Fabey93's Lasius umbratus - Diskussion

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Fabey93

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#1 Fabey93's Lasius umbratus - Diskussion

Beitrag von Fabey93 » 28. Juli 2026, 12:56

Hallo,
hier ist Platz für Fragen, Anmerkungen, Kritik, Wünsche und dergleichen - sofern sie meinen Haltungsbericht betreffen ;)




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Antkönig
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#2 Fabey93's Lasius umbratus - Diskussion

Beitrag von Antkönig » 29. Juli 2026, 15:37

Hi Fabey,

schön, dass du von dem Gründungsversuch berichtest! Ich würde auf jeden Fall jetzt nochmal ordentlich Puppen nachschießen. Dabei auch deutlich mehr als nur 30, ich denke da eher an einige hundert. Diese Königinnen dringen in der Natur in große Nester ein und sind daher dafür ausgelegt, schnell mit großen Mengen an Nahrung versorgt zu werden und auch ebenso große Mengen an Brut zu produzieren. Da nun auch langsam die Schwarmzeit von Lasius cf. niger durch ist, wirst du wohl auch kaum noch Geschlechtstierbrut in den Nestern haben, was das Risiko ausschließt, nur massenweise Männchen mit in die Kolonie zu setzen. Das sollte die Erfolgschancen nochmal deutlich steigern.

Viel Erfolg dir weiterhin!

LG

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Fabey93

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#3 Fabey93's Lasius umbratus - Diskussion

Beitrag von Fabey93 » 29. Juli 2026, 16:57

Antkönig ↑
29. Juli 2026, 15:37

Diese Königinnen dringen in der Natur in große Nester ein und sind daher dafür ausgelegt, schnell mit großen Mengen an Nahrung versorgt zu werden und auch ebenso große Mengen an Brut zu produzieren.

Da würde mich interessieren, woher du diese Info nimmst. Habe einen Beitrag von Frank Mattheis auf eusozial.de über den Wikipedia-Artikel zu L. umbratus (finde es btw ein wenig merkwürdig, dass ein Forenbeitrag dort als "Quelle" gilt) gefunden, der von der Übernahme individuenarmer Nester ausgeht - jedoch keine Schätzungen zu deren Größe. Auch die Recherche an der Uni-Bib blieb dahingehend erfolglos.
Du schreibst aber - so kommt es mir vor - als seine deine Aussage eine Tatsache, keine Annahme. Vielleicht besitzt du ja Zugriff auf Literatur, die mir bisher verborgen geblieben ist? Falls ja, teile sie gerne mit mir!




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lutz1234
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#4 Fabey93's Lasius umbratus - Diskussion

Beitrag von lutz1234 » 30. Juli 2026, 12:54

Du hast das selbe Ziel wie ich, bin gespannt ob du bis zu L. fuliginosus kommst. Ich finde dabei gerade die sozialparasitäre Gründung so spannend weshalb ich aktuell nicht versuche abzukürzen.

Die Chtonolasius Gründung mit Puppen habe ich dieses Frühjahr abgebrochen. 2024 die Gyne gefangen mit ca. 50 Puppen in ein Gründungssetup gesetzt. Sie wurde gepflegt hat Eier gelegt und die Larven wurden groß gezogen, vom Gefühl her kurz vorm Verpuppen wurden sie gefressen. 2025 nochmal 20-50 Puppen nachgelegt und das ganze Jahr über das selbe beobachtet. Im Frühjahr wieder reichlich Eier viele winzige Larven, wenige große Larven aber nie Puppen.

Dieses Jahr hat sich wieder die Möglichkeit in Form einer Gyne geboten (diese hatte beim Fangen bereits eine Ameise in den Mandibeln). Ich habe diese Gyne in ein kleines Gefäß gesetzt zu dieser Zeit hatte sie die gefangene Ameise wegen Stress aufgegeben. Dann habe ich 4 L. sp niger des Ziel Volkes dazu gegeben und gewartet bis eine in den Mandibeln war (<3min). Danach habe ich das Gefäß in die Arena gestellt. Mein L. sp niger Volk ist jetzt im 5. Jahr angekommen und ich habe keine Idee wie viele Tiere das sein können 5000 +- ein paar Tausend. Die Arena ist immer vollkommen überlaufen.

In den ersten zwei Tagen nach dem Einsetzen habe ich den Versuch mehrfach für gescheiter erklärt da die Gyne von den Ameisen festgehalten wurde (Mein Terminus dafür 'Streckbank spielen'). Dann gab es wieder Phasen in denen sie gepflegt wurde. Heute (Tag 14) lebt die Gyne noch immer. Sie bewegt sich inzwischen ohne Konflikte in den ersten 2m Schlauch, bis zum Nest in 4m Entfernung von der Arena ist sie noch nicht gekommen.

Ich hatte selbst schon überlegt einen Haltungsbericht zu erstellen, bin aber zu schreibfaul um den langfristig zu aktualisieren.




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Antkönig
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#5 Fabey93's Lasius umbratus - Diskussion

Beitrag von Antkönig » 30. Juli 2026, 13:22

Hi zusammen,

deine Punkte sind valide. Ich hatte bisher nur immer aus Naturbeobachtungen geschlossen, dass sie vorwiegend in größere Nester eindringen. Meiner Meinung nach sind zu kleine Nester auszuschließen, einfach aus dem Fakt heraus, dass sie womöglich schwerer zu finden sind. Außerdem schwärmt L. umbratus häufig an den gleichen Tagen, an denen L. niger schwärmt, womöglich (und das ist nur eine Spekulation von mir) um das dortige Chaos und Treiben auszunutzen. Auch das würde eher dafür sprechen, dass sie auf größere Kolonien abzielen. Im folgenden Paper (https://ojs.akademperiodyka.org.ua/inde ... ew/585/268) wird von einer Mischkolonie von brunneus/umbratus berichtet. Dort wird geschlussfolgert, dass die umbratus-Königin im dritten Jahr dieser Kolonie eingedrungen sein muss. Auch das würde für eine Koloniegröße jenseits der 1000 sprechen.

Am Ende ist vieles davon Spekulation, wenn es aber um die erfolgreiche Koloniegründung geht, habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht mit Kolonien die min. einige hundert zugesetzte Arbeiterinnen hatten. Auch um mögliche Verluste der ersten Winterruhe auszugleichen.




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