Pincos Pheidos - Ein Haltungsbericht mit Pheidole ocellata

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#9 Pincos Pheidos - Ein Haltungsbericht mit Pheidole ocellata

Beitrag von PincoPallino » 18. Mai 2026, 13:32

Ja, danke, den hatte ich auch gefunden, aber da muss ich ja selber zählen. Gibts das nicht auch automatisch? Also Foto hochladen und ein Ergebnis bekommen.




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#10 Pincos Pheidos - Ein Haltungsbericht mit Pheidole ocellata

Beitrag von PincoPallino » 14. Juni 2026, 18:41

Hallo zusammen,

Totgesagte leben länger!

Nach einigen Wochen der Trauer habe ich mich erneut auf die Suche nach neuen Bewohnern für das Ex-Nico-Becken gemacht und bin direkt fündig geworden. Ich hatte tatsächlich nochmal die Chance, an Pheidole ocellata zu kommen und sie letztes Wochenende gekauft. Bekommen werde ich sie wahrscheinlich am Di. oder Mi.

Daher war ich die ganze Woche mit Vorbereitungen für ihre Ankunft beschäftigt. Und die haben mich ganz schön auf Trab gehalten. Heute Nachmittag bin ich fertig geworden und kann jetzt noch zwei Tage das Klima einstellen.

Die neue Kolonie wird noch größer als die letzte sein. Ich erwarte so um die 150 Arbeiterinnen und eine Königin. Sie sind also definitv bereit für einen Auszug aus ihrem RG, falls sie überhaupt noch in einem leben.

Starten werden sie im selben Becken wie die anderen. Ich habe es nur rundum renoviert. Es wurde erstmal aufgeräumt und das Perlit-Substrat zurück in seine Ecke gebracht. Der restliche Müll wurde entfernt und neuer Boden verlegt. Nachdem die Scheibenreiniger da waren, habe ich auch das "Klimameter" wieder aufgehängt. Es gibt keine Kronkorken mehr, nur noch einen flachen Napf, auf den ich die Insekten legen werde. Beim Ausbruchsschutz verlasse ich mich wieder auf zwei unterschiedliche Strategien. An den Wänden ist noch der Lack und am Rahmen das bewährte Öl. Bei den anderen hat der Lack schon gereicht.

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Die Tankstelle ist deutlich gewachsen. Ein Bereich ist für Flüssigkeiten. Ich starte mit Wasser, Zuckerwasser und Invertzuckerschorle. Der andere Bereich ist für Körner, Nüsse und den Abfallhaufen gedacht. Ich hoffe, sie nutzen das leere RG entsprechend. Das würde das Aufräumen estrem erleichtern.

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Ganz neu sind zwei Nester, die ich ihnen anbeiten will. Das eine stammt noch von den Camp. angusticollis und ist unverändert geblieben. Ganz unten hat es auch eine Perlit-Schicht, die ich von außen befeuchten kann. Ansonsten hat es nur einige Lagen Kork, in die ich Kammern eingeschnitzt habe. Eine Heizung könnte ich noch installieren, darauf habe ich aber erstmal verzichtet. Hier gibt es nur Öl am Rahmen als Ausbruchsschutz.

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Alternativ biete ich ihnen ein neu gebautes Ytong-Nest an, das mich diese Woche viele Stunden gekostet hat. Aber solche Arbeiten machen mir Spaß. Ob es ameisengut geworden ist, weiß ich (noch) nicht, aber es ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe und scheint zu "funktionieren".

Bevor ich mit dem Basteln angefangen habe, habe ich mir gründlich Gedanken gemacht und erst den dritten Entwurf umgesetzt.

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Das ist ein Bild vom ersten Probeaufbau.

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Die äußeren Löcher sind nur für Schrauben, aber der mittlere Teil ist erklärungsbedürftig. Dort werden Thermo- und Hygrometer platziert. Sie haben die Sensoren auf der Unterseite und müssen daher von unten mit Luft versorgt werden. Dafür habe ich ihre Ablage tiefer gebohrt und mit seitlichen Bohrungen ans Nest verbunden. Die Löcher ins Nest wurden in einem späteren Arbeitsschritt mit Drahtgeflecht abgedichtet. Insgesamt gibt es sechs solcher Löcher.

