Myrmecia pyriformis - Haltungserfahrungen

Unterfamilie: Myrmeciinae
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TRIA
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#1 Myrmecia pyriformis - Haltungserfahrungen

Beitrag von TRIA » 16. November 2009, 12:13

Myrmecia pyriformis
Taxonomie
Subfamilia: Myrmeciinae
Tribus: Myrmeciini
Genus: Myrmecia
Species: Myrmecia pyriformis (F. Smith)

Allgemeines
Herkunft: Australien, NSW Nähe Sydney.
Habitat: Waldränder , offenes Habitat
Kolonie: Polygyn. gynomorph, ergatomorph
Koloniegröße: wenige hundert Tiere
Gründung: Semiclaustral.
Arbeiterinnen: Monomorph, kaum Größenunterschiede untereinander.
Nestbau: Erdnester.
Winterruhe: Diapause von Juni bis Oktober(Australischer Winter)
Aussehen/Färbung: Königin/Arbeiterin: Schwarz glänzend
Größe :Königin: ca. 25 mm, Arbeiterinnen: 25mm

Entwicklungsdauer
Arbeiterin: ?

Bemerkungen
Auch diese Myrmecia Art verfügen über eine sehr gute visuelle Wahrnehmung. Arbeiterinnen jagen einzeln und töten die Beutetiere, kleine Insekten und Spinnen, mit ihrem Giftstachel. Sie ist eine sehr aggressive Art, attackiert selbst Beobachter hinter Glas und versucht zu stechen..Aufgrund ihrer Herkunft, ist mit einer Winterruhe zu rechnen.

Warnhinweis!
Das Gift von Myrmecia ist dem von Bienen und Wespen ähnlich und kann deshalb zu allergischen Reaktionen führen. Es muss deshalb unbedingt darauf geachtet werden, dass keine unbeteiligten Personen mit den Ameisen in Kontakt kommen und versehentlich gestochen werden.
Haltungsbedingungen
Temperatur: Zimmertemperatur, im Sommer eventuell mit einem Wärmespot. Im Winter etwas kühler.
Sydney liegt in der subtropischen Klimazone wobei das Klima aufgrund der Nähe zur Küste abgemildert wird. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 17,4 Grad Celsius. Die wärmsten Monate sind der Januar und Februar mit einer Durchschnittstemperatur von 22,0 und 21,9 Grad Celsius. Der kälteste Monat ist der Juli mit 11,8 Grad Celsius im Mittel. Im Winter fällt die Temperatur selten unter 5 Grad Celsius, die tiefste je gemessene Temperatur war 2,1 Grad Celsius.
Feuchtigkeit: Das Nest sollte einen feuchten und einen trockenen Bereich aufweisen. Gelegentliches Sprühen im Becken ist ausreichend.
Formicariengröße: Etwa 80x40x40 cm.
Futter: Kleine Insekten und Spinnen, Zuckerwasser, Honig und Wasser.

Myrmecia pyriformis : Verschiedene Myrmecia -Arten wurden bereits nach Deutschland eingeführt und werden mit wechselndem Erfolg gehalten. Nachdem hier noch nicht viel Information zu finden ist, wird zunächst auf eine jüngere Veröffentlichung zu dieser Art hingewiesen:
Dietemann, V., Peeters, C., Hölldobler, B. (2004): Gamergates in the Australian ant subfamily Myrmeciinae. Naturwissenschaften. 91:432-435 (Gamergaten in der australischen Ameisen-Unterfamilie Myrmeciinae)

Meinungen usw. bitte hier rein. http://www.ameisenforum.de/meinungen-fragen-zu-den-haltungsberichten/haltungs-diskussionsthema-zu-myrmecia-pyriformis-von-tria-t37700.html#post234995

28.08.09
Ich wollte euch doch auch mal am Anblick meiner neuen Pfleglinge teilhaben lassen, Myrmecia pyriformis. Sie sind einfach beeindruckend, ich hab ja nun auch schon andere kennen gelernt, z.B. Myrmecia pavida, aber die sind um einiges größer und durch das schwarz kommen sie auch bedrohlicher rüber. Zurzeit sind es 7 Larven und 13 Arbeiter. Ob eine Gamagate bei ist, kann ich leider nicht sagen. Hier mal ein paar Bilder nach der großen Reise überm Teich. Übrigens Danke Dirk und Bianca ( AntsNature), das ich sie erst mal Pflegen darf. Da habt ihr mir echt eine große Freude gemacht. Ich bin gespannt ob dieses Experiment glückt. Gott seis gedankt steht Dirk mir immer bei Fragen zur verfügung, sonst hätte ich schon oft mit Wind im Haar da gestanden :D

So, hier erst mal das große Fressen. Leider war die Bordverpflegung nicht ihr Geschmack, darum hab ich sie gleich auf einen Snack eingeladen.

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01.11.09
Leider sind 6 Larven verstorben, egal was ich ihnen anbot, sie wollten es nicht und halten sich nur an Honig. Mir kommt es vor als würden sie die Larven zwar beschützen, aber wirkliches füttern, kann ich nicht sehen.

10.11.09
Leider sind sie sehr inaktiv, ich würde sagen das die Chance das eine Gamagate bei ist, sehr gering ist. Sicher, bei einer Anzahl von 12 Arbeitern ist das auch nicht wirklich zu erwarten, obwohl eine sehr vielversprechend aussieht. Weiter warten, zumindest lebt die letzte Larve noch. Ich halte sie noch auf Ytong, denke werde aber auf Erde umsteigen, vielleicht ist das der Grund für das sterben der Larven.

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Ich hoffe das es hier weiter geht und nicht endet.
Eines Tages wird sich die Sonne zum roten Riesen aufblähen, die Erde verschlingen und das Universum wird über uns herzlich lachen.

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