Camponotus ligniperda Jungköniginn Erfahrungen

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AntStalker
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#1 Camponotus ligniperda Jungköniginn Erfahrungen

Beitrag von AntStalker » 8. Mai 2007, 13:28

Hallo habe vor ca.zwei Wochen eine Camponotus ligniperda Königin mit nur noch einem Flügel auf einem Waldweg gefunden ( die ich auch suchte!!) und jetzt ist meine frage: hat jemand erfahrungswerte wie lange es dauert bis eine königin anfängt mit der eiproduktion nach dem ablegen der flügel? am besten auch bei camponotus. Sie ist zwar oft am proteinjelly und frisst aber ich sehe noch keine wirkliche sesshaftigkeit. habe auch schöne korkfarm gebaut die sie auch schon angenommen hat aber naja wie gesagt halt noch keine eier..

Würde mich sehr über erfahrungen und tipps freuen,
DER ANTSTALKER =)



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Marmorkuchen
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#2 AW: Camponotus ligniperda Jungköniginn Erfahrungen

Beitrag von Marmorkuchen » 8. Mai 2007, 18:50

Hallo!

Hat sie den einen Flügel noch oder nicht?

Ade, Marmorkuchen



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NIPIAN
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#3 AW: Camponotus ligniperda Jungköniginn Erfahrungen

Beitrag von NIPIAN » 8. Mai 2007, 18:58

Nach der Begattung bekommt so eine Gyne vermutlich erstmal nen "Hormonschock". Eier müssen schließlich auch irgendwo herkommen und sitzen nicht allesamt "ausgewachsen" im Abdomen. Das nimmt eben einige Zeit in Anspruch. Lass doch erstmal Ruhe einkehren! Ein RG mit Wasserreservoir reicht für dieses Jahr sicher aus. In ein paar Tagen zeigt es sich schon, ob sie die Eierproduktion ankurbeln will.

Geduld ist das Wichtigste!



AntStalker
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#4 AW: Camponotus ligniperda Jungköniginn Erfahrungen

Beitrag von AntStalker » 9. Mai 2007, 01:14

Danke fürs posten!
1. den flügel warf sie noch im transportgefäß ab
2. naja ich verwöhn sie schon mit proteinjelly und Honig-Zuckerlsg.
Tja und warscheinlich heißt es wirklich nur abwarten aber wie lange noch ist die frage... naja trotzdem danke euch beiden :)



Sahal
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#5 AW: Camponotus ligniperda Jungköniginn Erfahrungen

Beitrag von Sahal » 9. Mai 2007, 12:43

Hola,

nu scheine ich nicht der Einzige zu sein, der Fuetterung einer claustralen Gyne nicht nur als ueberfluessig, sondern auch bedenklich hält.
Königinnen muss/soll/kann man fuettern - AmeisenWiki

Man sollte doch bitte v.a. bedenken, dass der Verdauungstrakt einer Gyne NICHT auf Verdauung von Protein und Honig während der Gruendungsphase vorbereitet, und der Stoffwechsel auf "innere Ernährung" eingestellt ist.


Wenn die Flinte ins Korn gefallen ist, nicht gleich das Kind in den Brunnen werfen, auch wenn das der Tropfen ist, der dem Fass die Krone ins Gesicht schlägt!

AntStalker
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#6 AW: Camponotus ligniperda Jungköniginn Erfahrungen

Beitrag von AntStalker » 9. Mai 2007, 13:30

Sahal du bist mein Stern ich Danke dir für all dein Wissen, deswegen werde ich sofort das futter entfernen und weiterschaun!
ABER ist es nicht in jeder entwicklung eines lebewesens so dass erst verdauungstrakt bzw, die meisten organe vor der bildung des gesamten fortbildungsapparat fertig sind da diese überlebenswichtig sind?

Trotzdem nochmal tausend dank für diese erkenntnis!!!:respekt:



Sahal
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#7 AW: Camponotus ligniperda Jungköniginn Erfahrungen

Beitrag von Sahal » 9. Mai 2007, 15:39

Hi Ameisennachsteiger,

sicherlich sind die Verdauungsorgane zum Überleben wichtig, ebenso aber auch das Exoskelett... sonst würden die Ameisen ja zu den Amöben gezählt oder eine ziemliche Sauerei im Nest veranstalten :D

die meisten organe vor der bildung des gesamten fortbildungsapparat fertig sind
Ajo, bisserl Gehirn brauchen die dann doch schon :fettgrins:

Die Entwicklung der Organe ist relativ, so verzichten Ameisenlarven auf eine Fortbewegung (volle Versorgung durch die Arbeiterinnen); haben zwar einen Mitteldarm, aber noch keinen Durchgang zum Enddarm/After (Nesthygiene?).


Die Gynen mögen dann einen voll entwickelten Verdauungstrakt haben (es gibt nmW noch keine Forschung darüber), jedoch ist die Frage: in wie weit ist dieser bereits in Funktion, werden Verdauungsenzyme sezerniert und kann überhaupt Nahrung umgesetzt werden, wenn ja: welche. Wenn ersteinmal Enzyme sezerniert wurden, was passiert dann bei Nahrungsumstellung auf Sekrete der Arbeiterinnen?
Und die wichtigste Frage: kann eine claustral gründende Gyne überhaupt nicht vorverdautes Futter verdauen? Nach erfolgreicher Gründung wird sie ja in der Hauptsache mit Sekreten der Arbeiterinnen versorgt, da sie die beträchtlichen Mengen an benötigten Stoffen gar nicht selbst verdauen könnte.


Wenn die Flinte ins Korn gefallen ist, nicht gleich das Kind in den Brunnen werfen, auch wenn das der Tropfen ist, der dem Fass die Krone ins Gesicht schlägt!

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