Weil die Pheidole so klein sind, habe ich die Oberflächen noch mit Gips glatt gemacht. So schließt der Deckel sicherer und die Poren auf dem Boden sind verschlossen, was vor allem besser für die Eier ist. Hier kann man auch die Gitter sehen.

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Aber was habe ich mir nun dabei gedacht? Mein Hauptaugenmerk lag drauf, ihnen die benötigten Klimazonen im Nest anzubieten. Daher habe ich es in vier Bereiche aufgeteilt. im oberen Teil ist ein Heizdraht versteckt, der in dieser Bohrung liegt (rote Linie).

Der linke Kanal ist für die Heizung, der andere ist der Eingang.
Der linke Kanal ist für die Heizung, der andere ist der Eingang.

Rechts habe ich Löcher gebohrt, durch die ich befeuchten kann (blaue Kreise). Somit gibt es oben eine warme feuchte und eine warme trockene Zone. Unten das selbe ohne Heizung, macht vier Klimazonen. Zumindest in der Theorie. Die Klimamesser sind zentral positioniert und um sie herum läuft der "Zentralgang". Die Zonen haben ihre eigenen Zugänge und sind klar voneinander getrennt.

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In den Deckel habe ich noch drei größere Löcher gebohrt und mit Drahtgitter abgedichtet. Sie sollen der Luftzirkulation dienen.

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Und so sieht alles final aus. Zum Vergleich einmal Entwurf und Ergebnis nebeneinander.

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Und das ist die gesamte Ecke auf einen Blick.

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Ich hoffe, dass ihnen eins der Nester gefällt und sie sich bei mir wohlfühlen. ich freu mich schon auf das Gewusel :)

Grüße vom Pinco

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#11 Pincos Pheidos - Ein Haltungsbericht mit Pheidole ocellata

Beitrag von PincoPallino » 19. Juni 2026, 01:59

Hallo zusammen,

heute Nachmittag sind sie angekommen und ich glaube, es gab keine Toten zu beklagen. Sie waren zwei Nächte unterwegs und hatten keinen Wassertank.

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Und so sah es kurze Zeit später aus:

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Die Tankstelle ist aufgefüllt mit Körnern, Nüssen, Wasser, Zuckerwasser und Invertzuckerschorle. Das Nest ist "abgedunkelt" und die beiden RG liegen in der Arena. Die beiden? Als ich die Luftpolsterfolie an die Seite räumen wollte, ist mir aufgefallen, dass da noch ein RG war. Darin befanden sich so rund ein Dutzend Arbeiterinnen.

Ein paar Minuten später habe ich dann die Wattestopfen entfernt und es hat nicht lange gedauert, bis sie ihre Umgebung erkundet haben. Da sie lange kein Wasser hatten, habe ich noch einen Kronkorken in die Arena gelegt, den sie schneller als die tanke finden konnten. Es hat auch nicht lange gedauert...

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Auch die Mehlwurmteile sind ihnen nicht entgangen.

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Dann musste ich zum Telefon. Als ich fünf Minuten später wiederkam, konnte ich nur noch sehen, wie das zweite Teil im RG verschwand.

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Nach und nach haben sie dann die Tankstelle erkundet.

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Endlich ist dann auch eine in die Schläuche zu den Nestern gegangen, aber immer wieder kurz vor dem Ziel umgedreht. Irgendwann ist sie dann doch ins Korknest, hat aber nach ewigem Herumlaufen trotzdem nicht den Eingang gefunden.

Aber gut. Sie hatten alles, was sie brauchen und sie hatten es schon gefunden. Es gab keine Transportverluste und ich habe eine aktive kleine Kolonie mit Brut und deutlich über 100 Arbeiterinnen. Das war doch ein super Start :)

Ich konnte also beruhigt zum Sport gehen. Wieder zurück war ich natürlich neugierig, was in der Zwischenzeit passiert war. Und ich bin genau zum richtigen Zeitpunkt nach Hause gekommen. Sie waren gerade dabei, die Nester zu erkunden. Im Ytongnest liefen bestimmt 50 Arbeiterinnen aufgeregt herum.

