Gabriel's Aphaenogaster exasperata Haltungsbericht

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Gabriel
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#1 Gabriel's Aphaenogaster exasperata Haltungsbericht

Beitrag von Gabriel » 11. Dezember 2013, 15:57

Hallo Ameisenfreunde

[SIZE="1"](Zuerst möchte ich sagen,dass dieser Text grammatikalisch vereinfacht wurde. Auch habe ich weniger ausführlich geschrieben. Dies, weil ich aus Versehen auf "Wiederherstellen" geklickt habe und alles, bis auf ein paar Wörter, gelöscht wurde. Erstens hat mich das nicht nur sehr viel Nerven gekostet den Text nochmal, mit der gleichen "Liebe" zu schreiben, sondern auch viel Zeit. Der ganze Beitrag hat mich insgesamt 2 Stunden gekostet. Ich würde mich also für ein Durchlesen freuen!)[/SIZE]

Da im Moment bei den Haltungsberichten wenig los ist und es über die Art, über die ich berichten werde, nur einen Haltungsbericht in diesem Forum gibt, habe ich mich beschlossen, nun doch einen zu machen.

Ich werde euch so viel wie möglich über die Art Aphaenogaster exasperata erzählen.

Meine Kolonie ist vor etwa 2 Monaten bei mir angekommen. Die Tiere waren während dem Auspacken extrem ruhig. Als ich sie das erste Mal sah, bewegte sich keine einzige. Bestellt habe ich 40-70 Arbeiterinnen, angekommen sind 30. Darunter befanden sich aber keine toten Ameisen. Alle waren munter. Da mein bestelltes Formicarium noch nicht angekommen war, habe ich schon extra eines für diese Zwischenzeit bereitgestellt. Als ich sie hineinsetzte, kamen über die Hälfte des Volkes aus dem Reagenzglas. Sie stürzten sich sofort auf die Wände und kletterten diese hoch, der Boden war nur Nebensache. Wie nachgelesen werden kann, stimmt es, dass diese Art sehr gut Glas hinaufklettern kann. Die Arbeiterinnen laufen sogar eiskalt über eine 1cm Paraffinölschicht! Nach einem Tag liefen sie aber nur noch auf dem Boden, die Wände waren nicht mehr wichtig. Nach ein paar Tagen starb schon die erste Arbeiterin. Naja, ist wahrscheinlich wegen dem Transport, dachte ich. Leider starben immer wieder Arbeiterinnen. Als dann endlich das richtige Formicarium ankam, habe ich sie da reingetan. Auch da hiess es wieder: Zuerst die Wände hoch, der Boden ist unwichtig! Aber auch nach ein paar Tagen wurde der Boden bevorzugt. Nicht nur das war gewöhnlich, sondern leider auch das Sterben. Ich hatte hier im Forum auch schon einen Thread zur Problemlösung erstellt, leider nützte es nicht sehr viel. Es wurde gesagt, dass es zu trocken sei. Ich habe dann mehrmals am Tag das Becken besprüht. Es brachte nur ein bisschen etwas. Einmal regte ich mich darüber so dermassen auf, dass ich radikal durchgriff und die Kolonie in eine kleine Box, in der sich kein Bodengrund oder Deko befindet, sondern nur Nahrung, getan habe. Und siehe da, das Sterben hatte ein Ende! Die Box "besprühe" ich allerdings nicht. Warum die Arbeiterinnen gestorben sein könnten, darüber möchte ich jetzt nicht diskutieren. Da kommen wir wahrscheinlich ein andermal wieder drauf. Da sie ja nicht ewig in der Box sein können.
Jetzt habe ich nur über negatives der Kolonie gesprochen, dafür gibt es mehr positives!
Die Kolonie weist, oder wies, eine extrem hohe Aktivität auf! Als es noch 20-30 Arbeiterinnen waren, waren, wenn die Bürotischlampe brannte, über die Hälfte des Volkes draussen im Formicarium. Leider hat diese aber mit der Zeit immer wie mehr abgenommen. Wenn die Lampe nicht leuchtet, sind ca. 1-3 Arbeiterinnen draussen, sobald sie aber brennt können es auch schnell mal sieben sein. Das liegt daran, dass es hell und wärmer wird.
Die Larven fressen extrem viel! Als die Kolonie ankam, waren 5 "mittel-grosse" Larven vorhanden. Nun sind diese aber erst "gross". Jedoch sind noch ca. 4 dazugekommen. Jetzt könnte jeder meinen, ich füttere ihnen zu wenig. Das stimmt auf der einen Seite vielleicht, aber auf der Anderen auch nicht. Seit das Volk hier ist, haben sie 12 Fliegen, 5 Heimchen, 2 Grashüpfer und noch ein paar Mücken gefressen! Das Fresspotenzial ist also hoch! Bis jetzt hat sich aber noch keine Larve verpuppt.
Erstaunlicherweise ist mir bis jetzt noch nicht richtig aufgefallen, dass noch keine Ameise geschlüpft ist, weil es mir auch völlig egal ist. Die Ameisen sind sehr ansehlich und interessant. Zuerst machte ich mir Gedanken, dass sie mir eventuell nicht gefallen würden, da sie relativ dünn und schmal auf den Bilder aussehen. Das stimmt auch, aber ich muss sagen, dass mir das jetzt doch sehr gefällt. Vor allem ihre Farbe, wenn Licht auf sie scheint, ist sehr schön.

