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Versuch zur Bestimmung einer Camponotusart ( einheim.) [Camponotus ligniperda]

Bestimmungsanfragen - bitte auf genaue Angaben achten.
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Marco_K
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#1 Versuch zur Bestimmung einer Camponotusart ( einheim.) [Camponotus ligniperda]

Beitrag von Marco_K » 4. September 2008, 22:51

Hallo zusammen,

Bekannte von mir haben mir einige sehr schöne kräftige Camponotusarbeiterinnen ( Majoren ) aus dem Odenwald mitgebracht ( sie haben es nett gemeint also nicht böse sein ! ).

Nun würde ich sehr gerne wissen, um welche Art es sich handeln könnte.

Einige Bilder von mir sind im Anhang.

Netten Gruß

Marco_K
www.FORMICARIA.de
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CamponotusArt12.JPG
CamponotusArt11.JPG
CamponotusArt10.JPG
CamponotusArt9.JPG
CamponotusArt6.JPG
CamponotusArt4.JPG
CamponotusArt1.JPG

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Fraaap
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#2 AW: Versuch zur Bestimmung einer Camponotusart ( Einheimisch ! )

Beitrag von Fraaap » 4. September 2008, 23:06

Camponotus ligniperda, sehr schön an der Orangefärbung am Hinterleib zu erkennen.

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Boro
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#3 AW: Versuch zur Bestimmung einer Camponotusart ( Einheimisch ! )

Beitrag von Boro » 5. September 2008, 14:14

Hallo Marco K!
Der Fall ist völlig klar: Wie schon Fraaap festgestellt hat: eindeutig Camponotus ligniperda!
Grüße Boro

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Marco_K
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#4 AW: Versuch zur Bestimmung einer Camponotusart ( einheim.) [Camponotus ligniperda]

Beitrag von Marco_K » 5. September 2008, 15:01

Wunderbar !
Vielen Dank für die Bestimmung ! :clap:


Netten Gruß

Marco_K
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neto
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#5 AW: Versuch zur Bestimmung einer Camponotusart ( einheim.) [Camponotus ligniperda]

Beitrag von neto » 5. September 2008, 15:58

Wunderschöne Fotos !!!! Weiter so !!

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Fraaap
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#6 AW: Versuch zur Bestimmung einer Camponotusart ( einheim.) [Camponotus ligniperda]

Beitrag von Fraaap » 5. September 2008, 16:31

Hallo Marco_K,

sehr schöne Fotos und Videos sind auf deiner Seite. Allerdings muss ich feststellen, dass du dort sehr viele Fehlinformationen verbreitest! Ich würde dich bitten, diese Fehler in der nächsten Zeit zu beheben. Es ist nicht produktiv, wenn sich jemand die Daten und Beschreibungen auf deiner Seite verinnerlicht und verbreitet.

Beispiele:
Formica lusatica

Formica lusatica sind monomorphe Ameisen, dies heißt einfach gesagt nur, dass sie keine Kasten haben ( wie z.B. Camponotus herculeanus ), die sich in der Größe der Arbeiterinnen unterscheiden. Die Arbeiterinnen dieser Ameisenart sind also immer gleich groß, egal wie viel Arbeiterinnen oder wie groß der Ameisenstaat ist.
Formica lusatica ist insbesondere für ihre großen Kriegerinnen bekannt! Dies bedeutet, Formica lusatica ist Größenpolymorph. Die Information "die Arbeiterinnen sind immer gleich groß" ist daher definitiv falsch.

Manica rubida

Kaste: Ab einer gewissen Koloniegröße auch Polygyn
Mehrere Königinnen sind mir bei Manica rubida nicht bekannt, daher würde ich es spontan als Fehlinformation einordnen.

Formica fusca

Aussehen der Königin: 13 - 17 mm Schwarz / Glänzend ; Leicht Behaart

Formica fusca ist eine “ Sklavenameise “, man könnte als beispielsweise zwei Ameisenarten in einer Anlage gehalten werden. Formica ( Raptiformica ) sanguinea z.B. bereiten häufig Überfälle auf Ameisen der Formica fusca vor, um deren Brut als Hilfsarbeiter bei ihnen unter zu bringen. In der privaten Ameisenhaltung würde es diesen “ Test “ aber nicht befürworten, da man ja wenn dann schon beiden Ameisenarten einen guten Start und ein stressfreies Leben ermöglichen will !

