Verhalten der Kolonie bei toter Königin

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ichhabneMeise
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#1 Verhalten der Kolonie bei toter Königin

Beitrag von ichhabneMeise » 21. April 2026, 05:02

Die gut 1 Jahr alte Lasius niger Kolonie meines Sohnes(Das Nest ist nicht einsehbar.) hatte nach der Winterruhe sehr großes Wachstum. Während zuvor nur 1-2 Arbeiterinnenin der Arena sichtbar waren sind jetzt gut und gerne 15 auf einmal unterwegs.
Das Nest muss auch ordentlich erweitert worden sein, nach der mengen Erde die herrausgetragen wurde zu urteilen. Alles top, dachten wir.. bis gestern..
Gestern fand ich in der Arena den Kopf der Königin. Zumindest aber ich keine andere Erklärung, was das sonst sein könnte. Es ist definitiv ein Ameisenkopf und definitiv zu groß für eine Arbeiterin. Da das Nest ja nicht einsehbar ist kann ich die Befürchtung nicht verifizieren. Was mich etwas verwirrt ist, dass die Arbeiterinnen keine Veränderung in ihrem Verhalten zeigen. Sie machen einfach weiter wie bisher. Ist das Normal? Oder spricht es dafür, kann man dass es eine andere Erklärung für den Kopf geben muss? (Mein Sohn meinte vielleicht habe die Königin männliche Eier oder Königinneneier gelegt. Und der Kopf stammt daher...? Mehr verzweifelte Hoffnung eines 8 jährigen als alles andere...)
Und wie geht das nun weiter mit der Kolonie? Dauert es lange, bis diese eingeht? Ich habe gelesen eine bei sozialparasitär gründende Ameisenkönigin wie z.B. Lasius umbratus könnte angenommen werden, gibt es dazu Erfahrungen?




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Fire_Ant
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#2 Verhalten der Kolonie bei toter Königin

Beitrag von Fire_Ant » 21. April 2026, 05:56

Hallo,
Nach gerade einmal einem Jahr während Männchen oder Jungköniginnen extrem ungewöhnlich, weshalb ich diese Option ausschließen würde.
Falls es tatsächlich der Kopf der Königin und nicht der Kopf einer Arbeiterin oder der eines Futtertieres ist wird die Kolonie langsam einbrechen und sich die Aktivität nach dem Schlüpfen der letzten Brut einstellen. Wäre es möglich ein Bild des Kopfes zu bekommen?

Zeitlich gesehen wäre das ganze mit einer sozialparasitären Gründung sehr passend da es bis zu den Schwarmflügen von fuliginosus/umbratus ein bisschen Zeit ist und sich der Geruch der alten Königin in der Zeit legen könnte. Ich habe mal eine Lasius fuliginosus mit Lasius Arbeiterinnen gründen lassen. Den ersten Kontakt würde ich im Kühlschrank durchführen, dadurch sind die Tiere deutlich träger und weniger aggressiv.

Bevor es aber dazu kommt würde ich erstmal sicherstellen, ob die alte Königin tatsächlich tot ist. Wenn möglich könnte man mit einem weichen Pinsel und einer vorsichtigen Hand das Nest leicht aufpinseln bis die Königin/Brut zur Sicht kommt. Dies funktioniert natürlich nicht bei allen Nesttypen.




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