Harpegnathos venator-Haltungsbericht

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#65 Harpegnathos venator-Haltungsbericht

Beitrag von Lifestyler94 » 20. Mai 2026, 20:55

Achso, dann kläre ich kurz auf:

Barristan hat auf seiner eigenen Seite CrazyAnts.de bereits über die Handhabung über Polyrhachis dives gesprochen.
Es handelt sich in aller Regel um größere Kolonien, die zu kleineren Kolonien auseinander genommen und separiert werden.

Harpegnathos venator ist nicht monogyn. Es ist eine polygyne Ameisenart, die meistens unter Steinen oder Totholz anzufinden ist
und so auch von den heimischen Sammlern entnommen wird.

Werden die Kolonien nicht vor Ort zu kleineren Kolonien aufgespalten, passiert das
a.) im Zwischenhandel
b.) im Land des Verkäufers

In der Regel haben Harpegnathos venator Kolonien 8-15 Königinnen und mehrere hundert Arbeiterinnen.
Gerhard Kalytta sollte darüber eigentlich auch Bescheid wissen.

Das der Nutzer eine Kolonie erworben hat die eine Königin mit -> ausgewachsenen<- Arbeiterinnen zeigt,
ähnlich wie bei Camponotus singularis unter 30 Arbeiterinnen bereits Major-Arbeiterinnen aufweist, sollte einfach
skeptisch machen.

Wie jede andere Ameisenart, Wespe, Hummel, hat auch Harpegnathos venator Pygmäen - die etwa 3-4 mm kleiner sind,
als die ausgewiesenen Arbeiterinnen.

Darüber hinaus sehe ich aktuell aus der eigenen Brut erzeugten Situation lediglich Männchen -

Die traurige Wahrheit ist leider, dass die meisten verkauften Ameisenkolonien innerhalb der ersten 2-4 Wochen beim Käufer verenden

  • die Gründe sind vielfältig - aber es zeichnet sich leider doch nach gewisser Zeit ab.

Bspw. hatte Serafine vor Jahren ja eine Gegenüberstellung von DC zu AF-HBs gepostet - ungefähr 200 (?) DC-HB`s gepostet - ich denke 99% davon sterben innerhalb von wenigen Tagen/Wochen.
Und das Jahr für Jahr. (...). Bevor man überhaupt a.) die Erkenntis hat oder b.) auf wertvolle Beiträge stößt, die seit Jahren ggf. gar mit etwas Absicht gar nicht populär werden.

Es ist daher aus meiner Sicht absolut zu beobachten. I

Edit:
Und bitte nicht als Front aufnehmen - Es ist meine Sicht der Dinge.
Noch merkwürdiger wäre es, wenn PaHa sagen würde, dass neben Männchen auch Arbeiterinnen geschlüpft sind -
dann müsste man sogar noch den nächsten Schlupf - menschlich mit einer gewissen innerlichen Unzufriedenheit verfolgen.
Bis man am Ende, eventuell erst in 6-8 Wochen relativ ernüchternd darüber berichten kann - was auch absolut okay ist,
ich weiß leider nicht, wie ich es anders formulieren soll.

Schade ist es am Ende immer.

Edit02:
Ungleich ist zu meinen, dass man nicht aus einer Kolonie mit einer Königin eine
funktionierende Kolonie erstellen, beziehungsweise erfolgreich halten kann -

Ich hatte euch dazu vor etwa 3 Wochen einen Beitrag geteilt mit 3 Kolonien mit je einer Königin.

Hier ist also eine monogyne Haltung (das heißt nicht, dass die Ameisenart monogyn ist) gut verlaufen kann.
Es heißt mehr, dass eine Königin allein ein gewisses Risiko bergen kann (Wahrscheinlichkeit), wie auch bei Gattungen,
wie bei Polyrhachis, Pheidole, Carebara und vielen anderen Arten -

Der Unterschied im Kauf liegt am Ende in der Haftung. Ich kaufe privat auf Kleinanzeigen und habe gegenüber dem Privatkauf
kaum Rechte - ich nehme einen günstigen Preis in Kauf und kann Glück haben - oder eben Pech.

