Ja, keine heimische Camponotus-Art weist einen zweifarbigen Kopf auf. Die
Wenn es um die Unterscheidung von Waldameisen und Camponotus ligniperda/herculeanus geht, gibt es abgesehen von der Färbung des Kopfes und dem Rot-Ton vom Mesosoma ein weiteres, sehr einfach erkennbares Unterscheidungsmerkmal; das Seitenprofil vom
Vom Verhalten her unterscheiden sie sich ebenfalls sehr. Formica sensu stricto sind sehr flink, sehr angriffslustig und greifen einen für gewöhnlich an, wenn man ihnen den Finger hinhält oder auch völlig unprovoziert (Eindrigen ins Territorium ist schon genug Provokation). Camponotus sind deutlich gemächlicher unterwegs (außer bei hohen Temperaturen) und selbst die großen Majore ergreifen meist die Flucht, wenn man sie anfasst (außer am Nesteingang).
Waldameisen sind aufgrund ihrer teils enorm großen, polydomen Kolonien sehr auffällig und eine einzige Kolonie kann einen weiten Umkreis fast unbetretbar machen, weil einfach überall Arbeiterinnen rumlaufen, die einem am liebsten die Beine hochlaufen wollen, während selbst große Camponotus-Kolonien (ein paar Tausend Arbeiterinnen) ziemlich unauffällig sein können und die Arbeiterinnen oftmals einzeln verstreut rumlaufen. Hier und da sieht man eine Straße, aber selbst die sind trotz der Größe der Arbeiterinnen leichter zu übersehen als ein Mega-Highway der Waldameisen.
Es sei noch gesagt, dass die in unserem Raum am häufigsten vorkommenden Vertreter der Untergattung Formica sensu stricto ohne starke Vergrößerung nicht sicher von einander zu unterscheiden sind. Zwischen Formica rufa und polyctena gibt es sogar Hybridisierung (Formica rufa x polyctena).