Die Entwicklung von einem frisch gelegten Ei der Königin zu einer fertigen Ameise liegt bei ca. 20 Tagen
Die Größenangaben der Königin sind eindeutig zu groß. Eine Formica fusca Königin wird niemals 17mm!
Den Verweis auf eine gemeinsame Haltung mit Raptiformica sanguinea würde ich umgehend entfernen! Eine solche Haltung endet ohne entsprechende Kentnisse mit dem Tod einer der Kolonien. Absolut nicht zu empfehlen!
Eine Entwicklungszeit von 20 Tagen halte ich für stark untertrieben, 30-40 Tage sind realistisch.

Myrmica rubra

Die Myrmica rubra ist eine sehr friedvoll Ameisenart.

Myrmica rubra ist keineswegs friedvoll, diese Art ist hochgradig aggressiv und dominant!

Formica sanguinea

Formica fusca ist so eine “ Sklavenameise “ , daher könnte man diese beiden Arten auch zusammen in einem Formicarium ( welches aber dann doch groß ausfallen sollte ! ) halten könnte !

Die Entwicklung von einem frisch gelegten Ei der Königin zu einer fertigen Ameise liegt bei ca. 25 Tagen. Wichtig ist aber, das die Ameisen ihrer Ruhe haben, damit sie sich möglichst schnelle und zahlreich vermehren können.

Wie schon bei Formica fusca angesprochen: Den Vergesellschaftungsverweis bitte umgehend entfernen! Auch hier sollte die Entwicklungszeit zu niedrig bemessen sein, 30-40 Tage sind realistisch.


Ich habe jetzt nur ein paar Beschreibungen überflogen, und hier stechen wirklich sehr viele Fehlinformationen heraus. Ich hoffe, du wirst die Informationen auf deiner Seite noch einmal grundlegend überarbeiten. Negativ aufgefallen sind mir auch die "Empfehlungen" zur Inselhaltung, außerdem der fehlende Hinweis, Pheidole pallidula sei eine Hausameise.

Bitte überarbeite deine Informationen!

Gruß
Fraaap

Raptor
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#7 AW: Versuch zur Bestimmung einer Camponotusart ( einheim.) [Camponotus ligniperda]

Beitrag von Raptor » 5. September 2008, 17:50

Sehr schöne und detailreiche Bilder, sehr schöne Camponotus ligniperda, habe die gleichen in 2km Entfernung im Wald, an heißen Tagen bekämpfen sie sich mit den dort lebenen Raptiformica sanguinea, was sehr spannend zu beobachten ist.

Wirst du die wieder Aussetzen an ihrem Fundort oder bei dir zu Hause sterben lassen?
Ersteres würde ich lieber hören ;)

Viele Grüße

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The_Paranoid
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#8 AW: Versuch zur Bestimmung einer Camponotusart ( einheim.) [Camponotus ligniperda]

Beitrag von The_Paranoid » 5. September 2008, 19:34

@ Fraaap ne PM an Marco hätte vermutlich auch gereicht ;) Geht ja hier um die Fotos und nicht um seine HP.
Geb dir weitestgehend Recht .. aber woher hast du die Information zu F. lusatica? Nach der Erstbeschreibung von Seifert ist diese Art zwar größer als F. rufibarbis und F. cunicularia. Die Größenunterschiede zwischen den einzelnen Arbeitern bei F. lusatica sind aber nicht größer als bei F. rufibarbis oder F. cunicularia ... somit würde ich diese Art doch als monomorph bezeichnen. Mal ganz davon abgesehen: große Kriegerinnen? Das musst du uns mal genauer erklären, was du damit meinst und vor allem wo du das her hast.

Laut Seifert sind Manica rubida übrigens oligogyn.

@Marco tolle Bilder ;)

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