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Mein erstes Ytong-Nest - ein paar Fragen

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Soulfire
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#1 Mein erstes Ytong-Nest - ein paar Fragen

Beitrag von Soulfire » 23. April 2010, 17:15

Also, ich möchte mich am Wochenende an meinem ersten YTongnest für meine Formica sanguinea Kolonie versuchen.
Ich habe mir schon jede Menge Bauanleitungen durchgelesen und habe auch einen groben Plan, aber auch noch ein paar Fragen :)

1. Ich kann mich nicht entscheiden, zwischen liegendem und stehendem Nest.
Ich habe mir eine kleine Liste mit Vorteilen gemacht, vielleicht fällt euch ja noch etwas ein, was mir bei der Entscheidung hilt:

liegend:
- Die Scheibe verdreckt weniger (denke ich...?)
- Das Nest kann nicht umfallen

stehend:
- Der YTong wird besser genutzt, weil die Kammern nicht so breit sondern eher tief sein können
- Die Bewässerung (finde ich persöhnlich) ist einfacher
- Das Nest nimmt weniger Platz weg

2. Ich habe überall gelesen, dass die Scheibe meist mit Silikon festgemacht wird und auch die Schlauchverbindung mit Silikon befestigt wird.
Mein Vater meinte aber jetzt zu mir, Silikon hält ja gar nicht auf Gasbeton und auf der Silikontube steht auch "hält nicht auf Stein"
Wie fest hält also das Silikon eigentlich?

3. Ich möchte erstmal ein kleines Nest basteln (Kolonie ist ja auch noch klein), das aber erweiterbar sein soll. Dafür dachte ich mir, mache ich einfach gegenüber dem eigentlichen Eingang noch einen Gang mit einem kurzen Stück Schlauch, den ich mit einem Gummistopfen verschließe.
Nachteil ist aber, dass ich an diesen Schlauch ja nur mittels Schlauchverbinder den nächsten Schlauch anschließen könnte, was das ganze evtl. etwas unbeweglich macht.
Habt ihr da noch andere Ideen zu?

4. Die berühmte Frage: Wie breit müssen Gänge und Kammern sein? :confused:
Ich habe da so viele Angaben gefunden (1cm pauschal, 2x Gynenbreite, 3x Arbeiterinnenbreite, etc.), dass ich irgendwie den Durchblick verloren habe. Kann mir jemand da eine konkrete Angabe zur Formica sanguinea machen?

So, ich hoffe auf reichlich Antworten und Ratschläge :)


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Ich halte Formica sanguinea, Temnothorax cf. nylanderi, Lasius cf. flavus, Lasius cf. niger, Formica rufibarbis, Formica cunicularia, Tetramorium sp., Camponotus vagus

Arestokrat
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#2 AW: Mein erstes YTong-Nest - ein paar Fragen

Beitrag von Arestokrat » 23. April 2010, 17:48

Hallo Soulfire,

1. Wie wärs mit einer Kombination aus Beidem? http://www.ameisenforum.de/europ-ische-arten/lasius-niger-haltungserfahrungen-t39008.html#post248009 Hier siehst du mein Nest für Lasius niger.....

2. Das Silikon wird in die Poren des Y-Tongs fliessen und sich so "verhaken"......Am besten Verwendest du aber Aquarien Silikon, da es für die Ameisen Ungefährlicher wird.

3. Planst du ein Internes Nest oder ein Externes? Falls du ein Externes Nest planst, kann du einfach den Schlauch in Ausreichender länge für den Späteren Anbau Zuschneiden und Festmachen...Falls du ein Internes Nest planst, wird der Anbau so oder so nicht so weit vom Hauptnest liegen, also wird der verbindungsschlauch auch net so lang. Da wird also kein Verbindungsstück nötig sein.

4. Muss dir leider jemand anderes beantworten, da ich darüber auch nicht bescheid weis.


MfG Arestokrat


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Soulfire
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#3 AW: Mein erstes YTong-Nest - ein paar Fragen

Beitrag von Soulfire » 23. April 2010, 20:38

Um in den Ytongstein oben und an der Seite Kammern zu machen ist der Stein zu flach denke ich.
Außerdem ist mir das für mein erstes Nest dann doch zu aufwändig ;-)

Und natürlich verwende ich Aquariensilikon, mein Vater hat mich nur etwas verunsichert, ob das auch wirklich hält :)

Das Nest soll Extern werden, halt mit der Möglichkeit, es zu erweitern.


