr Platz zu schaffen.

Sollte mal ein Tier entkommen, ist das kein Problem, vermehren k├Ânnen die sich nicht, weder die W├╝stenheuschrecken noch die Wanderheuschrecken.

Sie brauchen ordentlich W├Ąrme um sich zu vermehren, auch wenn man sie langfristig aufbewahren will,

kommt man nicht drum herum sie zu w├Ąrmen, sei es durch eine Heizmatte oder an die Heizung stellen.

Daher empfiehlt es sich bei einer Zucht, sich ein extra Terrarium anzuschaffen, da man mit einer Heizmatte nicht weit kommt und man schon auf Heatspot Lampen setzen muss.

Auch ist zu beachten, dass die Tiere zum h├Ąuten viel Platz brauchen, mindestens die doppelte K├Ârperl├Ąnge nach unten muss vorhanden sein.

Dies alles sorgt daf├╝r, das eine Zucht mit denen doch schon recht aufwendig und auch Kostenintensiv ist, im Vergleich zu den anderen Futterinsekten.

Auch bei denen sollte man darauf achten, dass sie nicht ins Nest geraten k├Ânnen, da die auch dort Schaden anrichten k├Ânnen, auch kleinere Kolonien sollten nur mit vorher zerteilten Tieren gef├╝ttert werden.

Ach und achtet darauf, das bei adulten Tieren die Fl├╝gel mit abgetrennt werden, sonst lernen eure Ameisen das fliegen...

Fragt nicht woher ich das wei├č.



Ca. N├Ąhrwerte

W├╝stenheuschrecke: --> Rohprotein: 18,4% / Rohfett: 8,7%

Fazit:

Als Futtertier an sich, sind Heuschrecken sehr Nahrhaft und man bekommt auch gr├Â├čere Kolonien damit satt aber in der Zucht und dauerhaften Haltung gestalten sie sich als schwierig.



5. Mehlk├Ąferlarven



Kommen wir zu den ÔÇ×Mehlw├╝rmernÔÇť bzw. die Mehlk├Ąferlarven und Mehlk├Ąfer.

Diese sind mit den Heimchen die bekanntesten und wahrscheinlich auch die verbreiteten Futterinsekten und das nicht ohne Grund.

Sie haben hohe N├Ąhrwerte, besonders im Fettbereich sind sie gut dabei.

Im Vergleich zu Heimchen, haben die Larven fast 4mal so viel Fett, weshalb sie gerne zum Aufp├Ąppeln bei V├Âgeln oder Eidechsen genommen werden.

Leider haben die auch einen Haken, wie bei den Fliegenmaden zersetzt das Verdauungsenzym die Mehlk├Ąferlarven bei Verletzungen selber.

Aber Erfahrungsgem├Ą├č nicht so stark, daher haben auch faulere Arten die Chance etwas zum Knabbern zu finden, denn ums zerteilen wird man kaum drum herum kommen.

Der Panzer ist sehr hart und nur gro├če Arten kommen ohne Probleme durch diesen.

Zudem hab ich die Erfahrung gemacht, das die Puppen lieber angenommen werden als die Larven.

Wie es bei den K├Ąfern aussieht kann ich nichts zu sagen, da ich diese nie zum Schl├╝pfen kamen bei mir.

Die Zucht selber gestaltet sich auch recht einfach, schaut dazu zum Beispiel einfach mal in diese Anleitung

Ca. N├Ąhrwerte

Mehlk├Ąferlarven: --> Rohprotein: 22,4% / Rohfett: 5,2%

Mehlk├Ąferk├Ąfer:  --> Rohprotein: 23,0% / Rohfett: 5,1%

Fazit:

Wenn die Kolonie die Mehlk├Ąferlarven annimmt, dann sind sie ein sehr gutes Futter



6. Wachsmottenlarven

Die Wachsmottenlarven, der Alptraum jedes Imkers.

Ich mach es kurz, die verhalten sich wie gro├če, sehr gro├če Fliegenmaden mit mehr N├Ąhrwerten.

