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Lasius niger - Haltungserfahrungen

Berichte, Erfahrungen, Tipps, Beobachtungen Gattung Lasius
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#57 AW: Lasius niger - Haltungserfahrungen

Beitrag von ANTinBLACK » 5. Juli 2008, 14:35

5.7.08

Hallo!!!!:bananadancer:


gestern, am 4.7.08 feierte meine Lasius niger Kolonie 2- JĂ€hriges bestehen:behappy: . Zur feier des Tages hab ich ihnen ne Torte in form einer riesigen, natĂŒrlich abgebrĂŒhten Fliege spendiert ^^.

Die Fliege war, als ich nach ner halben Stunde nochmal nachschauteŽschon in der Zugangsröhre zum Nest verschwunden. An der fetten Fliege haben sie bestimmt einen Tag lÀnger zu knabbern Bild .

Die meisten Puppen sind mitlerweile geschlĂŒpft und die Brutkammer fĂŒllt sich allmĂ€lig wieder mit immer grĂ¶ĂŸer werdenden Larven. Es lieden "nurnoch" ca. 20 Larven in der rechten Eche der Brutkammer.

Die Erdbeere haben sie nun nicht wirklich angenommen und da sie schon am 3. Tag mit nem Schimmelflaum ĂŒberdeckt war, hab ich sie schleunigst entsorgt. den Stein, auf der sie lag hab ich dann auch noch grĂŒndlich gereinigt.


Das wars erstmal fĂŒr heute. Weitere Berichte folgen.


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#58 AW: Lasius niger - Haltungserfahrungen

Beitrag von ANTinBLACK » 13. August 2008, 19:43

13.8.08

Hi,

der Kolonie gehts richtig gut!!! Bis jetzt sind schon fast alle Puppen der "nĂ€chsten Generation" nach der BrutĂŒberschwĂ€mmung geschlĂŒpft.

Die Brutkammer wurde parallel zum Nestboden erweitert und ist auch schon wieder mit reichlich Larven gefĂŒllt.

Vor kurzem haben ein paar Arbeiterinnen zwischen dem linken Tankschlauch und der Wand eine Art leiter aus Erde gebastelt, die es ihnen ermöglichte, die Talkumschicht zu ĂŒberschreiten. Diese "Leiter" hab ich erst spĂ€t bemerkt und die Arbeiterinnen hatten genug Zeit, die Abdichtung durchzuknabbern!!!

Sie haben einen schmalen Trichter im Schaumstoff ausgehöhlt, der am Ă€ußeren Ende ca. 1mm Durchmesser hat - Genug Raum um sich durchzuzwĂ€ngen.

Die Folge waren ein paar AusbrĂŒche und spĂ€ter der Abriss der "Leiter" (durch mich).

Sie schaffen's immer wieder mich auszutricksen^^ Bild



Ansonsten konnt ich noch beobachten, dass eine Arbeiterin eine ausgehöhlte Fliege bis zur Talkumschicht auf dem Nestrand ganz allein hochgezogen hat und versuchte, die Fliege dort festzumachen. Dies klappte aber nicht. Also hat die starke Arbeiterin die Fliege kurzerhand in den zweiten Schlauch buchsiert.

Das wars erstmal fĂŒr heute. Weitere Berichte folgen.


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#59 AW: Lasius niger - Haltungserfahrungen

Beitrag von ANTinBLACK » 5. Oktober 2008, 14:28

5.10.08

Hi,

die Kolonie hat sich anscheinend schon in Winterruhenstimmung gebracht.
Es sind kaum mehr AußenaktivitĂ€ten zu beobachten. Ich kann auch keine Puppen mehr in der Brutkammer mehr erkennen. Die Brutkammer ist nurnoch mit Larven gefĂŒllt.

Heute hab ich die Gyne seit nunmehr einem Jahr das erste mal wieder gesehen. Sie saß in mitten der Brutkammer und war von ca. 5 Arbeiterinnen umringt, wĂ€hrenddem sie sich ihre FĂŒhler putzte.
Es war schon erfreulich die Königin so gesund und munter zu sehen.