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böse Miezekatze
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#4 AW: Mein erstes YTong-Nest - ein paar Fragen

Beitrag von böse Miezekatze » 26. April 2010, 21:49

Soulfire hat geschrieben:
4. Die berühmte Frage: Wie breit müssen Gänge und Kammern sein? :confused:
Ich habe da so viele Angaben gefunden (1cm pauschal, 2x Gynenbreite, 3x Arbeiterinnenbreite, etc.), dass ich irgendwie den Durchblick verloren habe. Kann mir jemand da eine konkrete Angabe zur Formica sanguinea machen?


Da ich auch noch Anfänger bin, hoffe ich, dass ich dir zu Frage 4 keinen Mist erzähle.
Ich denke, dass da die üblichen Angaben des Plattenabstandes die richtige Mindestangabe sein müssten. Zwar bezieht sich das ja ehr auf die Scheiben bei Farmen, aber wichtig ist ja, dass die Tiere genügend Platz haben, damit sie sich auch in einem schmalen Gang umdrehen können und nicht rückwärts gehen müssen (falls sie zurück müssen/ wollen).
Die Kammern würd ich dann logischerweise größer machen; evtl. da ein bisschen mit der Größe variieren, so dass die Tiere sich dann da für sich das passende raussuchen können.

Zum Plattenabstand bei Formica (Raptiformica) sanguinea hab ich mal gegooglet und die Angabe von 12 cm - 18 cm gefunden [Quelle]



hipudel
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#5 AW: Mein erstes YTong-Nest - ein paar Fragen

Beitrag von hipudel » 27. April 2010, 15:13

böse Miezekatze hat geschrieben:Zum Plattenabstand bei Formica (Raptiformica) sanguinea hab ich mal gegooglet und die Angabe von 12 cm - 18 cm gefunden [Quelle]


Du meintest wohl 12 mm - 18 mm ;)

Gruß hipudel



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böse Miezekatze
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#6 AW: Mein erstes YTong-Nest - ein paar Fragen

Beitrag von böse Miezekatze » 28. April 2010, 23:07

hipudel hat geschrieben:Du meintest wohl 12 mm - 18 mm ;)

Gruß hipudel



Uuups...:eek:
Jaa, ich meinte Millimeter (mm)

Sorry... ein kleiner Tippfehler mit großer Wirkung oO



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Chrischan42
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#7 AW: Mein erstes Ytong-Nest - ein paar Fragen

Beitrag von Chrischan42 » 29. April 2010, 00:52

Hi Ihr,

wollte nochmal kurz was zu dem Aquariensilikon loswerden. In Zoohandlungen erschrecke ich mich immer tierischt, wenn ich vor dessen Preisschildern stehe. Meist lese ich ca. 20EUR. In meinen Augen viel zu teuer.
Man sollte bei Silikon eigentlich nur darauf achten, dass es keine Fungizide enthält, also nicht keimhemmend ist. Meist steht auch auf den Kartuschen "keimhemmend". Davon sollte man die Finger lassen, da in diesen eben dieses Fungizid drin ist.

Ich benutze immer Silikon, wo diese Fungizide eben nicht drin sind und hatte damit noch nie Probleme. Man sollte nur nach dem Verkleben ausreichend ablüften lassen, damit das Essig heraus dunstet. Das Essig ist auch das Stechende in der Nase. Wenn du ganz sicher gehen möchtest, kaufe lebensmittelechtes Silikon, auch Küchensilikon genannt. Kostet zwar auch ein paar Euronen, ist aber immer noch um Weiten billiger, als spezielles Aquariensilikon.

VG, Chris


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seit April 2009 eine Lasius cf. niger Kolonie, aktuell ca. 4000 Frauen

Gilthanaz
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#8 AW: Mein erstes Ytong-Nest - ein paar Fragen

Beitrag von Gilthanaz » 29. April 2010, 12:05

Ich war immer der Ansicht, dass das Silikon für die Dichtigkeit benutzt wird, man aber trotzdem verschrauben sollte (Plexiglas + Ytong, im Normalfall). Hält Bombesicher, und das Silikon sorgt nur dafür, das die Tiere keinen schmalen Schlupf finden, um auszubrechen...

Soviel aus meiner kleinen Welt ;)

- G



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