Auch sie zersetzen sich selber und hinterlassen einen Haufen halbverdautes schwarzes etwas.



Ca. N├Ąhrwerte

Wachsmotte: --> Rohprotein: 23,7% / Rohfett: 3,3%

Fazit:

Futter f├╝r gr├Â├čere V├Âlker oder gr├Â├čere Ameisen.



7. Schokoschaben



Kommen wir zu meinen pers├Ânlichen Lieblingsfutterinsekt, die Schokoschaben.

Schokoschaben sind vom N├Ąhrwert her sehr weit oben anzusetzen, gut 40% besteht nur aus Proteinen und Fetten.

Zudem ist deren Panzer recht weich, sodass selbst kleinste Ameisen keine Probleme haben diesen zu knacken,

dennoch empfiehlt es sich die Schaben abzuquetschen oder zu zerteilen, besonders bei Arten die keinen starken Jagdtrieb haben.

Was gibt es zu beachten bei der Haltung und Zucht?

Erstmal sollte man wissen, dass diese Art von Schaben, keine glatten W├Ąnde hochklettern kann, was die Handhabung sehr erleichtert.

Ansonsten handhabt ihr sie wie Heimchen, Eierkartons zum Verstecken und h├Ąuten, Weizenschrot und Haferflocken als d├╝nner Bodengrund sowie Trockenfutter ist ausreichend.

Und als Nassfutter k├Ânnt ihr einfach die Gem├╝seabf├Ąlle aus der K├╝che nehmen, aber achtet auch hier darauf, das nichts schimmelt.

Die allgemeine Regel sagt, alles was am Abend reingeworfen wurde und am n├Ąchsten Morgen noch da ist, ist zu viel.

Sobald eine Zucht l├Ąuft, dann l├Ąuft sie gut, Schaben legen Ootheken aka Eierpakete ab, daf├╝r brauchen sie W├Ąrme, eine einfache Heizmatte reicht daf├╝r v├Âllig aus.

Achtet aber wirklich gut darauf, dass keine Ootheke oder Schaben euch abhandenkommen.

Auch wenn sie W├Ąrme brauchen um sich gut fortzupflanzen, k├Ânnen sie sich in der Wohnung vermehren und das will keiner.

Es empfiehlt sich aber erst zu z├╝chten, wenn man den Bedarf hat, ansonsten empfehle ich einfach eine gute Menge zu kaufen, M├Ąnnchen raussuchen und Ootheken absammeln, so unterbindet man die Vermehrung.

Bei einem Ameisenshop kann man viele Schokoschaben f├╝r wenig Geld erstehen, die eigenen sich einmal zur Zucht oder zur Nicht-Zucht.



Ca. N├Ąhrwerte

Schokoschabe:          --> Rohprotein: 28,7% / Rohfett: 10,9%

Argentinische Waldschabe: --> Rohprotein: 28,7% / Rohfett: 7,6%

Fazit:

Aufgrund der hohen N├Ąhrwerte und des weichen Panzers, eignen sich die Schaben f├╝r fast jede Kolonie.



Abschlusswort

So das war es auch schon, denk ich.

Klar es gibt da noch Erbsenblattl├Ąuse, Springschw├Ąnze, Silberfische und was wei├č ich noch alles, aber wenn man das alles aufz├Ąhlen w├╝rde, kann man gleich Biologie studieren gehen.

Zum Ende hin m├Âchte ich nur noch ein paar Dinge sagen, einmal macht es das Futtertier alleine nicht aus, auch diese m├╝ssen gut versorgt werden um gutes Futter zu sein.

Auch ist Abwechslung wichtig, wenn es immer nur das gleiche gibt, verhalten sich die Ameisen anders, so hab ich zumindest das Beobachten k├Ânnen.

Gab es eine Zeit lang nur Schaben, wurde sich daraufhin auf alles andere wie verr├╝ckt gest├╝rzt und auch anders rum.

Wenn es nur Heuschrecken gab oder Heimchen, dann waren Schokoschaben wieder der Hit.



Autor: TheDravn

Technische Umsetzung: Erne