Moderne Ameisenhaltung der heutigen Zeit, mit fachlichen und praxisnahen Informationen sowie Diskussionen, für jeden Interessierten den Umgang mit Ameisen zu erlernen
Moderne Ameisenhaltung der heutigen Zeit, mit fachlichen und praxisnahen Informationen sowie Diskussionen, für jeden Interessierten den Umgang mit Ameisen zu erlernen
An einem trüben Dezembertag wie heute blickt man gerne zurück auf Bilder mit blauem Himmel über packender Landschaft. Und wenn sich dort auch noch ein Künstler betätigt hat, dessen Werke heiter stimmen, ist das besonders schön:
Das sehr gute Hotel lag oberhalb der kleinen Stadt, umgeben von Oasen mit Palmen und kleinen Anbauflächen. Ausnahmsweise war es richtig warm, zwei Damen wagten sich sogar in den Pool, benötigten dann aber eine längere Aufwärmphase in der Sonne.
Weit über die Landschaft verstreut präsentieren sich die bemalten Felsgruppen. Aus der Ferne wirken sie zum Teil wie ein etwas ungewöhnliches Nomadenlager. Die wüstenhafte Vegetation umfasst dorniges Gestrüpp und an die Trockenheit angepasste, uns unbekannte Gewächse. Es war einer der ganz wenigen Orte, wo wir etwas „wildlife“ erspähen konnten: Kleinsäuger im Format von Eichhörnchen huschten auf einer Felsgruppe herum, waren dann aber bei Annäherung blitzartig verschwunden. Ich hätte dort gerne ein wenig Steine gedreht (unbemalte, natürlich!), um nach Ameisen, Skorpionen usw. zu sehen. Aber das Reiseprogramm trieb uns unbarmherzig weiter.
Klein und blau, oder riesig, rosa und grün waren die von Kunst überzogenen Granitblöcke. Wie überall dienten sie auch hier Nachwuchs-Künstlern für ihre ungelenken Übungen.
- Fortsetzung im nächsten Post wegen der Begrenzung der Bilderzahl -
Aber die Natur selbst entwickelt künstlerische Fähigkeiten. Gewaltige Blöcke hat die Verwitterung hier aus dem harten Fels geformt, aber auch Zoomorphe, die an zwitschernde Vögelchen erinnern, und in Bild 3 konnte ich endlich eine veritable Steinlaus dingfest machen!
Die mehr oder weniger rundlichen Formen entstehen durch chemische Verwitterung, Lösung und Auskristallisieren, anders als die eher kantigen, zackigen Verwitterungsprodukte unter Einfluss der Frostsprengung in unseren Gebirgen. Man nennt das Tafoni-Verwitterung, nach einem Ausdruck in der korsischen Sprache. Es bilden sich Einsenkungen, Hohlräume, oft eine Art Wabenstruktur: In den verschatteten Bereichen bleibt Feuchtigkeit länger erhalten so dass leichter lösliche Bestandteile des Gesteins herausgelöst werden, grobere Bestandteile lockern sich und fallen herab. An den besonnten Flächen verdunstet das Wasser rasch, die gelösten Stoffe kristallisieren aus, verkitten und härten die Kanten und Oberflächen. Auch bei uns kann man solche Bildungen beobachten, vor allem in Sandsteinformationen, etwa im Pfälzer Wald, an den Externsteinen im Teutoburger Wald, aber auch an vemauertem Buntsandstein etwa im Spessart.
Abendstimmung über Tafraoute, Blick aus dem Hotel.
Hier möchte ich mal eine Pflanze von der Reise vorstellen, die ich vorher nicht kannte, aber die sich identifizieren ließ. Aufgefallen ist sie uns am 18. Nov. im Erg Chebbi, bei Erfoud, am Rande der Sahara: Sie stand als Einzige weit und breit oben auf einer der Dünen! Unser Guide meinte allerdings, er habe uns im Vorbeifahren schon mehrfach auf solche Pflanzen hingewiesen.
