Lasius flavus - Ein Leben in Dunkelheit (?)

Unterfamilie: Formicinae
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#25 Re: Lasius flavus - Ein Leben in Dunkelheit (?)

Beitrag von Safiriel » 22. November 2015, 11:51

Der Winter scheint ihnen bisher zu bekommen. Die Lasius flavus haben sich, so wenige es auch sind, zu einer Traube gekugelt. Verluste konnte ich noch nicht ausmachen.

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#26 Re: Lasius flavus - Ein Leben in Dunkelheit (?)

Beitrag von Safiriel » 26. Dezember 2015, 19:59

Das Nest ist inzwischen beschlagen. Ich habe den Kühlschrank etwas weniger kalt gestellt (es waren knapp 3°C) und werde wenn nötig die Tröpfchen entfernen, damit mir nicht wie letztes Jahr wieder Arbeiterinnen im Kondenswasser ertrinken.

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#27 Re: Lasius flavus - Ein Leben in Dunkelheit (?)

Beitrag von Safiriel » 2. März 2016, 19:24

Wie ihr hier http://www.ameisenforum.de/post385989.html#p385989 bereits lesen konntet, wurde die Kolonie bereits gestern ausgewintert.

Für dieses Jahr bekommen sie eine klassische Miniarena von Rocher. Das Mininest steht bereits darin.
Auf Anhieb konnte ich 8 Arbeiterinnen plus Brut zählen. Das ist besser als letztes Jahr, und ich glaube es sind mehr oder weniger alle Arbeiterinnen durch gekommen.
Das letzte Jahr sitzt mir noch in den Knochen. Für dieses Jahr also wenig Experimente, viel Dunkelheit, wenig Störungen und eine saubere, überschaubare Arena.

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#28 Re: Lasius flavus - Ein Leben in Dunkelheit (?)

Beitrag von Safiriel » 10. März 2016, 13:29

Eine Arbeiterin ist im Honig ertrunken, den anderen scheint es gut zu gehen. Das Tröpfchen ist kaum größer, als die Ertrunkene selbst.
Leider hatte ich die Drosophila ja nicht lang genug eingefroren, und nun fliegen sie fleißig in der Mini-Arena umher. Als Dauerfutter mag das gut sein, ich hoffe es bereitet den kleinen nicht zu viel Stress!

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#29 Re: Lasius flavus - Ein Leben in Dunkelheit (?)

Beitrag von Safiriel » 31. Juli 2016, 18:15

Viel ist in den letzten Monaten passiert mit diesen Ameisen.
Leider ist das das Ende dieses Haltungsberichtes, denn die Gyne ist verstorben.
Wie kam es dazu?

Zunächst hatte ich das kleine Nest in eine Miniarena von Rocher verfrachtet. Alles schien gut, es gab keine größeren Verluste und auch Brut war vorhanden. Dennoch vermehrten sie sich nur langsam. Mehr als fünf Larven oder Puppen sah ich nie. Ich hatte eine strikte wöchentliche Kontrollroutine eingeführt um wirklich weder zu oft zu stören, noch die "Schrankameisen" zu vernachlässigen. Zudem verlagerte ich den Standort von einem Schrank im Schlafzimmer in den Wohnzimmerschrank.
Das Nest selbst schimmelte immer stärker. Als es knapp 20 Arbeiterinnen waren, gab es plötzlich keine Brut mehr. Ich vermute, der Schimmelbefall war zu stark. zudem ließ sich die Feuchtigkeit im Nest nicht mehr gut überprüfen, weil auch die Zellulose im Wassereservoir befallen war. Auch erforderte jedes Befeuchten, das Nest in die Hand zu nehmen und mit einer Spritze zu befüllen - was den Ameisen gar nicht zu gefallen schien.
Ich entschied, ihnen ein zweites Nest anzubieten, ein Reagenzglasnest.
Die Kolonie erschien nun aktiver und ich entdeckte auch bald 2 Arbeiterinnen an der Watte im RG. Die Woche darauf schien etwa die Hälfte der Ameisen umgezogen zu sein, ich war guter Dinge, dass die Königin bald folgen würde.
Diese Woche allerdings fand ich die Gyne tot vor, einige tote Arbeiterinnen in der Arena und die restlichen lebendig im neuen Reagenzglasnest. Dieses überließ ich meinen Myrmica rubra.

Ich bin zunächst mit dieser Art fertig. Zwei Kolonien sind mir bislang verstorben, beides Lasius flavus.

Troubleshooting:Ich denke wirklich, dass es der Schimmel war. Vielleicht hätte ich die Kolonie gewaltsam umsiedeln sollen.
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#30 Re: Lasius flavus - Ein Leben in Dunkelheit (?)

Beitrag von Safiriel » 4. August 2016, 12:12

Nachtrag: Einige Lasius flavus leben erstaunlicherweise noch im Reagenzglas, welches nun seit Tagen unverschlossen in der Arena der Myrmica rubra liegt.

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#31 Lasius flavus - Ein Leben in Dunkelheit (?)

Beitrag von Safiriel » 8. März 2020, 17:10

Neustart mit einer neuen Königin

Ja, richtig. Ich habe mich dazu entschlossen, diesen HB mit einer neuen Königin weiter zu führen. Ich habe überlegt, ob ich einen ganz neuen Bericht starte, aber davon abgesehen.
Ich mag Lasius flavus
sehr gern, bin aber bisher immer wieder gescheitert.
Gut, im ersten Jahr war ich unerfahren, meinte kleine Nester selbst bauen zu wollen statt auf ein RG zu setzen. Danach folgten Versuche möglichst naturgetreuer Haltung. Letzten Juli ist mir dann wieder eine Lasius flavus Gyne über den weg gelaufen. Ich habe sie gründen und überwintern lassen und nun wird es ein ganz klassischer Ansatz in der Hoffnung, dass das mehr Erfolg bringt.


Derzeit befindet sich die Gründerkolonie (Königin, erste Pygmäen und etwas Brut) in einer geschlossenen Dose, vor Regen und Licht geschützt auf dem Balkon. Ebenfalls in der Dose, aber natürlich räumlich getrennt sind zwei Gründerinnen Solenopsis fugax, leider ohne erkennbare Brut.
Sobald die Lasius niger auf dem Balkon sichtbar werden, kommen die Tiere rein und in eine erste kleine Arena.
Sollte es noch einen Wintereinbruch geben, werden sie noch einmal im Kühlschrank übernachten müssen.

Hier geht es zum Diskussionsfaden lasius-flavus-in-dunkelheit-diskussion-t53118.html
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