Wegen unserem morgigen Urlaubsbeginn werde ich die Kolonie heute im Außenkeller einwintern. Die Temparaturen lassen es zumindest zu.


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#60 AW: Lasius niger - Haltungserfahrungen

Beitrag von ANTinBLACK » 15. November 2008, 19:48

15.11.08

Hi,

Die Kolonie wurde planmĂ€ĂŸig eingewintert. Als ich sie vor dem Urlaub in den Außenkeller brachte, legte ich noch eine Fliege auf die Futterplatte.
Nach dem Urlaub (14 Tage spÀter) lag die mittlerweile schimmlige Fliege ca. 5 cm neben dem Futterstein. Die Ameisen hatten also scheinbar noch ein bisschen hunger. Viel Hunger kann es aber nicht gewesen sein, da die Fliege, bis auf ne menge Schimmel, kaum anders aussah, wie wie vor dem Urlaub. Die Fliege hab ich nach dieser Erkentniss allerdings sofort entsorgt.

Die Brutkammer ist immernoch reichlich mit Larven gefĂŒllt. Ab und zu konnte ich sogar eine minimal mit dem Kopfteil wackeln sehen.
Die Gyne hat sich wieder in die Tiefen der NestgÀnge begeben und floh somit vor der Sichtkontrolle.
den Arbeiterinnen geht's auch gut.
Vor ein paar Tagen konnte ich beobachten, wie einige im Strahl der Rotlichtlampe "zuckten". Das ist ein witziges Verhalten, dessen Sinn ich mal wieder nicht verstehe. Vielleicht soll es eine Art seißmisches Telefon zur Warnung anderer Nestgenossen sein!????????:confused:

Dieses Verhalten konnte ich schon öfter beobachten.



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#61 AW: Lasius niger - Haltungserfahrungen

Beitrag von ANTinBLACK » 8. Januar 2009, 17:57

8.1.09

Prost Neujahr!!!!!

Aktuelle Außentemparatur ist ar***kalte -17°C!!!!

Zum GlĂŒck ist's im Winterquartier der Ameisen wonniger.
Dort herrschen kontrollierte +1°C.
Ich habe dort einen Heißluftfön mit 2000Watt Leistung in einiger Entfernung zum Formicarium aufgestellt um die gesamte Raumtemparatur ĂŒber dem Gefrierpunkt zu halten.
Immer wenn ich Draußen oder in dem Außenkeller bin und den Fön in den Augen haben kann, lĂ€uft er. So kann ich die Temparaturen immer TagsĂŒber um ca. 2°C steigern, sodass es mehrere NĂ€chte bei unter - 10°C braucht, um die Temparatur auf 1°C zu mindern.


Die Kolonie hat den Rutsch ins neue Jahr gut ĂŒberstanden. Sie sind gottseidank auch trotz vereister Straßen nicht zu weit gerutscht^^:ironie:


Hier und da sieht man, wenn man lange genug schaut, mal ne Arbeiterin mit den FĂŒhlern wackeln. Die AktivitĂ€t ist wirklich fast 0; aber so , oder so Ă€hnlich solls bei ner Winterruhe ja sein.


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#62 AW: Lasius niger - Haltungserfahrungen

Beitrag von ANTinBLACK » 8. April 2009, 09:32

8.4.09

Tachchen!!!

Endlich ist's soweit und auch ich werde die Winterruhe meiner Kolonien beenden.
Die Ruhepause war zwar etwas lÀnger als geplant, aber weil sie so spÀt eingewintert wurden, gleicht sich das wieder aus.

Es war ein harter Kampf, die Temparatur auf ĂŒber 1°C zu halten, besonders, als es bei uns tagsĂŒber!!!! unter -17°C war!!!!
Aber der Kampf ist gewonnen und es geht ihnen scheinbar gut!!!!!!:spin2:

Vor einer Woche hab ich die Temparatur im Keller langsam auf 10°C erhöht und ihnen mal wieder frischen Honig angeboten. Den haben sie aber noch nicht sonderlich angerĂŒhrt.