Calotropis procera heißt das Gewächs, der Oscher oder Fettblattbaum, dessen große, blasige Früchte auch als Sodomsapfel bezeichnet werden. Es gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), und darin zu den Seidenpflanzengewächsen (UF Asclepiadoideae). (- Soll sich einer noch mal über schwierige Ameisennamen beschweren!)
Der bis 6 m hohe Strauch oder Baum kommt in der gesamten Sahara bis zur Sahelzone vor, sowie in Südasien. In manchen Ländern wird er angebaut. Das Holz dient als Brennmaterial, Nomaden haben früher daraus auch Melkgefäße und Holzsandalen geschnitzt.
Die Bilder zeigen das Habitat, einen Blütenstand, die fast faustgroßen, blasigen Früchte und eine unreife geöffnete Frucht mit weißem Milchsaft. An den reifen Samen sitzen lange, weiße Haarbüschel, so dass sie vom Wind verbreitet werden können (daher "Seidenpflanzen").
Meeresgetier sehe ich als Zoologe mir natürlich immer gerne an, und wenn es Frutti di Mare auf dem Teller gibt, umso besser! So haben wir die Fischmärkte in Agadir und in Essaouira aufgesucht. Sie sind üblicherweise direkt am Hafen, wo man sich auch die Schiffe gerne mal näher ansieht. Zuerst also zu den „Fischen“, zu denen kulinarisch auch Krebse (engl. crayfish) und Tintenfische („inkfish“ – auf Zypern gesehen!) sowie Tintenkraken (Octopus sp.) gerechnet werden.
Wannen voll Schwimmkrabben (Portunus sp.) und Seespinnen (Maiasp. – die größten können Bein-Spannweiten von 2-3 Metern erreichen!) werden angelandet. Beide enthalten kaum Essbares, werden aber als Zutaten in der Fischsuppe mitgekocht.
Die „besseren“ Krebstiere, Langusten und Hummer, sind hier zusammen mit Fischen in der Auslage eines Fischrestaurants direkt am Hafen von Essaouira ausgestellt. Gut zubereitet und gewürzt ist die fangfrische Languste ein Erlebnis!
Makrelen, kleine Rochen und meterlange Muränen. – Leider sieht man sie selten auf den Speisekarten, während Tintenfische, Calamares etc. in verschiedener Zubereitung angeboten werden.
Im schönst gelegenen Restaurant, am Nordende des neun Kilometer langen Sandstrandes von Agadir, musste ich mir mal etwas Besonderes gönnen! Der Strand ist übrigens über die gesamte Länge von Hotelbauten gesäumt, in mehreren Reihen hintereinander. Eine breite, gepflasterte Strandpromenade mit zahllosen Restaurants lädt zum Bummeln ein, oder man fährt mit dem Leihfahrrad entlang, man kann auf dem Sandstrand wandern, bei wärmerem Wetter natürlich auch baden, oder einfach im Schatten der Palmen die Seele baumeln lassen.
Es war lustig: Zurück von einem ausgedehnten Fußmarsch durch den Hafen von Agadir fielen wir in dem wenig besuchten Restaurant ein, dank Schlapphut, Rucksack und staubigen Schuhen etwas misstrauisch beäugt von den Kellnern (die sonst nichts zu tun hatten). Immerhin wurden uns Getränke serviert. Dann bestellte ich einen Hummertopf, das teuerste Gericht auf der Karte. Der Oberkellner wurde geradezu servil, der Hummer war unglaublich gut, und als ich am Ende auch noch wirklich bezahlte, konnten wir tatsächlich in strahlende Gesichter blicken!
Vom Strandrestaurant aus heran gezoomt erkennt man die beachtlichen Ausmaße eines Container-Frachters, der gerade vom Hafen kommend auf große Fahrt geht.
Womit wir im nächsten Beitrag auf die „Ships“ kommen wollen.