Hallo zusammen,
ich benötige eine Einschätzung und Hilfe zu einem hartnäckigen Ameisenbefall in unserem Keller, da wir wirklich verzweifelt sind.
Vorab schon einmal ganz herzlichen Dank für die Unterstützung und hoffentlich hilfreichen Tipps.
Wir haben ein Haus (Bungalow mit vollständiger Unterkellerung, BJ 1980, massive Stahlbetondecken mit gemauerten Wänden, viel Grün, Bäume/Büsche ringsherum) 1 Jahr lang kernsaniert und ich habe im Keller auch alte Holzverkleidungen an den Decken abgemacht.
Während der gesamten Baumaßnahme (von Juli 2025 bis ca. April 2026) ist mir im Haus nicht eine einzige Ameise begegnet oder zumindest aufgefallen.
Bis vor etwa 2 Monaten wurde im gesamten Keller (150 m²) eine Kellerdeckendämmung aus PIR (12 cm) angebracht und möglichst vollflächig mit Klebemörtel verklebt (Kabelkanäle oder andere Leitungen mussten ausgeklinkt werden und es sind natürlich Hohlräume vorhanden). Anfang Mai bemerkten wir erstmals Ameisen bzw. wunderte ich mich, wieso in dem kleinsten Kellerraum (ca. 3,5 m²) an den Rändern immer wieder neue kleine PIR Dämmreste auftauchten. Erst dann hörte ich auch Geräusche und eine Art krabbeln oder rascheln in der Dämmung in diesem Bereich.
Ich öffnete dann einen kleinen Teilbereich der Dämmung in dem Raum und konnte eine Ameisenstraße entdecken.
Die Ameisen laufen an der Kellerdecke über eine deutlich sichtbare Straße zwischen einem kleinen Kellerraum (ca. 3,5 m²) in den angrenzenden Kellerflur.
Im benachbarten Kellerflur ist die Decke jedoch bereits komplett verputzt und verspachtelt, sodass ich dort nicht zerstörungsfrei an die Hohlräume oder Kellerdecke komme bzw. es ein wirtschaftlicher Ruin wäre.
Zusätzlich fällt auch immer mal wieder etwas
Seit ca. einer Woche sehe ich auch geflügelte Ameisen an der Kellerdecke, die von den Arbeiterinnen transportiert oder geleitet werden.
Gefühlt werden es jeden Tag mehr Sichtungen der geflügelten Ameisen an der Decke.
Seit inzwischen knapp 3 Wochen setze ich konsequent Advion Ameisengel ein. Die sichtbare Fläche ist aber nur knapp 30 cm groß wo ich die Punkte an der Decke anbringen kann.
Die Gelpunkte werden zum Teil gut angenommen und müssen teilweise täglich erneuert werden oder sind am nächsten Tag auch mit kleinen Dämmresten verunreinigt.
Ich habe aber das Gefühl, dass die Punkte nicht mehr so gut angenommen werden wie Anfangs noch.
Allerdings sehe ich auch weiterhin:
viele Arbeiterinnen auf der Ameisenstraße,
regelmäßigen
mehrere Austrittspunkte aus der Dämmung,
und seit etwa einer Woche zunehmend geflügelte Ameisen (Alaten) an der Straße und ganz vereinzelt auch schon im Keller oder sogar im EG an den Scheiben.
viele tote Ameisen fallen mir nicht auf
Was mich besonders verwundert:
Die Kellerdeckendämmung ist erst ca. 2 Monate alt. Daher frage ich mich, ob die Kolonie schon vorher im Gebäude vorhanden war und die Dämmung nur als neuer
Interessanterweise habe ich im Außensockel an der Eingangstreppe auch die gleichen Ameisen gefunden, die entlang des Treppensockels laufen, aber immer nur wenige Ameisen.
Diese Stelle ist auch ungefähr in der Nähe des besagten Kellerraumes lokalisiert (ca. 2 m entfernt) aber der Keller besteht aus 36 cm dicken gemauerten Steinen und ist zusätzlich an beiden Seiten verputzt.
Löcher kann ich zumindest innen nicht erkennen.
Meine größte Sorge ist, dass die eigentliche Hauptkolonie oder
Wir vermuten die Art Lasius brunneus oder Lasius emarginatus aufgrund von Recherchen in Foren und der Vergleich von Bildern.
Meine Fragen:
Ist es normal, dass nach fast 3 Wochen Advion noch so viele Ameisen unterwegs sind? Wie lange soll ich die Geldbehandlung durchführen?
Deuten die geflügelten Ameisen auf eine alte bzw. große Kolonie hin?
Würdet ihr weiterhin ausschließlich mit Gel arbeiten oder zusätzliche Maßnahmen ergreifen? Zum Beispiel doch vollflächig öffnen und mit Spray arbeiten?
Sollte ich einmal ein anderes Gel zusätzlich oder als Alternative verwenden und wenn ja welches? (in einem anderen Forum habe ich von "selbstgebauten" Ködern gelesen)
Macht es Sinn, die Decke des kleinen Kellerraums komplett zu öffnen, obwohl die Ameisen offensichtlich auch in den unzugänglichen Kellerflur laufen?
Hat jemand Erfahrungen mit Lasius brunneus in Kellerdeckendämmungen oder Hohlräumen und kann mir helfen? GIbt es Experten/Kammerjäger in der Nähe von Köln die sich damit auskennen?
Sollte ich den Außensockel an der Eingangstreppe öffnen und schauen, wo genau die Ameisen verschwinden (hierfür müsste ich platten entfernen und wahrscheinlich aufgraben)?
Vielen Dank für eure Einschätzung und Hilfe!!!