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Und dann habe ich bemerkt, dass sie Brut aus dem RG holen. Der Umzug fing offensichtlich gerade an. Das sind immer meine Lieblingsmomente.

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Ich habe dem Treiben erfreut zugeschaut und verfolgt, in welche Kammern sie die Brut bringen. Wie zu erwarten war, haben sie vor allem den warmen Bereich aufgesucht. Doch dann hat mich plötzlich eine Bewegung abgelenkt. Was ist das denn?

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Da lief doch tatsächlich eine von ihnen auf meinem Schränkchen rum! Wo kommt die denn her? Schnell habe ich alles abgesucht, aber keine andere Ausbrecherin gefunden. Hmmm, vielleich hing sie beim Öffnen des RG an der Watte oder war auf meiner Hand. Eine kann man mal übersehen, gerade bei der "Kleine"...

Also wieder zurück zum Umzug. Man konnte richtig merken, wie das Tempo gesteigert wurde. Anfangs wurden nur einzelne Eier oder Larven transportiert, aber irgendwann strömten dann immer mehrere gleichzeitig aus dem RG. Da kam mehr Brut als ich anfangs gesehen habe. Und auch ein Mehlwurmteil musste mit umziehen.

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Dann wurde es wieder merklich weniger. Sie waren also fast fertig. Aber eine fehlte noch und die kam dann auch.

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Sie hat sich im Nest in die letzte Ecke direkt über dem Heizdraht niedergelassen. Sehr gut, dann hat der aucdh seine Berechtigung. Die Brut wurde hauptsächlich in der selben und einer benachbarten Kammer gelagert. Bilder durch rote Folie sind aber immer so eine Sache...

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Ach ja, während der ganzen Aktion war da plötzlich noch eine Aubrecherin. Oder wieder die selbe. Aber da habe ich mir doch Gedanken gemacht. Aber ich habe bis jetzt keine Idee, wo eine Schwachstelle sein könnte. Das sind alles bewährte Elemente und ich habe den Aufbau mehrmals überprüft.

Damit war der Umzug vier Stunden nach Entfernen der Watte erledigt. Und ich hatte mich selbst total vernachlässigt. War noch ungeduscht und hatte Hunger. Also habe ich mich erstmal um mich selbst gekümmert...

Als ich aus der Dusche kam, haben sie mich das erste Mal überrascht. Die Königin war nicht mehr im Nest! Und insgesamt waren da auch viel weniger Ameisen. Schnell war klar, dass sie innerhalb einer Stunde zum zweiten Mal umgezogen sind. Offensichtlich hat ihnen das Korknest doch besser gefallen. Ich konnte nur noch das Ende des Umzugs miterleben. Der Großteil der Kolonie ist jetzt ganz tief unten. Ich bin jetzt schon gespannt, wo sie in einer Stunde oder morgen früh sein werden.

Hoffentlich suchen sie sich heute Nacht kein externes Nest. Grund zur Sorge habe ich zumindest ein wenig. Gegen 23 Uhr lief nämlich wieder eine Arbeiterin über das Schränkchen. Wo zum Teufel kommen die immer wieder her? Meine Sorge ist aber eigentlich unbegründet. Wo auch immer sie ausbrechen. Die Königin wird ihnen nicht folgen können. Bisher hat die Kolonie übrigens keine größeren Exemplare außer der Königin.

Ich bin echt gespannt auf morgen früh. Wetten, dass mein erster Blick im Wohnzimmer ein absuchender ist?

Auch bei dieser Kolonie gilt natürlich: Wuselfaktor 10 :) Ich glaube, die halten nur still, wenn sie fressen.