Heute werd ich sie dann endgĂŒltig aus der Winterruhe holen und sie erstmal mit ner deftigen Fliege in der Neuen Saison begrĂŒĂŸen:drink: Prost!!!

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#63 AW: Lasius niger - Haltungserfahrungen

Beitrag von ANTinBLACK » 17. April 2009, 16:22

17.4.09

Hi,

als ich die Kolonie auswintern wollte, musste ich erstmal TierfĂ€nger spielen, da ca. 15 Ameisen ausgebrochen waren, und im Außenkeller ihre erkundungstour machten. Nach einer halben Stunde waren sie forsichtig mit nem feuchten Pinsel wieder eingesammelt.

Das Formicarium erhielt wieder den gleichen Platz wie letztes Jahr.

Nach dem FrĂŒhjahrsputz in der Arena wurde die Talkumschicht genen AusbrĂŒche erneuert und direkt darauf ne saftige Fliege angeboten.
Alle verfĂŒgbaren Arbeiterinnen, die sich in der Arena befanden, stĂŒrtzten sich regelrecht auf die Fliege!!!
Als ich die Kamera gehohlt hab um ein paar Bilder zu knipsen, war die Fliege samt hungrigem Tischgelage auch schon im Zugangsschlauch zum Nest verschwunden.

Nach einigen Minuten konnte ich dann ein paar Arbeiterinnen am Honig beobachten:
Bild


Da ich ab morgen fĂŒr 2 Wochen in China bin, muss sich mal wieder meine Mutter um die Kleinen kĂŒmmern.
Bin mal gespannt, was dort so alles rumkrabbelt!!!


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#64 AW: Lasius niger - Haltungserfahrungen

Beitrag von ANTinBLACK » 14. Juni 2009, 11:23

14.6.09

Tachchen,

endlich hab ich mal wieder Zeit, zu schreiben. Musste wegen China ne Menge fĂŒr die Schule nachholen.

Die Kolonie hat meine Abwesendheit ganz gut ĂŒberstanden, der Ausbruchsschutz aus Talkum allerdings nicht.
Dies war auch der Grund dafĂŒr, dass ich beim BegrĂŒĂŸen der Kleinen erstmal nen 2m Streifen Tesa vom Formicarium abziehen musste, den meine Mutter gegen die Invasion angebracht hatte.

Die Arbeiterinnen hatten aus "Bauschutt" eine Art BrĂŒcke ĂŒber die talkumschicht gebaut, sodass sie Problemlos darĂŒber in die Freiheit (vor allem zum Fressnapf der Katze) spazieren konnten.

Dann hab ich renoviert, die BrĂŒcke abgerissen und das ÜberschĂŒssige Material kurzerhand in die Arena geworfen. Das Talkum hab ich entfernt und ne neue Schicht aus Melkfett angebracht.

Bis jetzt funzt das Melkfett als Ausbruchsschutz, bin aber mal gespannt, wie lange noch^^


Etwas Anderes hat meine Abwesenheit leider nicht ĂŒberstanden:furchtbartraurig::furchtbartraurig::furchtbartraurig:: meine Tetramorium sp. Kolonie.
Sie wurde von der Lasius niger Kolonie dahinngerafft, weil diese durch den mangelhaften Ausbruchsschutz zu viel Freigang hatten.
Meine Mutter hat mir erzĂ€hlt, dass sie Arbeiterinnen von dem kleinen Formikarium in das Große laufen gesehen hat.
Beim nĂ€chsten mal FĂŒttern ist ihr dann aufgefallen, dass das Reagenzglas leer war.

Als ich dann wieder von China zurĂŒck war, fand ich im großen Lasius niger Formicarium die Reste der winzigen Tetramorium sp Arbeiterinnen in einer Ecke liegen:furchtbartraurig::furchtbartraurig::furchtbartraurig:.
Das alles haben die bösen Lasius niger Arbeiterinnen innerhalb von nur einer Nacht angerichtet!!!!!!:mad:


Naja, eine gute Sache hat das ganze ja: jetzt weiß ich, dass die Lasius niger Kolonie keine kleine PygmĂ€enkolonie mehr ist.



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