Camponotus ligniperda - hinkende Ameisen

Unterfamilie: Formicinae
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Lufos
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#1 Camponotus ligniperda - hinkende Ameisen

Beitrag von Lufos » 29. Mai 2020, 10:45

Hallo Leute,

bei meinen C. ligniperda kann ich immer öfter beobachten, wie einzelne Arbeiterinnen hinken bzw. mit beschädigten Beinen in der Arena rumhumpeln, einige Tage später sterben sie dann auch. Ist das normal bzw. nicht ungewöhnlich für sterbende Ameisen, oder könnte es eine Krankheit sein? Die Arbeiterinnen der ersten Generation müssten ja auch langsam sterben. Bei meinen M. rubra konnte ich so ein Sterbeverhalten allerdings nie beobachten.

Gruß
Lufos

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Erne
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#2 Camponotus ligniperda - hinkende Ameisen

Beitrag von Erne » 29. Mai 2020, 19:40

Hallo Lufos,
das Ameisen die bald sterben sich vom Nest entfernen wollen, ist normal.
Zwangsläufig laufen sie so lange in der Arena herum bis sie sterben.
Mitunter haben sie vorher schon Probleme mit der Koordinierung und können nicht mehr alle Körperteile zweckrichtig bewegen.
Warum Deine Ameisen jetzt humpeln, kann ich Dir nicht sagen.
Camponotus ligniperda leben einige Jahre, wie lange hast Du sie schon?
Auch bei Myrmica rubra konnte ich beobachten das auch diese versuchen die Anlage zu verlassen wenn sie bald sterben.

Grüße Wolfgang

Lufos
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#3 Camponotus ligniperda - hinkende Ameisen

Beitrag von Lufos » 29. Mai 2020, 20:21

Danke dir. Die Kolonie ist noch recht klein und die ältesten Arbeiter sind aus 2019. Sie rennen wirklich wie wild rum und wollen das Nest verlassen. Bei 3 konnte ich jetzt beobachten, dass sie einzelne Gliedmaßen nicht mehr richtig bewegen können und ständig irgendwo runterfallen. Hoffentlich nur kranke Einzelfälle.

Bei C. ligniperda leben die Arbeiterinnen mehrere Saisons?

Gruß
Lufos

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#4 Camponotus ligniperda - hinkende Ameisen

Beitrag von Eskapist » 30. Mai 2020, 18:52

Können wohl 5 jahre alt werden, müssen aber nicht.
Manche schaffen es nicht mal bis zum Schlupf aus der Puppenhaut, nicht wahr?
Und ich hatte auch schon Fälle, da starben fertig Entwickelte schon ein paar Stunden bis Tage nach dem Schlupf, was besonders frustrierend ist, klaro.
Und eben die "epileptischen Amokläufer", die die Kontrolle über ihre Motorik verlieren, und die Lemminge, die sich in der Tränke selber ersäufen...und, und und.
Das alles gehört leider zum Alltag.
Solange die Kolonie wächst (und die Queen nicht schlapp macht, klaro), ist das... unbedenklich.
Spätestens nach der dritten Überwinterung stabilisiert sich die Sache dann und die Zahl der Worker nimmt richtig pralle zu.
:D

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Safiriel

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#5 Camponotus ligniperda - hinkende Ameisen

Beitrag von Safiriel » 1. Juni 2020, 11:59

Wenn vermehrt Arbeiterinnen sterben, solltest du auf jeden Fall die Anlage überprüfen. Hat sich irgendetwas verändert? Ein neues Futter? Schimmel?

Ich habe genau das gerade bei meinen Camponotus herculeanus durch, die nach fünf Jahren innerhalb kürzester Zeit von mehreren hundert auf unter 20 Tiere reduziert wurden. Ich habe das komplette Setting ausgetauscht, behandle sie nun wieder wie eine Gründerkolonie.
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