Projekt: Gartenhaltung

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Tosty
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#1 Projekt: Gartenhaltung

Beitrag von Tosty » 20. Mai 2020, 12:30

Hallo,

da ich nichts zu diesem Thema in der Suche finden konnte:

- Zunächst habe ich ja einen Thread eröffnet, in dem ich hauptsächlich die Formica fusca Kolonie im nahegelegenen Busch mit einer Fütterung unterstützen möchte. Dazu wird es ab nächster Woche neue Ergebnisse geben.

- Jetzt aber zum eigentlichen Thema: Ich möchte gerne Ameisen halten, aber nicht im Haus (das ist nichts für mich), sondern Draußen im Garten ( Fläche + viele große Bäume sind ausreichend vorhanden)


Mögliche Bedingungen zum erfolgreichen Einzug (Brainstorming):

1) Meine Idee ist nun erstmal nach einer geeigneten wärmespeichernden Platte (https://www.ebay.de/itm/Warmhaltefach-E ... SwlGJcbQOf) oder Matte zu suchen, denn meine Erfahrung hat gezeigt, dass vor allem diese warmen Plätze für eine Koloniegründung bevorzugt angenommen werden.
2.) Evtl einen Baumstumpf suchen und es dort probieren.
3.) Pushen mit zusätzlichen Puppen und einer Fütterung.

Frage:
Könnte man nun eine begattete Königin fangen und diese im Reagenzglas unter einer durch die Sonne aufgewärmten Platte/Matte legen, evtl auch schon mit vorgefertigten Gängen.

Es wäre für mich kein Beinbruch, wenn die Königen eine neue Stelle zum Gründen suchen würde, jedoch sollte es schon auf diesem Grundstück bleiben, ansonsten wird es mit der Haltung und Fütterung schwer.


Viele Grüße

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Harry4ANT

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#2 Projekt: Gartenhaltung

Beitrag von Harry4ANT » 20. Mai 2020, 12:52

Machbar ist das.

Würde dir aber empfehlen die Gründung und erste Zeit (wenn möglich) drinnen durchzuführen oder draußen in einem in sich geschlossenen Formicarium.

Die meisten Gründer Kolonien kommen in der Natur nicht über die Startphase hinaus, da sie von Fressfeinden (z.B. anderen Ameisenvölkern) ausgelöscht werden ;)
A.octospinosus_ :verrueckt: _C.cosmicus_ :) _T.nylanderi_ :verrueckt: _C.nicobarensis_ :) _P.megacephala_ :verrueckt: _A.gracilipes_ :) _M. barbarus_ :verrueckt: _C.japonicus_ :) _C.fellah

Tosty
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#3 Projekt: Gartenhaltung

Beitrag von Tosty » 20. Mai 2020, 13:17

Diese Schamottenplatte scheint die Wärme gut zu speichern, wäre ein Versuch wert:
https://www.ebay.de/itm/Schamotteplatte ... MbjYMTS2BA

Harry4ANT hat geschrieben:
20. Mai 2020, 12:52
Machbar ist das.

Würde dir aber empfehlen die Gründung und erste Zeit (wenn möglich) drinnen durchzuführen oder draußen in einem in sich geschlossenen Formicarium.

Die meisten Gründer Kolonien kommen in der Natur nicht über die Startphase hinaus, da sie von Fressfeinden (z.B. anderen Ameisenvölkern) ausgelöscht werden ;)
Hast recht:/ Naja das mit dem Formicarium draußen war auch meine Idee am Anfang, das Wetter müsste dann auch mitspielen.

Eine weitere Idee, die ich hatte, war eine Art hohes Formicarium ca. 30x30x60 (so eins für Blattschniederameisen) ohne Bodenplatte (müsste man dann irgendwie entfernen) einfach in den Boden einzugraben und oben ein feines Gitter als Ausbruchschutz anbringen. Dann könnten die Ameisen so tief graben, wie sie wollen, aber es könnten Theoretisch keine weitern Ameisen eindringen. Wenn die Kolonie dann groß genug ist, einfach das Formicarium aus den Boden ziehen und dann nur noch ein großräumiges Gitter (Käfig) 1,5x1,5meter über die Ameisen ziehen, um vor größeren Feinden geschützt zu sein :/ Schwer zu erklären, ich hoffe ihr konntet mir folgen.

Aber wo bekommt man ein solches Formicarium ohne Boden her ( müsste ja eine Sonderanfertigung sein)

Tosty
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#4 Projekt: Gartenhaltung

Beitrag von Tosty » 20. Mai 2020, 13:24

Oder man lässt die Ameisen im Haus in einem Blumentopf gründen und gräbt diesen dann draußen einfach ein .

Doli
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#5 Projekt: Gartenhaltung

Beitrag von Doli » 20. Mai 2020, 21:42

Ich habe Anfang der 2000er eine große Kolonie Messor structor gehalten, bei der ich damals aus den Weinbergen um Mainz drei Königinnen beim Schwarmflug mitgenommen hatte. Das eigentliche Nest war bei mir im Schlafzimmer an eine riesige Arena (60*100 cm) angeschlossen, aber die Kleinen hatten über einen Schlauchzugang durch das Dachfenster Freilauf auf das Dach und eine anschließende Terrasse ... das war echt mega spannend, was die alles von draußen eingetragen haben, von Flugsamen, toten Insekten, beim Schwarmflug anderer Arten auch Gynen und Männchen ... da wurde alles zurück gebracht und vor dem leider etwas zu kleinen Durchgang unter einem Dachziegel gelagert und zerkleinert und dann anschließend ins Nest zu den Königinnen gebracht, die (aber auch die größten Majore) nicht durch den Schlauchanschluss passten. Ab und zu habe ich einfach eine Handvoll Körner über das Dach gestreut und dann ging’s draußen ab ...

Nachteil: da kann man auch mal sehen, was in einer Extremsituation passieren kann. Normalerweise kehren die Arbeiterinnen vor einer Regenfront oder einem Wetterwechsel eilig nach Hause zurück, aber einmal kam urplötzlich ein Unwetter und hat hunderte Arbeiterinnen weggespült ... das war fürchterlich zu beobachten.
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Rapunzula

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