Ein Haltungsbericht über eine sehr dunkle Atta-Art
Vorwort und Einleitung
Guten Morgen, in diesem Haltungs- u. Foto Bericht geht es um eine Atta-Art, die ich so auch noch nicht gesehen habe.
Sie entwickelt sich gut und scheinbar schneller als vergleichsweise Atta mexicana bei gleichen Haltungsbedingungen.
Aber nicht wegen der guten Entwicklung, sondern aufgrund der Erscheinung dieser Arbeiterinnen möchte ich
mal anknüpfen und einen neuen Bericht verfassen. Im Laufe von diesem Beitrag wird man sicher immer wieder
die sehr dunklen, fast schwarzen Arbeiterinnen sehen können. Da bin ich auch direkt gespannt wie die
Persönliche Notiz: Sie gefallen mir optisch einfach. Es ist ein Match ![]()
Aktuell habe ich einige wenige Individuen und eine verstorbene
für eine Bestimmung dieser aktuell unbestimmten Art der
als eine "dunkle Variante" der Atta cephalotes. Ähnlich die bekannte Atta cephalotes "bicolor".
Meine Literatur über Blattschneiderameisen hilft mir da leider auch nicht vollständig weiter. Trotzdem: Wenn ihr Lust auf das Thema habt,
die Literatur ist wirklich noch einmal deutlich intensiver als es private Beiträge darstellen könnten. Ähnlich wie der Seifert als Grundbuch,
gibt es da schon das ein oder andere schöne Werk.
Die Bestimmungszeit wird wohl im Bereich der nächsten 6 bis 8 Wochen durch einen Auslandsaufenthalt seitens meines
Bekannten stattfinden. Wenn ich etwas neues weiß, melde ich mich natürlich mit der Information.
Umstand - oder wie es zu der Entscheidung gekommen ist:
Die Kolonie ist mittlerweile so groß geworden, dass man hier umdenken musste.
Im nächsten Bild-Beitrag sieht man die Abdeckung vom Pilz und den Pilz daneben
nach der Umsetzung von einem 20x20x20cm Antcube in ein 30x30x30cm Antcube.
Grundsätzlich an der Stelle: Der Rahmen ist Gold wert. Gerade dann,
wenn die Kolonien größer werden als 1000 Arbeiterinnen neigen sie gerne zu Ausbrüchen.
Ein ordentlicher Ausbruchsschutz sollte immer berücksichtigt werden.
Datum 29.04.2026
Atta Kolonie, 29.04.2026, im neuen Pilzbecken (30x30x30cm Antcube+Rahmen+Abdeckung)
Arbeiterinnen im alten Pilzbecken (20x20x20cm Antcube+Rahmen+Abdeckung)
Die aktuelle Pilzgröße wird auf dem ersten Bild hier im Beitrag deutlich. Die Haube / Abdeckung
wurde zu klein und dabei ist diese Abdeckung ja eben auch schon 16 cm hoch. Bei einer Höhe von 20 cm
wurde es in der alten Pilzkammer entsprechend eng. Und in die Breite ging der Pilz bis Dato nicht.
Ich denke Atta-Kenner sehen auch wie schön ausgebaut der Pilz ist. Mit mehr Platz und den richtigen Bedingungen bin ich mal gespannt
was sich daraus noch entwickeln kann. Mal sehen, wohin die Reise gehen wird.
Atta spec. I Bei der Aufnahme von Zuckerwasser
Zwar weiß ich nicht was in "Blattschneider-Gruppen" alles so über den Tag lustig diskutiert wird - es ist mir auch relativ gleichgültig.
Ich füttere stets zu mit Zuckerwasser - das Pilzwachstum und die Größe kann man sich ja hier ansehen.
Den Ameisen gefällt´s. Agaven-Dicksaft kommt tatsächlich bei mir allerdings nicht zum Einsatz.
Keine Ahnung woher der Hype überhaupt gekommen ist, erinnert mich auch an Urin bzw. Urea und Wachstumsproblem von C.fedtschenkoi im Jahr 2020/21.
Blätter, Zuckerwasser, Wasser. Passende Haltungstemperaturen. Kein Hexenwerk. Das Rad muss nicht neu erfunden werden.
Aktuelle Anlage für die weitere Aufzucht dieser Kolonie (unfertig)
Hier wird die weitere Aufzucht für den Moment statt finden. Es handelt sich hierbei um ein Lowboard
mit der Abmessung 240cm Länge und einer Breite von 40cm. Die Antcubes passen hier von der Breite gerade so drauf.
Die Länge ist eigentlich ein Minimum für so eine Anlage wenn man die Röhre vom Pilzbecken zum Futterbecken noch etwas verlängern würde.
Was hier noch nicht der Fall ist, da die Kolonie sich nun erst einmal wieder aufbauen / sammeln soll.
Das Futter-/Versorgungsbecken gestalte ich nun über das kommende Wochenende. Es wird auch hier mit einem Gipsboden gearbeitet.
Sehr wahrscheinlich möchte ich aber mit einer Korkrückwand arbeiten.
Ende für 29.04.2026
Datum 30.04.2026
Heute Vormittag konnte ich dann auch bereits die ersten neuen Blätter am Pilz erkennen
die nun eingearbeitet werden. An sich ist das erst einmal ein gutes Zeichen.
Die Bruteinheiten konnte ich gestern einigermaßen erkennen. Einen Teil musste ich auch manuell
mit einem Holzspieß und etwas Spucke mühsam aus dem 20x20x20cm Pilzbecken rausholen - so auch letzte Minima-Arbeiterinnen.
Die Umsetzung erfolgte ohne Verluste.
Als kleinen Nachweis: Das Abfallbecken und ein Bild von Aufräum-Arbeiterinnen bei der Arbeit:
