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Sand Lehm Mischung für Messor barbarus

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SuaveTheDon
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#1 Sand Lehm Mischung für Messor barbarus

Beitrag von SuaveTheDon » 30. September 2021, 00:18

Ich hab die Suchfunktion und Google bereits bemüht, aber keine wirkliche Antwort bekommen.
Mir ist auch klar, dass ich keine exakte Antwort erwarten kann, weshalb ich auch nicht wissen will, was ist die ultimative Mischung, sondern eure Erfahrung wissen möchte.

Ich dachte daran, mir aus dem Baumarkt Spielsand zu holen und es mit Lehmpulver zumischen. Natürlich gewaschen und mit runder Körnung.
Übers Mischverhältnis rätsel ich noch.
Sand/Lehm 80/20?

Online findet man leider alles zwischen 80/20 und 20/80.
Da es aber Sand/Lehm Mischung heisst und nicht Lehm/Sand, sollte der Sandanteil höher sein, auch sollte der Lehm nur der Festigkeit dienen und nicht der Sand den Lehm locker halten. Oder sehe ich es falsch?
Was ist eure Erfahrung, welches Mischverhältnis in Arena und welches im Nest sinnvoll ist?
Ich hab kein Lust 5€ pro Kilo für Fertigmischungen aus den gängigen Ameisenshops zu zahlen. Der Terrariensand von Dragon kam zwar gut an, hat aber weder eine Angabe vom Mischverhältnis, noch ist er, da feucht, in Arenen gut verteilbar. Wo der Boden zu dick wurde, wurden Gänge gegraben.

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.

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Harry4ANT

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#2 Sand Lehm Mischung Messor barbarus

Beitrag von Harry4ANT » 30. September 2021, 09:29

Die üblichen Mischverhältnisse bei den Fertig-Mischungen sind (meine ich) ca. 1:3 bis 1:4 Lehm-Sand.

Der Lehmanteil dient, wie von dir vermutet, der Stabilität. Besonders als Füllung für eine Farm oder ein Erdnest wichtig, damit die Gänge und Kammern später nicht einstürzen.

Als Bodengrund wird so eine Mischung (befeuchtet, angedrückt & getrocknet) auch recht hart und griffig, die Ameisen können stabil darauf laufen.
Sollte aber nur sehr dünn in der Arena aufgetragen werden und möglichst trocken bleiben, damit die Kleinen (Messor ganz besonders) nicht anfangen zu buddeln oder sonstigen Unfug treiben ;)


Eine Alternative wäre noch ein dünner Gipbsoden und darauf eine hauchdünne Schicht Sand in Wunschfarbe - lässt sich sehr gut sauber halten und das Graben ist 100% ausgeschlossen.
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#3 Sand Lehm Mischung für Messor barbarus

Beitrag von Antboy2512 » 15. Oktober 2022, 16:36

Hallo,

warum ist das Gänge graben bei Messor barbarus nicht erwünscht? Ich Rätsel nämlich auch gerade, was ich am besten als Bodengrund nehme und habe hier Terrariensand mit Lehm gemischt....nun überlege ich ob angefeuchtet oder nicht, ob dicke oder dünne Schicht usw.
Grüße Roland

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Harry4ANT

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#4 Sand Lehm Mischung für Messor barbarus

Beitrag von Harry4ANT » 15. Oktober 2022, 16:51

Hallo Roland,

in aller Regel geht es dabei darum, dass die Tiere das vom Halter vorbereitete und entsprechend einsehbare Nest verwenden und sich nicht irgendwo (unerwünscht) in der Arena eingraben.
Zum einen sieht man dann oft nichts mehr von der Gyne und der Brut und zum anderen sieht das dann meist entsprechend chaotisch aus, lässt sich schlecht sauber halten & kontrollieren usw.


Ganz prinzipiell kann man auch ein Becken mit Sand/Lehm auffüllen, einmalig gut durchfeuchten/andrücken und dann als großes Erdnest verwenden - eben mit entsprechender Einbußen bei der Einsicht.


Als negativ Beispiel mal folgende Arena mit M. barbarus - Oben frisch eingerichtet, unten am nächsten Tag

Messor%2024h.jpg
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#5 Sand Lehm Mischung für Messor barbarus

Beitrag von Antboy2512 » 15. Oktober 2022, 17:54

Oha, das sieht übel aus.....bei meinem kleinen Volk kann man sich das noch nicht so vorstellen. Glaub dann wird's doch der Gipsboden mit aufgestreutem Sand und ein externes Ytongnest. Btw, wie bekommt ihr ein großes Volk in dann entsprechend großer Arena in einen Überwinterungsraum?

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Harry4ANT

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#6 Sand Lehm Mischung für Messor barbarus

Beitrag von Harry4ANT » 15. Oktober 2022, 18:35

Bei einem großer Kolonie in einem entsprechend großem Becken mit internem Nest bleibt nur das Umsetzen des Beckens - am besten zu 3t, Zwei tragen das Becken und einer macht die Türen auf usw. :lol:
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#7 Sand Lehm Mischung für Messor barbarus

Beitrag von Antboy2512 » 16. Oktober 2022, 10:09

Das heißt, wenn man ein externes Nest hat, reicht es nur dieses ins Winterquartier zu bringen?
Noch Mal zum Bodengrund. Kann man, oder ist es gut, anstatt einem Gipsboden ein Ytongnest zu verwenden, welches den ganzen Boden bedeckt? So könnte man zumindest an den Seiten Einsicht ins Nest haben.....

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Harry4ANT

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#8 Sand Lehm Mischung für Messor barbarus

Beitrag von Harry4ANT » 16. Oktober 2022, 18:32

Bei einem externen Nest reicht es dieses zu (luftdurchlässig) verschließen und dieses dann kalt zu stellen.

Am besten stellt man das Formikarium ein paar Wochen vorher stufenweise kühler; dann bereitet sich die Kolonie normalerweise von sich aus auf die anstehende Winterruhe vor --> die Arbeiterinnen entleeren ihren Darm, die Gyne stell die Brutablage ein, die Außenaktivität geht langsam zurück, usw.

Optimalerweise gibt esdann zum Start der Winterruhe keine Eier mehr (nur die Larven können mit überwintern) und die gesamte Kolonie hat sich im Nest zusammengefunden.


ich selbst verwende sehr gerne integrierte Ytong Nester im Boden des Beckens - ich würde dir eine Anbringung an der Vorderseite oder an den 3 Sichtseiten empfehlen und dann wiederum oben einen dünnen Gipsboden um das beziehen des nicht einsehbaren Mittelteils des Beckens zu verhindern.

Hier als Beispiel das Formikarium meiner Camponotus fellah:


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