Auch das Mitglied "TiGGa" hatte damals - etwa vor 15/16 Jahren 2 Haltungsberichte zu Honigtopfameisen, hier mimicus meiner Erinnerung nach.
Eine monogyne, claustrale Gründung hat nicht funktioniert, während eine polygyne (3 Gynen), claustrale Gründung erfolgreich absolviert worden ist.

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#66 Harpegnathos venator-Haltungsbericht

Beitrag von PaHa » 21. Mai 2026, 06:42

Danke für den ganzen Input, jedoch weiß ich nicht genau, was ich daraus schließen soll... Du hast sehr viele "negative" ausdrücke verwenden, und ich weiß nicht wie ich das deuten kann...
Ich habe mich etwas informiert, und ja es sind wahrscheinlich Männchen. Aber ist das jetzt so schlimm, und dadurch könnte die ganze Kolonie untergehen? Für mich ist das eher ein gutes Zeichen. Klar kann es sein, dass die Kolonie gespalten wurde oder ähnliches passiert ist, aber das kann ich an dieser Tatsache nicht fest machen...

Lifestyler94 ↑
20. Mai 2026, 20:55

Noch merkwürdiger wäre es, wenn PaHa sagen würde, dass neben Männchen auch Arbeiterinnen geschlüpft sind -
dann müsste man sogar noch den nächsten Schlupf - menschlich mit einer gewissen innerlichen Unzufriedenheit verfolgen.
Bis man am Ende, eventuell erst in 6-8 Wochen relativ ernüchternd darüber berichten kann - was auch absolut okay ist,
ich weiß leider nicht, wie ich es anders formulieren soll.

Schade ist es am Ende immer.

Was soll das bedeuten? Wäre das nicht eher ein gutes Zeichen wenn Arbeiterinnen schlüpfen?

*Nicht böse gemeint, aber ich verstehe es nicht nicht so ganz :?
LG




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#67 Harpegnathos venator-Haltungsbericht

Beitrag von Lifestyler94 » 21. Mai 2026, 08:32

rechtlich:
Bei Kleinanzeigen bei einem Privatkauf kannst Du diesen Mangel nicht reklamieren.
Bei einem Nebengewerbe/Gewerbe allerdings schon.
Kleinanzeigen= Private Anbieter (absolut ok) , Scheinprivate (nicht ok), ggf. PayPal-Adressen prüfen (E-Mail-Namen) z.B. Achtung bei Antropoden123, E-Mail Adressen die Wechseln, Moneypool.
Kann jeder handhaben, wie er/sie möchte - das interessiert mich an der Stelle nicht.

Haltung:
Nein, Männchen sind kein gutes Zeichen für eine so eine kleine Kolonie.

Folglich:
Schlüpfen aus den Puppen nur Männchen ist die Königin mit hoher Wahrscheinlichkeit infertil (unbegattet).
Man kann viele Wahrscheinlichkeiten daraus ableiten wie was zu Stande gekommen ist - das wäre hier reine Spekulation.

Schlüpfen Arbeiterinnen, muss man noch weitere 6-8 Haltungswochen die Situation beobachten.
Es kann sich a.) um eine alte Königin handeln, b.) defekte Königin handeln.

Der wichtige Moment ist gerade - einfach weiter beobachten - die Haltung weiter verfolgen und berichten.

Negativ ist, wenn man bestimmte Dinge nicht ausspricht.

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#68 Harpegnathos venator-Haltungsbericht

Beitrag von PaHa » 21. Mai 2026, 15:56

Okay, also kurz gesagt:
Männchen = schlecht weil das ungewöhnlich für eine so kleine Kolonie ist, was auf eine hinzugefügte, unbegattete König hinweisen könnte. Richtig?

Lifestyler94 ↑
21. Mai 2026, 08:32

Schlüpfen Arbeiterinnen, muss man noch weitere 6-8 Haltungswochen die Situation beobachten.
Es kann sich a.) um eine alte Königin handeln, b.) defekte Königin handeln.

Das verstehe ich noch nicht ganz, aber das ist jetzt erstmal nicht wichtig... Aus den Eiern sind mittlerweile Larven geworden. Diese werde ich jetzt beobachten und dann sehe ich weiter.