Gerade habe ich Nummer 4 wieder in die Arena zurückgesetzt. Eine erneute Inspektion zeigt keine Schwachstelle. Es ist alles dicht. Nichts wackelt. Beide Glasbecken sind Antstore-Qualität. Da gibt es keine Lücken in den Ecken o.ä.

Auch wenn es spät ist, bin ich den Ameisen offenbar doch noch geistig überlegen :) Wir werden es morgen früh wissen. Den ungenutzten Arenaausgang habe ich mit einem Beckenverbinder und einem AntsCanada-Stopfen verschlossen. Und diese Stopfen habe kleine Belüftungslöcher. Das ist die einzige Lücke, die ich sehe. Und die habe ich gerade mit zusätzlicher Watte geschlossen. Wenn es jetzt noch Ausbrecher gibt, sind sie vorher schon raus oder haben das Beamen erfunden.

Das waren doch aufregende erste Stunden.

Grüße vom Pinco

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#12 Pincos Pheidos - Ein Haltungsbericht mit Pheidole ocellata

Beitrag von PincoPallino » 20. Juni 2026, 01:06

Hallo zusammen,

ich habe beschlossen, trotzdem klüger als die Pheidos zu sein :)

Heute morgen habe ich als allererstes Ausbrecherin Nummer 5 am Korknest herumklettern sehen. Naja, ok, die war da noch seit gestern Abend.

Schauen wir mal, wo sie heute nisten. Überraschung Nummer 2: Nachdem ich das Ytongnest gestern zusätzlich zur roten Folie komplett abgedunkelt habe, sind sie in der Nacht wieder dorthin zurück gezogen. Allerdings haben sie sich etwas weiter vom Heizdraht entfernt. Dort sitzen sie jetzt seit heute Morgen und haben sich kaum sehen lassen. Ein paar laufen regelmäßig in der Arena herum und auch an den Tränken ist immer mal wieder eine zu sehen. im Korknest ist immer noch ein wenig Verkehr. So ganz haben sie es offensichtlich noch nicht aufgegeben. Vielleicht ziehen sie ja heute Nacht wieder um. Sie sind auf jeden Fall schnell entschlossen und ziehen das dann auch durch.

Heute Nachmittag gab es einen weiteren Protein-Snack. Was dann passiert ist für mich faszinierend. Alle meine anderen Ameisen haben das so oder so ausgeprägt nicht gezeigt. Eine der Arena-Patrouillen hat die Schokoschabe nach weniger als 10 Sekunden gefunden. Das war schon sehr zielstrebig. Sie hat sich kurzerhand das erste Stück gepackt und bis zum Rand des Napfes gezogen.

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Dann hat sie gemerkt, dass sie es nicht alleine schafft und ist ins Nest gespurtet. Das war wie in einem dieser alten Klamaukfilme. Sie läuft rein und ca. 3 Sekunden später rennt eine ganze Meute raus und der Strom an Ameisen reißt kaum ab.

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Zwei Stücke wurden schnell ins Nest gebracht. Das dritte haben sie ewig nicht über die Kante des Napfes bekommen.

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Als das geschafft war, ging wieder alles ganz schnell.

Aber bevor es Futter gab, habe ich mittags Ausbrecherin NUmmer 6 eingesammelt. Wieder am Korknest. Naja, eine, die war bestimmt noch von gestern Abend da...

Während ich hier schreibe, bemerke ich regen Verkehr zwischen den beiden Nestern. Ich glaube, sie ziehen wieder für die Nacht um. Ja, es wird Brut transportiert. Die sind echt immer für eine Überraschung gut. Und hier kommt gleich die nächste. Sie haben doch schon einen Soldaten. Besser habe ich ihn nicht fotografiert bekommen. Dafür gibt es einen schönen Größenvergleich zu einer normalen Arbeiterin.

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Weitere Ausbrecher habe ich glücklicherweise nicht gesehen. Ich bin doch klüger als Ameisen.

Grüße vom Pinco

PS: Ich habe gerade Numemr 7 zurückgesetzt. Sie stellen mich echt auf die Probe. Sobald sie das nächste Mal aus dem Korknest ausziehen, werde ich es abklemmen und genau untersuchen.

