Eigenbau eines Holznestes

Fotos von Formicarien und anderen Behausungen für Ameisen.
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Bernerber
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#17 AW: Eigenbau eines Holznestes

Beitrag von Bernerber » 24. Januar 2014, 21:57

Ja das Nest an sicht sieht natürlich recht gut aus. Möchtest du Plexiglasscheiben einmal herum anbringen?

Für eine kleine Gründerkolonie ist das Nest natürlich viel zu groß und wenn du die Hohlräume ausfüllst mit irgendeinem Material werden sich die Ameisen vollkommen verstecken und in dem Ausfüllmaterial verschwinden.
So wirst du die Ameisen die ersten 1,5 Jahre nicht zu Gesicht bekommen. Ich gebe dir den Rat erst einmal ein kleines Nest mit nur einer, maximal 2 Kammern zu bauen!
So wirst du als Anfänger die Ameisen auch sehen können und hast mehr Freude an der Haltung und Beobachtung!
In 3 Jahren kannst du die Ameisenkolonie in ein solch großes Nest ziehen lassen.

Den Rat musst du natürlich nicht befolgen, ist aber ein erst gemeinter Tipp von mir.

Des weiteren sieht man auf dem Bild noch nicht wie du das Nest befeuchten möchtest, hast du dafür eine Idee oder möchtest du uns um Rat bitten?



Bernerber

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bulldogg
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#18 AW: Eigenbau eines Holznestes

Beitrag von bulldogg » 25. Januar 2014, 02:00

Ja ich werde höchst warscheinlich eine kammer mit wasser füllen.
Eure meinungen zur bewässerung sind auch hilfreich.
Nein das nest wir sich direkt in einem becken befinden das mit der arena verbunden ist.

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Reber
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#19 AW: Eigenbau eines Holznestes

Beitrag von Reber » 25. Januar 2014, 02:19

Hallo bulldog
Wenn ich mich recht erinnere, willst du Lasius brunneus in deinem Holznest einquartieren? Wie feucht es diese Art im Nest mag, kann ich dir nicht sagen. Da wissen aber sicher andere weiter. Ich vermute allerdings, dass du das Holznest nicht sehr oft bewässern musst und ein 20 mm Tiefes Loch mit einem 15er Bohrer als "Bewässerungskammer" ausreicht.

DermitderMeise
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#20 AW: Eigenbau eines Holznestes

Beitrag von DermitderMeise » 25. Januar 2014, 19:51

Reber hat geschrieben:Wie feucht es diese Art im Nest mag, kann ich dir nicht sagen.

Konkret kann ich das auch nicht sagen, ich würde aber schätzen dass es feuchter sein sollte als bei den großen holzbewohnenden Camponotus-Arten; man findet diese Art vorwiegend an Waldrändern, in Parks, nistend in morschem Holz (auch als Holzameise im menschlichen Umfeld). Bei meinem fehlgeschlagenen Gründungsversuch mit dieser Art war die einigermaßen feuchte Umgebung zumindest kein Hindernis.

Wie gut es über längere Zeit funktioniert das Holz direkt zu befüllen kann ich nicht sagen, wäre aber interessant wenn du da Erfahrungswerte mit uns teilst; in dem o.g. Versuch hatte ich Eichenrinde verwendet und es traten keine Schwierigkeiten auf. Ansonsten wäre vielleicht eine punktuelle Wasserquelle wie ein vollgefülltes austauschbares Reagenzglas mit Watteverschluss ausprobierenswert, so dass die Feuchtigkeit nicht direkt mit dem Holz in Kontakt kommt. Aus dem Verhalten der Ameisen könnte man dann schhließen welcher Feuchtigkeitsgrad ihnen zusagt, je nachdem wie nah oder entfernt von der Watte sie sich aufhalten.

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bulldogg
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#21 AW: Eigenbau eines Holznestes

Beitrag von bulldogg » 26. Januar 2014, 09:33

Ja das werde ich dokumendiren.