Ich habe diese Kolonie auf Kleinanzeigen bei Richard, welcher jetzt sogar einen eigenen Shop eröffnet, und den du anscheinend ja auch kennst, gekauft. Das klingt ja erstmal ganz vertrauenswürdig... Was ich mir vorstellen könnte ist, dass diese Kolonie mal größer war und aus mehreren Königinnen bestand, welche dann aufgeteilt wurden. Das würde auch die Männchen erklären (auch nur eine Vermutung)
LG




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#69 Harpegnathos venator-Haltungsbericht

Beitrag von PincoPallino » 21. Mai 2026, 16:37

Mit den 6 - 8 Wochen ist die Entwicklungszeit von der Eiablage bis zur Ameise gemeint. Es geht also darum, sicher zu sein, dass die geschlüpften Ameisen auch von dieser Königin stammen. Schlüpfen aus den Eiern, die sie gelegt hat (auch) Arbeiterinnen, ist sie sicher begattet. Deine jetzigen Männchen könnten also unter Umständen auch von einer anderen Königin stammen. Oder von deiner unbegatteten oder auch begatteten Königin. Erst mit der Entwicklung von Eiern, die sie gelegt hat, bekommst du Sicherheit.

Habe ich mich verständlich ausgedrückt?

Danke an Lifestyler für die Erklärung mit den vielen Königinnen.

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#70 Harpegnathos venator-Haltungsbericht

Beitrag von Lifestyler94 » 21. Mai 2026, 16:45

Darf ich kurz eine Frage stellen um das besser einordnen zu können,
wie man das am Besten aus meiner Sicht über ein Forum besser kommunizieren könnte.

Kann es sein, dass es deine erste exotische Ameisenart ist und Du noch nicht all zu lange Ameisenhalter bist?

Ich möchte dich damit nicht angreifen, aber 6 bis 8 Wochen sind ein gewöhnlicher Entwicklungszyklus vom Ei bis zur geschlüpften Arbeiterin der Art Harpegnathos venator.
Das wäre beispielsweise bei einer ordentlichen Recherche eigentlich präsent oder zumindest ein naher gedanklicher Gegenstand wenn es um solch eine Thematik geht.

Das gibt dir logischerweise die Gewissheit, dass die Königin fertil (befruchtet) oder im schlimmsten Fall eben infertil (unbefruchtet) ist.
Also selber Eier gelegt hat, die du beim heranreifen beobachten kannst bis diese geschlüpft sind.

Bzgl. Anbietern auf Kleinanzeigen
Kein Kommentar, es wäre mehr als wünschenswert wenn jeder regelmäßige Anbieter auf Kleinanzeigen VOR
seiner Handelsaktivität zumindest ein Kleingewerbe anmeldet. - mich interessiert es mäßig bis gar nicht.
Das gibt´s Andere, die da empfindlicher sind. Teilweise auch gar nicht zu Unrecht.

Das Messor cephalotes Inserat passt doch eigentlich ganz gut zum Thread mit der Reporterin über afrik. Ameisenhandel.
Zwinkersmiley

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#71 Harpegnathos venator-Haltungsbericht

Beitrag von PaHa » 21. Mai 2026, 16:52

Lifestyler94 ↑
21. Mai 2026, 16:45

Darf ich kurz eine Frage stellen um das besser einordnen zu können,
wie man das am Besten aus meiner Sicht über ein Forum besser kommunizieren könnte.

Kann es sein, dass es deine erste exotische Ameisenart ist und Du noch nicht all zu lange Ameisenhalter bist?

Ich möchte dich damit nicht angreifen, aber 6 bis 8 Wochen sind ein gewöhnlicher Entwicklungszyklus vom Ei bis zur geschlüpften Arbeiterin der Art Harpegnathos venator.
Das wäre beispielsweise bei einer ordentlichen Recherche eigentlich präsent oder zumindest ein naher gedanklicher Gegenstand wenn es um solch eine Thematik geht.

Korrekt, das bin ich und die Entwicklungszeit von Ei zur Arbeiterin ist mir durchaus bekannt (habe ich das irgendwie formuliert als wüsste ich das nicht oder...? Wenn ja tut es mir leid :) )




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#72 Harpegnathos venator-Haltungsbericht

Beitrag von Lifestyler94 » 21. Mai 2026, 19:42

Wenn's bei der Unterscheidung von Männchen und Königin schon hapert, darf man ja wohl noch einmal fragen. =)*202

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