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#13 Pincos Pheidos - Ein Haltungsbericht mit Pheidole ocellata

Beitrag von PincoPallino » 21. Juni 2026, 00:11

Hallo zusammen,

heute gab es keine Ausbrecher. Ich habe sie besiegt :)

Fast schon wie erwartet, waren sie heute Morgen wieder im Ytongnest. Und fast genauso erwartet habe ich ihren abendlichen Umzug ins Korknest, den sie gerade vollziehen.

Ich interpretiere das mal so. Sie nutzen den komplettern vorhandenen Raum aus. Tagsüber halten sie sich im Wohnzimmer auf und Nachts ziehen sie sich tiefer ins Schlafzimmer zurück. Und genauso werde ich die beiden Nester ab jetzt nennen.

Anfangs dachte ich, dass es übertrieben wäre, ihnen zwei Nester anzubieten. Aber ich wollte ihnen die Wahl lassen und bereue das nicht. Offenbar erfüllen beide spezielle Bedürfnisse. Wenn die wüssten, dass ich noch ein Holz- und ein Plastiknest für sie habe... :)

An Nüssen oder Körnern habe ich sie bisher nicht naschen sehen. Auch an den Tränken waren sie heute wenig. Aber sie wisssen, wo sie hin müssten. Also mache ich mir da keine Sorgen. Ich muss nur auf die Nüsse aufpassen. Im alten Setup haben sie nach ein paar Tagen Schimmel angesetzt.

Genau wie ihre Vorgänger haben sie auch angefangen, Perlit-Substrat aus dem Steinbruch zu holen und damit den Nesteingang zu verschließen. Allerdings in viel geringerem Umfang. Und genau wie ihre Vorgänger testen sie den Ausbruchsschutz eigentlich gar nicht. Am ertsen Tag sind ein paar bis zur Lackbarriere gelaufen und das wars. Ich bin mir auch nicht sicher, ob sie das Öl am Rahmen in ihrem Schlafzimmer schon wahrgenommen haben. Ich habe dort noch nie eine von ihnen am Glas gesehen.

Sie scheinen sich also wohlzufühlen und sehen keinen Grund, sich eine andere Umgebung zu suchen.

Grüße vom Pinco

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#14 Pincos Pheidos - Ein Haltungsbericht mit Pheidole ocellata

Beitrag von PincoPallino » 23. Juni 2026, 22:18

Hallo zusammen,

die Kleinen sind in Ihrer Spontanität mittlerweile sehr berechenbar und spektakulär unspektakulär :)

Ich erklär euch, was ich meine. Sie ziehen tatsächlich jeden Abend zwischen 11 und 12 vom Wohn- ins Schlafzimmer. Wenn ich morgens (bisher nie vor 9) schaue, sind sie schon wieder zurück. Sehr berechenbar... Und für jemand, der Umzüge liebt, ein großes Geschenk :)

Ansonsten ist ihre sichtbare Aktivität sehr begrenzt. In der Arena sind meist nicht mehr als drei oder vier Arbeiterinnen unterwegs. Aber das reicht, um Futter innerhalb von Sekunden zu entdecken, Da sind sie spektakulär schnell. Genau wie beim Abtransport der Beute. Doch danach ist ihre Außenaktivität auch ganz schnell wieder bei fast Null angekommen. Auch an den Tränken ist oft gar nichts los. Mehr als vier oder fünf habe ich noch nie gleichzeitig in einem RG gesehen. Am Wasser noch nie mehr als zwei. Allerdings haben sie auch noch Wasser in der Arena. An den Nüssen und Körnern waren sie nach meinen Beobachtungen noch nie. Aber sie wissen, wo sie sind.

Es gibt also fast nichts zu sehen, aber wenn, dann richtig.

Grüße vom Pinco

PS: Sonntagabend habe ich übrigens Ausbrecherin Nummer 8 zurückgesetzt. Wenn ich klüger als die Ameisen bin, war sie seit mindestens zwei Tagen draußen unterwegs.




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