Vespa Crabro
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#22 AW: Eigenbau eines Holznestes

Beitrag von Vespa Crabro » 2. Februar 2014, 11:34

Hallo bulldog,

so sehr ich kreatives Basteln mit Holz aus persönlichen Gründen immer begrüße, muss ich deinem Enthusiasmus leider einen Dämpfer verpassen. Das weiche Kiefernholz, das du hier verwendet hast, wird von allein und bei Befeuchtung sowieso, mit der Zeit immer mal schwinden und quellen, sprich, sich verziehen.

Dem kannst du weder mit aufgeklebtem Glas entgegentreten (wird "abgesprengt"), noch mit angeschraubten Plexiglas begegnen. Letzteres verträgt "auf Zug" absolut keine Belastung und wird an den Schraubpunkten zersplittern.

Für solche Vorhaben - und dann auch nur im Kleinstmaßstab - unbedingt Harthölzer verwenden. Buche oder wenn Ameisen nicht empfindlich für die Gerbsäuren sind (das weiss ich nicht) Eiche. Beliebte Brennhölzer, von daher kommt man da recht leicht an passend dimensionierte Stücke dran.

DermitderMeise
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#23 AW: Eigenbau eines Holznestes

Beitrag von DermitderMeise » 3. Februar 2014, 00:19

Hallo VC,
Vespa Crabro hat geschrieben:Dem kannst du weder mit aufgeklebtem Glas entgegentreten (wird "abgesprengt"), noch mit angeschraubten Plexiglas begegnen. Letzteres verträgt "auf Zug" absolut keine Belastung und wird an den Schraubpunkten zersplittern.

hier ein großes Gegenbeispiel, wo das ~ 5 Jahre gehalten hat (und der Zerfall letztendlich an den Ameisen lag und nicht an Holzverzerrungen). Da man am ersten Nest sowieso gerne noch herumoptimiert und dann schnell beim zweiten landet finde ich es ganz legitim mit beliebigem (Weich-)Holz zu starten; die Ameisen machen damit sowieso was ihnen gefällt, so dass das Arbeiten des Holzes letztendlich eines der kleinsten Probleme ist. Aber danke für den Tipp, wenn ich mal ein Nest für die (kleine) Ewigkeit bauen möchte werde ich mich daran hoffentlich erinnern! :)

PS: Eiche funktioniert.

Vespa Crabro
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#24 AW: Eigenbau eines Holznestes

Beitrag von Vespa Crabro » 3. Februar 2014, 11:31

" hat geschrieben:hier ein großes Gegenbeispiel, wo das ~ 5 Jahre gehalten hat (und der Zerfall letztendlich an den Ameisen lag und nicht an Holzverzerrungen).


Dazu muss man sagen, dass es sich dabei um ein Stück mit dafür günstigem Breiten/Tiefenverhältnis gehandelt hat und offensichtlich auch um einen dickeren Ast, mit viel Kernholzanteil, während der TE hier scheinbar einfach ein Stück Baumarkholz verwendet hat, wo für den Hobbybastler nicht immer gleich erkennbar ist, in welche Richtungen das Holz arbeiten wird.

Holzstücke mit stehenden Jahrringen machen es einem da leichter, da wird das Holz einfach ausgedrückt eher "dünner" und "dicker". Ganz anders ist das bei liegenden Jahrringen, da kommt dann, bei falsch dimensionierten Stücken sicher das Problem auf, dass durch sich biegendes Holz die Glas/-Plexiglasscheibe in Mitleidenschaft gezogen wird und letzten Endes die Dichtheit, bzw. die Abdunklung für die Ameisen leidet.

Plant man bereits so, dass man das Nest mit wachsender Ameisenzahl austauschen will, geb ich dir recht, Holz ist ein schönes Naturprodukt mit schmückendem Wert und sicher eine angenehm artgerechte Unterkunft für die Tiere. Die Enttäuschung kann aber groß sein, wenn während der Saision mit Ameisenkolonie doch Risse oder Lücken entstehen, die das Holz als abgedunkelten und sicheren Raum für die Beobachtung disqualifizieren.

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