Heute Anfang Mai war es wieder recht warm. Die ganze Natur "explodiert" praktisch und so auch die Ameisenwelt.
Neben territorialen Kämpfen im Gelände um die knappen Ressourcen konnte ich wieder einige Funde in der Umgebung machen,
die ich hier auch mal wieder gerne darstellen kann.
Hier in Norddeutschland ist die heimische Ameisenwelt sehr aktiv im Bereich April bis Ende September.
Die eigentliche
Bis in den Dezember ist es teilweise sehr sonnig. Eine Außenaktivität ist immer mal wieder zu beobachten.
An kalten Tagen ist es natürlich so, dass man keine Ameise sieht. Die Aktivität lässt jedoch erst im Januar und Februar
sichtbar nach und sinkt auf praktisch 0.
In diesem Jahr, ganz kurios, - laut Angaben hatten wir so einen Winter nicht mehr seit 2010.
Es wurden gar vorsichtige Parallelen zu dem Winter 1986 gezogen. So schlimm kam es dann zum Glück nicht.
Dennoch: Januar und Februar waren permanent gezeichnet von starken Nachtfrösten und stürmischen Schneefall
und Schneeverwehungen. Und dann gegen Ende Februar - praktisch über Nacht von -10 Grad Celsius auf erst 15 Grad Celsius,
zum Wochenende waren es dann 20 Grad und drüber. Die ganze grüne Umwelt floppte förmlich nur noch auf - die Allergiker
unter uns hatten sicher damit zutun. Teilweise bis heute. Ein krasser Unterschied.
Nicht anders scheint es in diesem Jahr mit der Ameisenwelt zu sein. Frühe Schwarmflüge, aggressive Entwicklungsstrategien
sind in der Natur zu beobachten. Worauf ich später noch eingehen werde. Manche Kolonien sind verschwunden (wurden ausgelöscht)
und andere sind kurzerhand entstanden oder haben sich angesiedelt.
Die Tour startet über einen Wanderweg durch verschiedene Wälder.
Recht sonnen-exponiert. Nicht stark bewachsen sind diese Flächen, außer mit verschiedenen Gräsern und diversen unbestimmten Klein- und Blühpflanzen.
(verwackelt) Bei etwa 30 Grad Celsius ist die Lauf-Geschwindigkeit der
Doch hier in diesem Augenblick konnte ich die eine Arbeiterin der Art Formica cunicularia auf einer Bahnschwelle identifizieren.
Sie trug ein Stück Beute (Aas?) Richtung Nest. Einmal über die Bahnschwelle sozusagen.
Hier eine bessere Aufnahme der Arbeiterin:
Dem Entsprechend: Hier möchte ich im Sommer Ausschau halten nach Geschlechtstieren. Mir sind heute mindestens 3 Standorte in kurzen Abständen
aufgefallen. Ich habe nicht genau gemessen, würde aber die Distanz als beinahe typisch bezeichnen. Etwa 15-20 m werden es gewesen sein.
Mittlerweile muss ich immer etwas schmunzeln wenn ich Harry Potter beziehungsweise die Szene mit der toten Spinne namens Aragog sehe.
Denn hier hatte der Professor darum gebeten etwas Blut abnehmen zu dürfen. Er hätte für solche Fälle immer 1,2 Phiolen dabei.
Als Ameisenhalter habe ich immer 1,2 Reagenzgläser dabei. Nur für den Fall.
Weiter ging es dann mit einem der zahlreichen Ortseingänge. Hier neben einem Pferdehof, worauf meine Freundin ihre Pferde stehen hat.
Es ist auch gleich weniger peinlich von Bäumen Bilder zu machen wenn man in freundlichem Gelände rumpilgert.
Na, was haben wir denn hier? Ein Kartonnest. Da die Crematogaster noch nicht einheimisch / eingewandert ist, gibt es da ja nur eine Möglichkeit.
Lasius fuliginosus. Und es ist nicht unüblich, dass diese Art unheimlich große Kolonien ausbildet. Hier ein kleiner Eindruck von der Außenaktivität.
