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Messor barbarus

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Antbaron
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#9 Messor barbarus

Beitrag von Antbaron » 12. September 2021, 20:54

Na er schrieb ja:
"Reagenzglas mit Wasserreservoir steht dauerhaft zur Verfügung und wird von den Messor zur Unterbringung von Puppen genutzt" .

Aber ich hab es ja in meinem HB auch schon erwähnt..meine haben sich vor einiger Zeit auch mal auf nasses Substrat gestürzt, obwohl Wasser zur Verfügung steht.
Ich glaub, Messoren brauchen einfach dann und wann mal einen "Schubs".
Unklar formuliert gewesen - ob es auch angenommen wird.

Viele stellen den einen Feeder in die eine Ecke, den anderen in die nächste
und keiner ist dran.

= Wasser / Zuckerwasser steht zur Verfügung, nur keiner hat was von.
Da kommt mein Einwand immer: Auf kurze Strecke füttern / versorgen.
Auch wenn eine Pygmäe 10m laufen kann, muss sie es in der Heimhaltung nicht.


VG

Newcastle
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#10 Messor barbarus

Beitrag von Newcastle » 12. September 2021, 21:02

Moin moin ,


danke für euere Antworten!


@Antbaron:
Also ich bin davon ausgegangen, dass Bio-Nymphensittichfutter frei von Pestiziden ist. Ich werde aber das Futter wechseln und zusehen, dass ich durch das von dir netterweise zusammengestellte ersetze.

"Bio-Sonnenblumenkerne(geschrotet),
Salbei (Salvia numerosa spp)
Chia-Samen (Salvia hispanica)
Nachkerzensamen,"

Sind denn 60% im Mittel zu trocken? Ich habe jetzt da nachgebessert, zu dem bereits vorhandenen Reagenzglas habe ich noch nasse Watte reingegeben und das Substrat, wie auch das Nest ein wenig gewässert.
Im Moment liegt die rLf bei knapp 80%.

Richtig ist die Vermutung, dass die Kleinen Tropfen ziemlich gierig ausgenommen haben.



@Anja:
Danke !
Deinen HB sehe ich mir Morgen mal an!




@Wolfi91:
Also wir sprechen von täglich ca. 3. Allerdings ist die Art wie diese sterben der Grund für meine Sorge! Sie taumeln durch das Formicarium und sterben dann irgendwann ausserhalb des Nests. Dabei scheint Hauptgrund des Taumelns zu sein, dass Sie die vorderen Beinchen nicht mehr richtig bewegen können. Entweder sind die Beinchen eingeklappt oder nach oben abgespreizt...





Danke euch!

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Antbaron
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#11 Messor barbarus

Beitrag von Antbaron » 12. September 2021, 21:06

Im Ameisenwiki gibt es einen großen Artikel über den Irrglauben, dass die Ameisen an Stress sterben.
Meist sind es dann doch eher Alter oder Umstände in der Haltung.

ich möchte zitieren:
Es lohnt sich, mal nach dem Begriff „Stress“ zu googeln. Stichworte: „Definition von Stress“; „Stress bei Tieren“; „Stress bei Pflanzen“. Viele Definitionen und Texte sind dort zu finden, besonders natürlich der „Stress“ des Menschen.
weiter im Kurs:
Was bei niederen Tieren (und dazu gehören nun mal die Ameisen) bestimmt wegfällt, ist psychischer oder emotionaler Stress, der beim Menschen eine so dominierende Rolle spielt. Denn Ameisen können nicht reflektieren, sie können einfach nicht über die Zukunft nachdenken und sich etwa fragen „was wird jetzt aus mir, wenn mein Gefängniswärter nicht endlich Wasser bringt? Muss ich dann sterben?“ Sie können nicht trauern und sich nicht freuen.
Nach obiger Definition ist Stress bei Ameisen also in erster Linie eine die Kolonie gefährdende Situation. Hierzu gehören sehr viele Faktoren, die wichtigsten seien hier angeschnitten:

Wer Zweifel hat, möge seinen „an Licht gewöhnten“ Ameisen eine gleichartige, aber dunkle Nistgelegenheit zur Auswahl anbieten!
(sicherlich auch mal interessant für Ameisen-Napoleons die gern bei Licht gründen lassen und meinen es klappt gut!)

Die in Foren oft zu lesende Aussage „An Stress gestorben, da kann man nichts machen.. passiert schon mal“ sollte keinem Halter genügen und ist als Begründung inakzeptabel.
Wie oben beschrieben sterben Ameisen nicht an emotionalen Stress, der durch die Haltung selbst erzeugt wird.
Es sind in fast allen Fällen unzureichende Haltungsbedingungen, die bei Ameisen Nothandlungen auslösen und auf Dauer zum Tode führen. Und gerade diese Fehler gilt es zu ergründen und zu beseitigen! Gerade in den Foren sollten Halter an Aufklärung und Erfahrungsaustausch interessiert sein, denn nur so lässt sich die Ameisenhaltung verbessern... Die globale Aussage "Stress, kann vorkommen" ist extrem kontraproduktiv und verhindert jegliche Weiterentwicklung um das Wissen der Ameisenhaltung.
https://ameisenwiki.de/index.php/Stress

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#12 Messor barbarus

Beitrag von Antbaron » 12. September 2021, 21:08

Hygrometer messen ungenau - richtige Hygrometer kosten 50-200€.
Die aus Plastik taugen nur bedingt.

Der Boden ist sichtbar staubtrocken. 25-30% in direkter Umgebung,
wenn ich professionell messen würde.

Daher vorsicht.

Jetzt gilt um abhilfe zu schaffen: alle 3-5 Tage einmal mit Wasser sprühen.

Newcastle
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#13 Messor barbarus

Beitrag von Newcastle » 12. September 2021, 21:11

@Antbaron:

Also Stress würde ich glatt mal ausschließen. Die Ameisen stehen sehr gut geschützt vor Erschütterungen und lauten Geräuschen in einem Schrank. Maximal könnte es im Nest etwas hell sein, da die Kleinen so lange gegraben haben bis sie die Scheibe freigelegt hatten und das auch unermüdlich. Daher ist der Schieferstein drin um von vorne abzudunkeln und von hintern rote Folie.

Liebe Grüße
Newcastle

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#14 Messor barbarus

Beitrag von Antbaron » 12. September 2021, 21:12

Galt auch nicht dir - keine Sorge :)

Wegen Wolfi's Kommentar. Das wird seit Beginn der Ameisenhaltung gesagt "Stress sei Schuld"
um irgendwas zu entschuldigen.

Find ich halt semi-optimal

Wolfi91

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#15 Messor barbarus

Beitrag von Wolfi91 » 12. September 2021, 21:33

Mir ist eben aufgefallen das die Todeszahlen an Tagen nach dem ich was umbauen musste, Besuch da war oder mir was auf den Boden gefallen ist oft im das 5fache angestiegen sind.
Ich weiß nicht wie ich es sonst beschreiben soll. Mit Stress meine ich nicht das die einzelne Ameise Herzinfarkt ähnliche Zustände erleidet. Also kein Stress sondern Tot durch äußere Einflüsse? Gilt das dann auch bei Versand der Kolonie, hier lese ich auch immer Umzugsleiche durch Versandstress. Wenn das auch Irrglaube ist wie erklärt sich das dann? Temperaturschwankungen vielleicht?

Bei mir setzten sich aber die sterbenden Arbeiterinnen auch meistens in irgendwelche weit entfernten Ecken oder unter Steine in der Arena und "schlafen ein". Meisten kommen andere Arbeiter vorbei begutachten die Sterbende (sieht wie putzen aus) und lassen sie dann zurück oder tragen sie weg.

So wie du den "Tot" beschreibst wirkt das aber nicht normal. Wenn es nur 2-3 Tote sind ist es ja nich Kritisch. . Ich würde jetzt nach und nach mal die Umstände anpassen, wie z. B. mehr befeuchten usw. So das du am Ende auch sagen kannst woran es gelegen haben könnte.

Grüße Wolfi

Anja

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#16 Messor barbarus

Beitrag von Anja » 13. September 2021, 08:18

auch auf die Gefahr hin, dass ich mich mal wieder unbeliebt mache..

Bei Messoren zu sagen: DAS ist das optimale an Futter finde ich nicht korrekt.

Wenn man sich die Haltungsberichte über Messor barbarus durchliest, kann man lesen, dass jede Kolonie ihre eigenen Vorlieben hat. Das was die einen annehmen, andere nicht anrühren, warum auch immer.

Natürlich gibt es, wie bei jeder Tierart, sicher das Futter, welches am besten für diese Rasse geeignet ist .. bedeutet aber doch nicht, dass das Tier es dann auch frisst.

Auch der Verweis, dass es nicht am Stress an sich bei Ameisen liegen kann, wenn sie versterben, weil das bei Insekten irrelevant ist .. es gibt Studien, die das Gegenteil aussagen ( zb https://www.deutschlandfunk.de/meldunge ... s_id=89081).

Ich denke, Antbaron wird mich schon korrigieren, wenn ich falsch liege ( ;)), aber der Punkt der Aussage war wohl, dass man eher nach dem Auslöser für den "Stress" schauen sollte und dieser oftmals an den Bedingungen liegt.

Ach, nun hätte ich es fast vergessen: bei meiner Kolonie sind Mohn und Chiasamen sehr beliebt. Da dies ja sehr kleine Körner sind, denke ich, das wird sich vielleicht jedoch mit der Koloniegröße ändern.

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