Da aber niemand nur diesen langen und langweiligen Text durchlesen möchte, sondern eh nur wegen den Bildern gekommen ist, zeige ich euch jetzt noch ein paar Bilder und ein Video. Leider nicht von höchster Qualität!

Hier gerade nach dem Einsetzen in das "Zwischenformicarium".

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Die folgenden Bilder zeigt die Kolonie im richtigen Formicarium.

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Hier befindet sich die Kolonie in der Box in der sie jetzt leben. Man sieht, dass es so gut wie nichts in ihr hat.

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In dem Video zeige ich vor allem die Aktivität der Ameisen. Sie befinden sich dort im "richtigen" Formicarium.



Die Bilder habe ich jetzt nicht zurechtgeschnitten, da ich echt keine Lust mehr dazu hatte.

Ich bedanke mich für's Lesen und würde mich über Kritik und Fragen im Diskussionsthread freuen.
Ich habe jetzt zuerst im allgemeinen über die Art gesprochen. Über genaue Details (z.B irgendwelche Beobachtungen) werde ich schon noch eingehen.
Ich hoffe, ich konnte euch dadurch einen kleinen Einblick in eine Kolonie Aphaenogaster exasperata verschaffen.

Zustand vom 11.12.2013 (Ich zähle die Tage ab diesem Datum)
Königinnen: 1
Arbeiterinnen: 15
Eier: 0
Larven: 8-10
(Nackt)Puppen: 0

LG Gabriel
Lasius niger - ca. 30 A.
Crematogaster scutellaris - 5 A.

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#2 AW: Gabriel's Aphaenogaster exasperata Haltungsbericht

Beitrag von Gabriel » 5. April 2014, 20:19

Und schon ist der Haltungsbericht beendet...

"Bringt der den gar nichts auf die Reihe?!"

Nunja, das kann sein...

Die Kolonie hat mich irgendwie wahnsinnig gemacht. Es passierte so viel Unerklärliches!
Vor ca. zwei Monaten verpuppte sind ENDLICH eine Larve. Ich habe die Larven extrem zugefüttert! Fast jede Woche gabs 3 Heimchen und das bei ca. 4-6 Larven.:confused::verrueckt:
Als ich dann mal zwei Wochen nicht mehr gefüttert habe, (Also nur noch kleine Mücken, diese haben sie aber nicht mehr annehmen wollen) hat sich die erste Larve verpuppt, insgesamt waren es 3. Mich soll keiner fragen wieso das so lang gedauert hat. Drei Monate, wenn nicht mehr, da sie schon mittel-gross ankamen und das bei ständiger Fütterung. Das Lustige war, dass die Larven fast die ganze Zeit am fressen waren.^^
Als die Larven sich endlich verpuppt haben, schien es nun endlich voran zu gehen. Es waren auch Eier vorhanden. Als ich dann eines Morgens hineinschaute, lag die Köngin tot im RG...
Ich habe keine Ahnung woran das lag.

Auch hier war ich sehr enttäuscht. Ich hab mein bestes gegeben, aber irgendwie nützte es nichts.
Vielleicht war ich auch zu naiv, mir eine Art zu kaufen, über die man fast nichts weiss und dann noch exotisch. Gefallen haben mir die Tiere aber schon!
Aber auch das was für mich eine Erfahrung.
Tut mir Leid, dass ich euch nicht so viel über diese Art erzählen konnte, wenigstens habt ihr Fotos. (Siehe erster Beitrag)

Somit kann dieser Haltungsbericht auch geschlossen werden. Ich möchte mich für's Mitlesen bedanken.

Und nun seid ihr bestimmt gespannt, um welche Art es im neuen Haltunsgbericht geht...? (Nicht wirklich^^)

LG Gabriel
Lasius niger - ca. 30 A.
Crematogaster scutellaris - 5 A.

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