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Kommunikation bei Ameisen - Experimente

S.K.A.N.
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#1 Kommunikation bei Ameisen - Experimente

Beitrag von S.K.A.N. » 26. März 2016, 23:21

Erstmal schönen Tag! Ich habe im Rahmen meines W-Seminars beschlossen, Ameisen zu halten und habe mich auch deshalb hier angemeldet. Mein Seminararbeitsthema ist "Kommunikation bei Ameisen". Ich habe ein wenig recherchiert, welche Experimente man machen könnte. Zum Beispiel legt man zwei Wege zur Futterquelle aus, der eine länger, der andere kürzer, und schaut dann, welchen Weg die Ameisen einschlagen (-> Folgen der Pheromon-Spur). Hat jemand noch weitere Vorschläge, wie ich die Pheromon-Spur nachweisen könnte? Ich habe übrigens Lasius niger bestellt, sie dürften kommenden Dienstag da sein.
Vielen Dank schon mal im Voraus!
S.K.A.N.



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Safiriel

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#2 Re: Kommunikation bei Ameisen - Experimente

Beitrag von Safiriel » 27. März 2016, 00:09

Wie viele sind es denn? So richtig aktiv wurden sie bei mir glaube ich so ab 50.



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Attafive
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#3 Re: Kommunikation bei Ameisen - Experimente

Beitrag von Attafive » 27. März 2016, 17:55

Hallo S.K,A.N.

Erstmals: Willkommen im Forum, was immer auch Deine Formel bedeutet!

Das von Dir ins Auge gefasste Experiment ist sehr interessant, wenn auch nicht neu! Denn schon vor über 20 Jahren wurde es in einem TV-Beitrag von E.O. Wilson vorgestellt. Ich selbst berichtete 1969 in einer Abhandlung in einer entomologischen Zeitschrift über ein solches Verhalten von "Jagdameisen" bei Formica rufa.

Bei dem von Dir gewählten Experiment lassen sich sehr gute Erkenntnisse etwa über die "Kollektive Intelligenz" gewinnen, die sich ja bekanntlich besonders bei den Ameisen sehr ausgeprägt nachweisen lässt. - Hierbei ist nicht allein die Futtersuche im Blickfeld, sondern auch die Funktion des Zusammenwirkens bei der Heimschaffung eines grösseren Beutetiere durch mehre Ameisen. - Auch dieses Experiment lässt sich sehr einfach durchführen!

Daneben gibt ein solches Experiment auch einen Zugang zum Ameisenalgorithmus und damit zur Schwarmintelligenz, die ja bereits in den 1940er Jahren von Richard P. Feynman erkannt wurde, aber erst 1996 wurde es von Marco Dorigo eingehender beschrieben und auf das altbekannte informative "Problem des Handelsreisenden" ausgelegt.

Du siehst, es geben sich verschiedene Möglichkeiten, um mit Ameisen zu "arbeiten". Es ist nur wichtig, dass Du das Volk, so klein es auch am Anfang sein wird, richtig unterbringst und pflegst!

Viel Glück zu Deinen Experimenten!

carpe diem

Ryk
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#4 Re: Kommunikation bei Ameisen - Experimente

Beitrag von S.K.A.N. » 27. März 2016, 22:19

Vielen Dank! Ich wollte nächste Woche sowieso in verschiedene Büchereien, um nach bereits durchgeführten Experimenten zu schauen.
Es sind 11-25 Arbeiterinnen und eine Königin.

S.K.A.N.



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#5 Re: Kommunikation bei Ameisen - Experimente

Beitrag von Gast » 27. März 2016, 23:41

S.K.A.N. hat geschrieben:Vielen Dank! Ich wollte nächste Woche sowieso in verschiedene Büchereien, um nach bereits durchgeführten Experimenten zu schauen.
Es sind 11-25 Arbeiterinnen und eine Königin.

S.K.A.N.


Mit der geringen Anzahl kannst Du solche Experimente fast vergessen, weil Du einfach keine großen Ameisenstraßen sehen wirst. Sobald die Kolonie mehrere hundert Tiere stark ist, kann man schöne Ameisentraßen beobachten.



S.K.A.N.
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#6 Re: Kommunikation bei Ameisen - Experimente

Beitrag von S.K.A.N. » 28. März 2016, 18:40

Aber trotzdem sollte es doch möglich sein, irgendwelche Experimente durchzuführen oder? Ansonsten müsste ich warten, bis es genügend sind.

S.K.A.N.



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#7 Re: Kommunikation bei Ameisen - Experimente

Beitrag von Sajikii » 28. März 2016, 19:15

Hmmm... du wirst auf jeden Fall nächstes Jahr genügend Ameisen für all deine Experimente haben. Heuer wird wohl noch nicht viel los sein bei dir. Aber du hast da eh eine Art gewählt, die sich relativ rasch entwickelt, wer weiß ob Ende diesen Sommers schon das eine oder andere Experiment machbar ist?

Kommt Zeit, kommt Rat.

Viel Erfolg!



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Safiriel

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#8 Re: Kommunikation bei Ameisen - Experimente

Beitrag von Safiriel » 28. März 2016, 19:27

Du kannst Experimente durchführen, aber wenn 10 Prozent der Ameisen das Nest verlassen, ist das schon viel. Bei 20 Ameisen siehst Du mal eine, mit ganz viel Glück vier oder fünf Ameisen außerhalb des Nestes. Vielleicht machen zwei davon das Gleiche. Eine wirkliche Beobachtung von Pheromenspuren etc. muss also etwa bis nächstes Jahr warten.

Mit viel Zeit lässt sich aber so in vielleicht zwei Monaten schon beobachten, wie vielleicht eine Ameise eine Fruchtfliege oder Laus in die eine Richtung trägt, es kommt eine zweite hinzu und will in die andere Richtung damit. Oder drei Ameisen versuchen eine gefühlte Stunde lang eine Fliege quer ins Nest zu stopfen. Irgendwann geben sie auf und eine andere kommt, dreht die Fliege um, jetzt passt sie rein, gut ist.



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